Kreativ mit Medien – so fördern Eltern ihre Kinder

Die Beschäftigung mit Medien bietet Kindern viele Möglichkeiten, kreativ zu sein, Talente zu entdecken und zu entfalten sowie Kompetenzen zu fördern. Am besten fördern Eltern dies mit interaktiven, altersgerechten Medieninhalten bzw. passende Ideen rund um die Medienwelt. Dabei kann man gut Medienerlebnisse reflektieren und Medienkompetenz fördern.

Ein blondes kleines Kind mit weißem Shirt hält alte analoge Kamera vor sein Gesicht
Diego Duarte Cereceda/Unsplash

Beschäftigen sich Kinder kreativ, interaktiv und selbstständig mit Medien, fördert dies je nachdem Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Hören, verfeinert die Motorik und fördert die Medienkompetenz, technisch, aber auch kognitiv. Kinder werden vom Konsumenten zum Produzenten, erleben sich als aktiver Teil der Medienwelt, die sie mitgestalten können. Dazu gehört es, 

  • Medieninhalte zu nutzen und dabei Gestaltungsmerkmale zu identifizieren, Informationen auszuwerten und Interaktionen zu koordinieren,
  • Medieninhalte nach- und weiterzuerzählen, -zusingen und -zuspielen,
  • Medieninhalte analog oder digital zu erstellen, also durch Singen, Malen, Zeichnen und Basteln oder die Produktion von Musik-, Bilder-, Film-, Präsentations- und Text-Dateien bis hin zum Programmieren eines Spiels, einer Website oder einer App.

Kidsville - die Mitmachstadt für Kinder

Bei Kidsville können Kinder eigene Texte, Geschichten oder Gedichte veröffentlichen, mit anderen Kindern in Kontakt treten, sich informieren oder einen Online-Schreibkurs besuchen. Ein "Schreib-Kick-Automat" liefert per Knopfdruck zahlreiche Anfangssätze, Schreibspiele und Schlagworte. Das Atelier bietet neben dem Schreibspaß auch viele Mal- und Bastelvorlagen.

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Kidsville ist für Kinder von 6 bis 14 Jahren geeignet.

Zzzebra - das Web-Magazin

Zzzebra bietet Kindern mit Bastelanleitungen, Denk- und Sprachspielen und Experimenten viele Anregungen.

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ZZEbra ist geeignet für Kinder ab 6 Jahren.

Die Website für kleine Forscher

Um zu kleinen Entdeckern und Forscherinnen zu werden, können sich Kinder in den Forschergarten begeben. Dort lassen sich erste eigene Natur- und Umweltexperimente, wie zum Beispiel das Reinigen von dreckigem Wasser, durchführen.

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Kleine Forscher ist geeignet für Kinder im Grundschulalter.

Kreative Mediennutzung fördert Medienkompetenz

Je aktiver und interaktiver Kinder Medien nutzen, desto höher ist tendenziell der Mehrwert der Medienerfahrung und das Potenzial die eigene Medienkompetenz vielfältig zu fördern. Daher empfiehlt SCHAU HIN! Eltern, ihrem Kind interaktive Medienangebote abzubieten, die Medienwelt möglichst kreativ erfahrbar zu machen und gemeinsam zu reflektieren. Denn erst der kompetente Umgang mit den eigenen Sinnen ermöglicht eine selbstbestimmte Mediennutzung.

Tipps zur kreativen Mediennutzung

Kreativität fördern

Mit kreativer Mediennutzung fördern Sie die Fantasie Ihres Kindes. Medien bieten schöne Anlässe zum gemeinsamen Nachspielen und Weiterspinnen. Das stärkt die Identifikation, erleichtert das Einfühlen, schafft gemeinsame Erlebnisse und macht einfach Spaß. Am besten regen Eltern ihre Kinder an, Medien als kreatives Werkzeug zu gebrauchen, z.B. die Digitalkamera, das Handy, den Computer. Selbst kleine Kinder haben Spaß daran, mit Bildern zu experimentieren, z.B. mit unterschiedlichen Perspektiven usw.

Mit kleineren Kindern kann man einmal selbst „Radio“ oder „TV“ spielen, indem man eine eigene Sendung produziert und aufzeichnet. Ein Smartphone bietet jede Menge Möglichkeiten mit Foto-, Film- und Audiofunktionen kreativ zu sein. Alternativ zu Konsumprodukten kann man zudem ergänzende Gadgets bastelt, wie Lautsprecher, Mikroskop, Projektor, Loch- oder Schwarzlichtkamera, VR-Brille sowie Hüllen und Halter.

Über Inhalte sprechen

Kinder und Jugendliche brauchen Testgelände, in denen sie sich ohne Druck erproben können; in denen sie im Austausch mit anderen ausprobieren können, wer und wie sie sind und sein wollen. Medien liefern Themen und Darstellungsformen, die Kinder in ihrer jeweiligen Entwicklung weiterbringen, für das Spiel mit Rollen und Vorbildern können Medien als Fundgrube oder „Baustellen“ dienen.

Zugleich müssen Kinder lernen, dass durch Medien auch problematische Normen und Leitbilder vermittelt werden. Eine kreative, aktive Auseinandersetzung mit medialen Produkten kann Reflexion anregen und Problembewusstsein schaffen. Reden Sie mit Ihrem Kind über seine Lieblingsmedien und liebsten Beschäftigungen mit Medien. Dabei können Sie auch über ungeeignete Inhalte oder Datenschutz sowie Sicherheitsmaßnahmen beim Teilen persönlicher Inhalte sprechen. 

Auf Urheberrechte achten

Bei der Nutzung und Bearbeitung medialer Inhalte sind die Rechte der Urheber zu achten. Eltern können ihrem Kind dazu erklären, dass auch die meisten Inhalte im Netz jemandem gehören und man dieses daher nicht einfach ohne dessen Erlaubnis nutzen darf. Zu empfehlen sind Dateien mit einer Creative Commons-Lizenz. Hierbei räumen Urheber Nutzern unter bestimmten Bedingungen die Verwendung ein, etwa zur privaten, nicht-kommerziellen Nutzung.

Über Medienprojekte informieren

Es gibt viele interaktive und kreative Medienprojekte – vor Ort und online, etwa bei den Landesmedienanstalten. Auch Führungen oder Tage der offenen Tür bei Medienunternehmen können als Blick hinter die Kulissen inspirieren, etwa dazu, auch einmal selbst Zeitung, Radio oder TV-Sender zu spielen. 

Es gibt viele interaktive und kreative Medienprojekte – online und vor Ort. Einen Überblick zu Projekten der Landesmedienanstalten finden Eltern auf die-medienanstalten.de. Zudem gibt es eine Vielzahl kreativer Wettbewerbe für Kinder, wie der Deutsche Multimediapreis oder der Deutsche Jugendfilmpreis, wo Kinder und Jugendliche Beiträge einreichen können.

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