Goldene Regeln für Kinder von 11 bis 13 Jahren

 

 

  • 1Smartphone? Aber nicht zu früh!

    Ein Handy dürfen Kinder dieser Altersgruppe durchaus besitzen. Die allgemeine pädagogische Empfehlung lautet: ab ca. 9 Jahren. Ein Smartphone empfiehlt sich erst dann, wenn Sie sicher sind, dass Ihr Kind die Gefahren des Internets kennt und weiß, wie es sich schützt. Diese Reife erreichen Kinder ungefähr im Alter von 12 Jahren.

  • 2Achten Sie auf Kostenfallen

    Nicht nur bei Laufzeitverträgen, sondern auch bei Handys mit Prepaid-Karte ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind über die Kosten für Gespräche und Kurznachrichten (SMS und MMS) sprechen. Vorsicht bei Zusatzdiensten, Klingeltönen, Apps und Spielen fürs Handy! Diese Angebote sind häufig kostspielig. Informieren Sie sich – am besten gemeinsam mit Ihrem Kind – über kostenlose Angebote und welche Sicherheitseinstellungen im Gerät und beim Anbieter Kosten vermeiden helfen (beispielsweise bei Urlaubsreisen, Datentransfer etc).

  • 3Schützen Sie persönliche Daten

    Besprechen Sie mit Ihrem Kind, dass ein Smartphone eine Fülle von Daten speichert; ein Großteil davon bezieht sich auf die persönliche Privatsphäre, die man nur mit echten Freunden teilt. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es seine persönlichen Daten immer schützt, indem es vertraulich mit den eigenen und den Daten anderer umgeht. Nachrichten, Texte, Fotos oder Filme dürfen nicht ohne Zustimmung an andere weitergegeben oder ins Netz gestellt werden.

  • 4Wählen sie einen kindgerechten Tarif

    Ein Laufzeitvertrag mit monatlicher Kostenbegrenzung oder ein spezieller Vertrag für Kinder und Jugendliche ist bei vielen Anbietern erhältlich. Besprechen Sie mit Ihrem Kind welche Kosten bei welcher Nutzung entstehen und erklären Sie Zusammenhänge verständlich.

  • 5Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Kosten

    Für die Kosten, die sich aus einem Mobilfunkvertrag ergeben, ist stets rechtlich derjenige verantwortlich, der den Vertrag unterzeichnet hat. Dies sind in der Regel die Eltern. Diese sind dann in der Folge auch für die Zahlung der Rechnung verantwortlich. Dennoch: Beteiligen Sie Ihr Kind an den Handykosten, sowohl bei der Anschaffung des Gerätes als auch für die regelmäßige Nutzung (Prepaidkarte oder monatliche Laufzeitkosten). So lernt es nicht nur sein Handy/Smartphone zu schätzen sondern auch verantwortungsvoll damit umzugehen und es sinnvoll einzusetzen. Ein Einnahmen- und Ausgabenplan hilft Ihrem Kind, die Kosten im Blick zu halten.

  • 6Wie gefährlich ist die Strahlung eines Handys?

    Es gibt bislang keine wissenschaftlichen Studien, die eine gesundheitsschädigende Wirkung von elektromagnetischen Feldern eindeutig nachweisen. Wenn Sie sicher gehen möchten: Bei der Auswahl eines Handys können Sie auf den sogenannten SAR-Wert des Handys achten, dieser sollte möglichst gering sein. Praktisch schützen Sie sich und Ihr Kind vor Strahlungseinflüssen, in dem Sie das Handy erst nach aufgebauter Verbindung ans Ohr halten. Empfehlenswert sind Headsets: Sie haben einen separaten Kopfhörer und sorgen für Abstand zwischen Kopf und Antenne. Auch wichtig: ein hochwertiger Kopfhörer, der das Gehör schützt.

  • 7Achten Sie auf Sicherheit!

    Helfen Sie Ihrem Kind dabei, die Inhalte, seines Handys zu schützen. PIN-Nummer, Passwort und Datenverschlüsselung erschweren unerwünschte Zugriffe auf Daten – auch im Falle eines Diebstahls. Das Ausschalten des Ortungsdienstes bei Smartphones verhindert, dass z.B. Apps den Standort des Gerätes ermitteln können. Für Surfanfänger eignet sich die Browser-App "Meine Startseite", die mobile Geräte in einen kindgerechten und sicheren Surfmodus schaltet. Prüfen Sie auch bei Apps VOR dem Herunterladen, welche Daten Ihr Kind von sich angeben muss und installieren Sie eine Jugenschutzsoftware. Mehr Informationen finden SIe in den Sicherheitseinstellungen.

  • 8Begrenzen Sie die Nutzungszeiten

    Auch die Handy/Smartphone-Nutzung sollte zeitlich begrenzt werden. Anders als bei den übrigen digitalen Medien, lässt sich die Zeitdauer jedoch schwieriger festlegen, da Heranwachsende die Geräte spontan immer wieder für kürzeste Zeiteinheiten nutzen. Wichtig ist: es muss täglich handyfreie Phasen geben. Als Rahmenorientierung für Eltern und Kinder empfehlen wir:

    • bei 11 – 12-Jährigen nicht länger als 60 Min.
    • 13-Jährige sollten nicht länger als 70 Min. ohne Unterbrechung aktiv sein.

    Gehen Sie mit gutem Beispiel voran! Dreht sich bei Ihrem Kind nur noch alles ums Handy/Smartphone, führen Sie handyfreie Tage ein und suchen Sie mit Ihrem Kind nach Alternativen.

  • 9Vermitteln Sie Benimm-Regeln für das Handy

    Im Schulunterricht gilt ganz klar: Das Handy ausschalten oder auf lautlos stellen und wegpacken. Zudem ist an einigen Schulen das Benutzen von Handys ganz verboten, auch in den Pausen und auf dem Schulhof. Dies sollte vorab geklärt sein. Darüber hinaus können Sie mit Ihrem Kind auch für Autofahrten, Familienfeiern, gemeinsame Essensrunden oder Unternehmungen, selbst für ein ganz normales Alltagsgespräch „Handyfreie Zeiten“ vereinbaren. In öffentlichen Verkehrsmitteln kann laute Musik, aber auch das Telefonieren, Mitmenschen stören. Leiten Sie Ihr Kind dazu an, mit seinem Mobiltelefon im Zusammensein mit anderen rücksichtsvoll zu sein. Gehen Sie auf jeden Fall mit gutem Beispiel voran.

  • 10Wählen sie kindgerechte Apps

    Informieren Sie sich, welche Apps für Ihr Kind geeignet sind. Auf die Alterseinstufungen der Appstores sollten Sie sich nicht einfach verlassen, sondern die App lieber selbst beurteilen. Achtung: Das Herunterladen im Appstore ist immer Elternsache, da Kinder hier leicht mit ungeeigneten Inhalten konfrontiert werden können. Prüfen Sie gemeinsam mit dem Nachwuchs Apps zur Kommunikation und zum Datenaustausch; für Eltern und Kinder ist es wichtig, die Entscheidung über die Weitergabe von Daten im Blick zu halten.