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Minion-Mania: Marketing auf allen Kanälen

Die Minions sind am 2. Juli in Deutschland gestartet und gehören bereits jetzt zu den erfolgreichsten Filmen: Bereits über eine Million Menschen haben sich über die drolligen gelben Männchen amüsiert. Teil des Erfolgs ist ein massives Marketing, das sich auch an Kinder und Jugendliche richtet.

Universal Pictures

Die Minions sind bekannt aus den Filmen "Ich - einfach unverbesserlich" 1 und 2, avancierten aber schnell von den Neben- zu den Hauptdarstellern. Nun sind sie auch in einem eigenen Film "Minions" zu sehen. Was deren Welt alles umfasst, zeigt die breit angelegte Marketingkampagne.

Alles ist "Banana"

Die Figuren haben nicht nur eine Website und eigene Social Media Kanäle. Allein ihre Facebook-Seite verzeichnet über 31 Millionen Fans. Die App "Minion Rush" wurde bereits über 500 Millionen Mal heruntergeladen. Auch in einem Werbespot und auf großen Plakate machen die Minions auf sich aufmerksam, zieren ganze Verkehrsmittel und U-Bahnhöfe. Es gibt sie als Schlüsselanhänger, auf T-Shirts, Tassen, Masken, Kostümen, Handtüchern, Sweatern, Bettbezügen, Magneten, Trinkflaschen, als Brettspiel, Puzzle und Wandaufkleber. Die Merchandising-Palette umfasst ungefähr 700 Artikel.

Zwar sympathsieren auch viele Ältere mit den niedlichen Wese, doch sind besonders Kinder anfällig für diese Art von Produkt-Werbung. Wir empfehlen Eltern trotz aller Faszination ihrem Kind zu erklären, dass Firmen mit den Figuren viel Geld verdienen. Dabei können sie zusammen überlegen, ob es bestimmte Dinge nur haben möchte, weil es überall angepriesen wird oder manche Freunde damit angeben. Möchte es manche Produkte unbedingt haben, können sie diese mit ihrem Taschengeld erwerben.

Eine gute Alternative ist, Dinge aus der Minion-Welt gemeinsam selbst zu erschaffen. Das Netz bietet dazu viele Häkelanleitungen, Basteltipps, Zeichenvorlagen, aber auch Rezeptideen. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern schafft auch schöne Erlebnisse, bei denen Eltern mit ihrem Kind über ihre Lieblingsfiguren in den Medien sprechen und diese gemeinsam reflektieren können. Denn Vorbilder in den Medien sind hilfreich, sollten aber nicht die einzigen Bezugspunkte sein oder blind kopiert werden.

Film ab acht Jahren empfohlen

Der Film selbst wird übrigens trotz Altersfreigabe ohne Altersbeschränkung vom Portal Kinderfilmwelt erst ab 8 Jahren empfohlen. In der Beschreibung heißt es: "Am besten passt du von Anfang an gut auf, denn im rasanten Tempo erfährst du gleich zu Beginn alles über die bisherige Lebensgeschichte der Minions. Sie nehmen dich mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte und schließlich landest du in den 1960er Jahren in England. ... Tolle Erfindungen, tiefe Gefühle und temporeiche Verfolgungsjagden halten dich ganz schön auf Trab. Alles in allem ein lohnenswerter Unterhaltungsspaß."

Auch Flimmo, der Programmratgeber für Eltern, empfiehlt den Film erst Grundschulkindern aufgrund der schnellen Schnitte, der rasanten und teils verwirrenden Handlung sowie macher Anspielung: "Mit 'Die Minions' hat Pixar Studios erneut einen Filmhit für die ganze Familie erschaffen. Während er Kindern eine rasante, spannende und zuweilen urkomische Handlung mit den tollpatschigen, aber liebenswerten Minions bietet, können sich die Erwachsenen über historische Anspielungen mit fantastischem Slapstick freuen. Obwohl das Geschehen hin und wieder durch Kämpfe und Waffen geprägt ist, geschieht doch alles mit einem Augenzwinkern und durch Überzeichnung des Gut-Böse-Schemas. ... Mit den 'Minions' werden sich Kinder ab dem Grundschulalter gut amüsieren. Jüngeren Kindern könnte die Handlung hingegen zu rasant und spannend sein, auch werden sie Anspielungen und Überzeichnungen noch nicht verstehen.

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