Facebook einfach erklärt: Das sind die Grundlagen

Liken, Chatten, Storys teilen – Facebooks Funktionen ändern sich immer wieder. Damit Eltern ihre Kinder bei der Nutzung unterstützen können, müssen sie das Soziale Netzwerk sicher beherrschen. Hier haben wir alle Grundlagen auf einen Blick zusammengefasst. Was sind die wichtigsten Funktionen? Ist Facebook überhaupt noch Trend bei jungen Nutzern? Wie nutzen Kinder Facebook?

Einfach erklärt: Facebook
Montage: SCHAU HIN!

Nutzer

Facebook wurde am 4. Februar 2004 gegründet. Mittlerweile hat das Soziale Netzwerk weltweit rund 2,2 Milliarden aktive Nutzer, die sich mindestens monatlich auf Facebook einloggen. Rund 1,4 Milliarden Menschen sind täglich auf Facebook aktiv. In Deutschland gibt es 31 Millionen aktive Nutzer.

Kinder und Jugendliche

23 Prozent der in der KIM-Studie 2016 befragten Kinder zwischen sechs und 13 Jahren haben bereits Erfahrungen mit Facebook gemacht. Obwohl das Netzwerk laut der eigenen AGB erst ab 13 Jahren erlaubt ist. Für Kinder unter zehn Jahren ist Facebook laut Studie kaum interessant (6-7 Jahre: 8%; 8-9 Jahre 9%). Danach nimmt die Relevanz zu (10-11 Jahre: 24 %). Unter den Zwölf- bis 13-Jährigen nutzt die Hälfte das Soziale Netzwerk. Die Tendenz gegenüber früheren Befragungen ist jedoch sinkend. Nutzten 2014 noch insgesamt 27 Prozent der Studienteilnehmer Facebook, waren es 2016 nur noch 23 Prozent.

Laut KIM-Studie 2016 zählt zu den häufigsten regelmäßigen Anwendungen auf Facebook das Verschicken von Nachrichten an andere Nutzer (73%). Gut die Hälfte der Befragten postet mindestens einmal in der Woche auf die eigene Timeline, etwas weniger (56 %) schreibt Facebook-Freunden regelmäßig auf die Pinnwand. 55 Prozent der aktiven Facebooknutzer schauen Videos, die im Feed angezeigt werden, 41 Prozent stellen Fotos oder Videos ein. Ein gutes Drittel der Kinder und Jugendlichen suchen im Sozialen Netzwerk nach neuen Leuten oder Bekannten, ebenso viele spielen Games auf Facebook.

Die Geschlechter unterscheiden sich aktuell am deutlichsten, wenn es um Onlinespiele geht: Während 41 Prozent der Jungen gerne spielen, ist das nur für 25 Prozent der Mädchen interessant. Auch Videos sehen mit 61 Prozent mehr Jungen als Mädchen (55 %). Das Posten von eigenen Bildern und Videos ist hingegen bei Mädchen verbreiteter als bei Jungen (45% bzw. 36%).

Funktionen

Profil

Jeder Benutzer von Facebook verfügt über eine Profilseite, auf der er sich vorstellen sowie Fotos und Videos hochladen kann. Auf der Pinnwand des Profils können Besucher öffentlich sichtbare Nachrichten hinterlassen oder Kommentare zu eigenen Beiträgen des Profil-Inhabers veröffentlichen.

