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Mobile Geräte

Teurer Spaß: App-Kauf ist Elternsache

Immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen Smartphones und Tablets. Dabei können sie auch leicht kostenpflichtige (In-)App-Käufe über den Zugang der Eltern mit hinterlegten Kreditkarten herunterladen. Wir empfehlen Eltern ihre Kreditkartendaten gut zu sichern, Apps immer selbst zu installieren und zu sichten sowie mit Jugendlichen ab 13 Jahren gemeinsam einen eigenen Account einzurichten und für Downloads einen bestimmten Betrag zu vereinbaren.

© Kzenon / Fotolia

Kinder und Jugendliche spielen gern an mobilen Geräten. Viele Spiele lassen sich kostenlos in einem App-Store herunterladen, bieten aber neben einer Basisvariante kostenpflichtige Bonuslevel oder Gegenstände, sogenannte "In-Apps", um den Spielspaß zu steigern. Diese "Freemium-Games", also kostenlose Spielen mit kostenpflichtigen Extras, sind auch bei den Browserspielen sehr verbreitet. Das Risiko dahinter ist vor allem Kindern nicht bewusst. Grundsätzlich ist die Installation von Apps bei Kindern bis 13 Jahren Aufgabe der Eltern. App-Shops sind für sie generell ungeeignet, da sie Angebote noch nicht selbst selektieren können.

Installation von Apps einschränken

Wichtig ist, dass Eltern gemeinsam mit ihrem Kind passende Inhalte auswählen und sich Zeit nehmen, um diese auszuprobieren, die Sicherheitseinstellungen am mobilen Gerät aktivieren, den Zugang zum eigenen Konto im App-Shop sperren sowie Jugendschutz-Apps nutzen. Vor der Installation und bei jedem Update ist auch darauf zu achten, dass die App nicht zu viele Zugriffsrechte verlangt. Hat ihr Kind ohne ihr Wissen eine App gekauft oder ein Abo abgeschlossen, können Eltern dies direkt bei Apple oder im Play Store beim Entwickler widerrufen oder sich an die Verbraucherzentrale wenden.

Festen Betrag vereinbaren

Bei Jugendlichen ab 13 Jahren, die schon ausreichend Erfahrung mit mobilen Geräten haben, können Eltern mit ihrem Kind einen eigenen Account einrichten und dabei genau die Nutzungsbedingungen der App-Shops durchgehen sowie auf Risiken hinweisen. Dann empfiehlt es sich, einen festen monatlichen Betrag für Downloads zu vereinbaren, den sie von ihrem Taschengeld bezahlen und sich zunehmend selbstständig einteilen können. Natürlich ist auch hier ratsam, sich die App zeigen zu lassen, um zu entscheiden, ob die Inhalte dem Reifegrad des Kindes entsprechen.

Technischer Schutz und aktive Erziehung

Bei iOS von Apple können Eltern unter "Einstellungen" eine "Code-Sperre" einrichten und unter "Einschränkungen" den Punkt "App-Installation" abwählen, damit Kinder nicht mehr selbstständig Apps installieren können. So können Eltern auch sogenannte "In-App-Käufe" wie Spielgegenstände und -erweiterungen innerhalb einer Anwendung sperren. Wichtig ist, unter "Kennwort erforderlich" den Punkt "Sofort" auszuwählen, da der Sperrcode sonst immer erst 15 Minuten nach der letzten Installation benötigt wird.

Bei Android haben Eltern über die "Perfect App Lock" die Möglichkeit, Dienste individuell zu blockieren, um einzelne Applikationen freizuschalten oder zu blockieren. Bei Google Play können sie in den Einstellungen einen Code für die Installation von Apps einstellen. Alternativ können sie über den Menüpunkt "Filter für Inhalte" festlegen, welche Anwendungen und Spiele ihr Kind installieren darf. Bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen dazu erhalten Eltern im Bereich "Mobile Geräte".

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Eltern in der neuen Broschüre "Mobile Geräte" zum Herunterladen und Bestellen. Wie wichtig der Schutz von Online-Konten vor Kindern ist, zeigt auch unser Film „Mamas Passwort“ . Geeignete kostenlose Software finden Eltern auf www.klicksafe.de. Weitere Informationen bietet auch die Initiative "Handysektor". Die Bundesverbraucherzentrale hat eine Untersuchung zu Kinder-Apps veröffentlicht.

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