Gute Vorsätze - auch beim Medienkonsum

Gute Vorsätze fürs neue Jahr können auch ein Anlass sein, die eigene Mediennutzung zu überdenken. SCHAU HIN! empfiehlt Familien, gemeinsam medienfreie Zeiten zu vereinbaren – und zu testen, wie es sich anfühlt, wenn die Geräte ausgeschaltet bleiben.

Eine Familie sitzt am Tisch, die Kinder spielen Karten, links im Bild sitzt ein Hund, der Vater hat seinen Arm auf seine Knie gestützt und lacht
Rhone/Unsplash

Es kann schön sein, mal nicht erreichbar zu sein und von unserem schnelllebigen Alltag und der Fülle an Informationen etwas Abstand zu nehmen. Der Beginn des neuen Jahres kann ein guter Moment sein, um darüber nachzudenken welche Medien wir wie häufig nutzen und ob wir es auch für eine gewisse Zeit ohne Medien aushalten, am besten gemeinsam in der Familie.

Medienfasten testen

Beim Medienfasten legen alle gemeinsam fest, welche Geräte an welchen Tagen und zu welchen Zeiten Pause haben. Die Regeln sollten klar sein, damit alle wissen, worauf sie sich einlassen. Man kann auch vereinbaren, ein Tagebuch zu führen, um die Eindrücke festzuhalten und anschließend zu besprechen. So wird daraus ein gemeinsames Erlebnis für die ganze Familie. Eine Auszeit verschafft Kindern die Ruhe, Zeit und Aufmerksamkeit, eigene Fähigkeiten auszuprobieren und Interessen wiederzuentdecken, für die man sich früher mehr Zeit genommen hat und die möglicherweise zu kurz gekommen sind.

Medienzeiten regeln

Generell empfiehlt SCHAU HIN!, mit den Kindern klare Regeln bei den Medienzeiten zu vereinbaren. Als Orientierung gilt: Jüngere Kinder bis fünf Jahre sollten nicht länger als eine halbe Stunde, ältere Kinder bis neun Jahre bis zu einer Stunde täglich vor dem Bildschirm verbringen - ob TV, Games oder Internet - bei Kindern ab zehn Jahren können Eltern auch ein Zeitkontingent pro Woche bis zu neun Stunden vereinbaren, das sie sich selbstständig einteilen.
Eine weitere Faustregel besagt: Pro Lebensjahr 10 Minuten Medienzeit pro Tag oder 1 Stunde pro Woche sind genug. Ein Mediennutzungsvertrag kann dabei helfen, die Regeln gemeinsam festzulegen.

Vorbild sein

Gerade für jüngere Kinder ist es wichtig, wenn ihnen die Eltern als Vorbilder einen bewussten Umgang mit Medien vorleben. Dazu zählt etwa, nicht ständig per Handy erreichbar zu sein und dieses bei Gesprächen, während des Essens, beim Spielplatzbesuch oder bei der Autofahrt auszuschalten. Vor allem können Eltern zeigen, dass sie sich den Alltag nicht von Medien bestimmen lassen: Dazu gehört, berufliche Telefonate und Mails nicht während der Freizeit zu beantworten, gerade während man aktiv Zeit mit dem Kind verbringt, und kein Eintakten der Freizeit nach dem Fernsehprogramm.