Chronik

In der Chronik wird das gesamte Online-Leben eines Nutzers auf einem Zeitstrahl dargestellt, d.h. alle bisherigen Einträge, Fotos und Meldungen von Anwendungen werden chronologisch geordnet und sind auf einen Blick sichtbar.
Nutzer haben die Möglichkeit, direkt auf ihrer Chronik Statusmeldungen, Fotos, Videos, ihren aktuellen Aufenthaltsort oder Lebensereignisse zu posten. Bei jedem Statusbeitrag in der Chronik können Personen markiert oder ein genaues Datum angegeben sowie ein Ort hinzugefügt werden. Außerdem kann das Publikum, das den neuen Beitrag sehen können soll, ausgewählt werden. Die Einstellung, die an dieser Stelle getroffen wird, wird als Voreinstellung für den nächsten Post übernommen. Deshalb sollte diese Einstellung jedes Mal überprüft werden.
Seit Einführung der Chronik kann ein Facebook-Nutzer sogenannte „Lebensereignisse“ posten. Es gibt fünf verschiedene Kategorien von Lebensereignissen, die mit kleinen Symbolen dargestellt werden. Klickt man im Dialogfeld für Statusmeldungen auf „Lebensereignis“, öffnet sich eine Registerkarte mit den verschiedenen Kategorien und dazugehörigen Ereignis-Vorschlägen. Der Nutzer kann einen dieser Vorschläge oder „Anderes Lebensereignis“ auswählen und weitere Informationen dazu ausfüllen. Das „fertige“ Lebensereignis erscheint dann chronologisch eingeordnet in der persönlichen Chronik.

Timeline

In der Timeline werden die Beiträge von mit „Gefällt mir“ markierten Seiten und Freunden angezeigt. Die Anzeige ist hier nicht chronologisch, sondern von einem Algorithmus gesteuert. Die Änderungen dieses Algorithmus setzen besonders Seitenbetreiber unter Druck, da viele Posts nicht mehr im Feed erscheinen. Kommentare unter Beiträgen in der Timeline sind meist für viele Nutzer sichtbar. Ist der kommentierte Post öffentlich, kann auch der Kommentar von allen gesehen werden – wie auch die Reaktionen per Like oder Emoji.

Like-Button

Berühmt wurde Facebook für seinen Like- bzw. Gefällt mir-Button, mit dem Nutzer mit nur einem Klick äußern können, wenn sie etwas befürworten. Mit den Emojis "Love", "Haha", "Wow", "Traurig" und "Wütend" haben Nutzer seit Februar 2016 mehr Möglichkeiten, auf Beiträge zu reagieren und Facebook damit spezifischere Informationen zu geben. Alternativ zu öffentlichen Nachrichten können sich Benutzer persönliche Nachrichten schicken oder chatten.

Freundeslisten

Um sich mit anderen zu vernetzen, muss man Nutzern Freundschaftsanfragen stellen. Diese Anfrage kann man bestätigen, ignorieren oder ablehnen. Hierüber wird der Antragsteller nicht informiert. „Befreundet“ zu sein bedeutet im Rahmen von Facebook, sich gegenseitig Einblick in die eigene Chronik zu gewähren sowie Informationen tauschen oder gemeinsam „Apps“ nutzen zu können.
Zur Kategorisierung der Freunde kann man Listen erstellen, um mit diesen bestimmte Inhalte zu teilen.
Man sieht sogar rechts im Rand, wer von seinen Freunden seit wann aktiv auf Facebook ist, was unter Datenschützern extrem umstritten ist, zumal man diese Funktion nicht ausstellen kann.

Seiten

Facebook bietet nicht nur Profile für Privatpersonen an, sondern auch sogenannte Seiten für Künstler, bekannte Personen, Unternehmen und Marken. Folgende Seitenkategorien werden unterschieden: lokales Unternehmen oder Ort; Unternehmen, Organisation oder Institution; Marke oder Produkt; Künstler, Band oder öffentliche Person; Unterhaltung; guter Zweck oder Gemeinschaft. Diese Seiten kann man liken und bekommt deren Beiträge in der Timeline angezeigt.

Chat

Über die integrierte Chat-Funktion kann man persönliche Nachrichten schreiben oder in einer Gruppe mit mehreren Kontakten chatten. Hierzu bietet Facebook auch eine Reihe von Emojis an. Kritisch an der Chatfunktion ist, dass für jeden aus der Freundesliste sichtbar ist, wann ein Nutzer das letzte Mal online war. Nachrichten von Fremden werden zunächst als Nachrichtenanfrage gespeichert. Erst nach einer Bestätigung werden sie bei den regulären Chats angezeigt.

Messenger

Unter der Bezeichnung Facebook Messenger existiert eine Anwendung für Text- und Audio-Kommunikation für die Betriebssysteme iOS und Android. Er ist mit Facebooks Web-Chat-Funktion integriert.