Kreativmodus für Fortnite: Was Eltern wissen müssen

Im „Fortnite: Kreativmodus“ steht das Bauen im Mittelpunkt, gekämpft werden muss hier nicht. Ist das Game so für junge SpielerInnen geeignet? SCHAU HIN! erklärt, was es mit dem Fortnite-Modus auf sich hat.

ExplorerBob/pixabay.com

„Fortnite: Battle Royale“ war der Spieletrend 2018. Im Onlinegame geht es darum, sich gegen 99 andere NutzerInnen zu bewähren und als Letzte/r auf einer unbewohnten Insel zu überleben. Dazu müssen Ressourcen gesammelt, GegnerInnen bekämpft und abgewehrt werden. Besonders fortgeschrittene SpielerInnen nutzen den vorhandenen Bau-Modus, um sich hinter Schutzwällen oder in teils riesigen Burgen besser zu verteidigen. Dabei stehen sie jedoch unter Druck, da die Spielzeit begrenzt ist und sie von anderen angegriffen werden. Nach dem Ende einer Spielrunde werden keine Fortschritte gespeichert und die errichteten Bauwerke sind verloren.

Das ist der Fortnite Kreativmodus

Mit dem im Dezember 2018 veröffentlichten Kreativmodus gibt der Hersteller Epic Games dem beliebten Bau-Feature mehr Raum und schafft den zahlreichen Fortnite-SpielerInnen ganz neue Möglichkeiten. Ihnen stehen eigene Inseln zur Verfügung, auf denen sie ohne Zeitdruck agieren können. In einem erweiterten Bau-Menü finden sie nicht nur Materialien und Bauteile, sondern auch vorgefertigte Gebäude. Diese können nach Belieben zu eigenen Bauwerken und ganzen Städten kombiniert werden. So kann die Insel kreativ gestaltet und individuelle Landschaften erschaffen werden. Diese selbst erbaute Umgebung können die SpielerInnen alleine oder mit FreundInnen erkunden und erweitern. Der Spielstand wird nach dem Beenden gespeichert.

Das können Eltern beachten

  • Spannung:
    Der Kreativmodus von Fortnite bietet den SpielerInnen eine deutlich entspanntere Spielatmosphäre, als der bekannte Modus „Battle Royale“. Da es nicht darum geht, gegen eine Vielzahl von GegnerInnen zu bestehen, ist die Spannung gering. Während bei Battle Royale zusätzlich ein Wirbelsturm die Spielkarte immer weiter verkleinert und den Aktionsradius einschränkt, steht im Kreativmodus eine ganze Karte zeitlich unbegrenzt zur Verfügung.
  • Gewalt:
    Das Schießen steht im Kreativmodus nicht im Vordergrund, wenn die SpielerInnen alleine oder mit FreundInnen gemeinsam Bauwerke gestalten. Kämpfe sind dennoch möglich, wenn zusammen auf einer Insel gespielt wird. Der Spielverlauf kann also stark von den NutzerInnen beeinflusst werden.
  • Nutzung:
    Der Wechsel zwischen den verschiedenen Fortnite-Spielmodi ist problemlos möglich. Daher ist es wichtig, dass Eltern besonders jüngere Kinder auch den Kreativmodus nicht unbeaufsichtigt spielen lassen. Sie könnten leicht in den Battle Royale-Modus wechseln, der vom Spieleratgeber NRW in einer pädagogischen Beurteilung erst ab 14 Jahren empfohlen wird.