Simulationen und Strategiespiele: Eintauchen in andere Welten

Den eigenen Vergnügungspark aufbauen, ein Fußballteam managen oder ganze Städte errichten. In Strategie- und Simulationsspielen sind der Fantasie meist keine Grenzen gesetzt. Geschwindigkeit und Nervenkitzel finden SpielerInnen zum Beispiel bei Flugsimulatoren, bei denen die Echtheit im Vordergrund steht. Bei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Altersklassen können Kinder und Jugendliche sich in themenbezogenen Bereichen austoben und dabei schon mal die Zeit vergessen. SCHAU HIN! bietet Ihnen einen Überblick über die unterschiedlichen Genres.

Haende halten Playstation Controller
JÉSHOOTS.com/Pexels

Bei Simulationen und Strategiespielen können Kinder ihre Fantasie ausleben und sich spielerisch in strategischem Denken üben. Jedoch ist es auch hier ratsam für Eltern, Medienzeiten festzulegen und mit Kindern über die Inhalte der Spiele zu sprechen und ihnen dabei zu helfen, das Gesehene zu verarbeiten.

Adventure-Games: comichafte Szenarien und knifflige Rätsel

In interaktiven Abenteuern treffen SpielerInnen auf andere Figuren, sammeln Gegenstände ein, kombinieren diese und lösen knifflige Rätsel. Die Umgebung variiert je nach Spiel von comichaften bis hin zu düsteren Szenarien. Letzte dominieren bei einem „Action-Adventure“, das deutlich mehr Kampfszenen enthält. Die klassischen Adventure-Games sind oft um einiges kindgerechter als Shooter-Games oder Action-Adventure-Games. In spielen wie „Monkey Island“ können jüngere SpielerInnen eine eigene Welt erkunden.

Das im Wesentlichen gewaltlose Spielprinzip der klassischen Adventures legt selten eine Altersbeschränkung nahe. Aufgrund ihrer Hintergrundgeschichte und ihrer Komplexität sind jüngere Kinder allerdings nur selten die Zielgruppe. Der Action-Anteil in diesen Spielen führt zu Altersbeschränkungen, die allerdings je nach Realismusgehalt, Handlungsdruck und der sich vermittelnden Spannung unterschiedlich hoch sind. Während die Adventure-Games „Myst“ und „Ankh“ keine Altersbeschränkung haben, ist das bei Jugendlichen besonders beliebte Action-Adventure  „Grand Theft Auto“ aufgrund von Gewaltdarstellungen erst ab 18 Jahren freigegeben.

Management und Rollenspiele: Das Erschaffen eigener Welten

Mit organisatorischem Geschick leiten SpielerInnen ein Unternehmen, einen Fußballverein, eine Stadt oder erschaffen gleich ein ganzes Imperium und verteidigen es gegen Feinde. Multiplayer-Formate erhöhen die Spieldynamik, da die KontrahentInnen ihre Missionen in Echtzeit planen und durchführen. Spiele dieses Genres sind unter dem Jugendschutzaspekt regelmäßig unbedenklich und werden ohne Altersbeschränkung freigegeben. Aufgrund des inhaltlichen Hintergrundes und der Komplexität sind die jüngsten Kinder allerdings nicht die Zielgruppe. Klassische Beispiele sind „Rollercoaster-Tycoon“ (Vergnügungspark aufbauen), „Fußball-Manager“ und "Sim City".

Bei Rollenspielen bewegen SpielerInnen einen Helden oder eine Heldin mit individuellen Fähigkeiten durch eine detailreiche Fantasiewelt, bestehen Abenteuer und entwickeln im Spielverlauf die Fähigkeiten ihrer Figur weiter. Die Online-Variante ermöglicht das gemeinsame Lösen bestimmter Missionen in Teams und wird auch als Massively Multiplayer Online Role Playing Game (MMORPG) bezeichnet. Viele dieser Spiele erhalten eine Freigabe. Es wird dieser Altersgruppe zugetraut, dass sie das Spielgeschehen in der erkennbaren Fiktion durchschauen. Die Spielelemente sind häufig so gestaltet, dass Distanz gegenüber emotionaler Ängstigung oder Übererregung auch Zwölfjährigen ermöglicht wird. Ein berühmtes Beispiel für das Genre ist das Online-Games „World of Warcraft“.

Simulationen & Sportspiele: Geschwindigkeit und Lebensnähe

Fahr- und Flugsimulationen vermitteln Nervenkitzel durch hohe Geschwindigkeiten und erfordern Geschicklichkeit bei verschiedenen Parcours. Auch Sportspiele machen einzelne Sportarten direkt erlebbar, ob Fußball oder Formel 1. Während zivile Simulationen meist unbedenklich sind, erhalten militärische Simulationen oft eine Freigabe ab zwölf oder 16 Jahre. Sportspiele werden meist ohne Altersbeschränkung freigegeben. Ausnahmen von der Regel stellen Spielumsetzungen von Kampfsportarten dar.

Der „Microsoft Flugsimulator“ erlaubt es, SpielerInnen in abzuheben, Beim beliebten Fußball-Simulationsspiel „FIFA“ steuert die Spielerin oder der Spieler eine ganze Mannschaft auf dem Spielfeld. Bei der bekannten Lebenssimulation „Die Sims“ können SpielerInnen sich eigene Figuren und Familien erstellen und deren ganzes Leben steuern und begleiten, von Wohneinrichtung bis Liebesleben.

Strategiespiele: Digitales Schach

Ziel des Genres ist es, sich gegen andere mit einer überlegenen Strategie durchzusetzen. Vorbilder hierfür sind Brettspiele wie Schach oder Risiko. Wie auch bei Management-Spielen beinhalten die Spiele die Komponente des Aufbaus eines funktionierenden Wirtschaftssystems, der Wettstreit wird jedoch letztendlich kriegerisch entschieden. Die Spielerin oder der Spieler lenkt die Geschicke einer Nation durch strategisches Denken, Planen weiterer Spielzüge und Einstellen auf die Taktik der GegenspielerInnen.

Die Altersfreigaben variieren nach Ziel- und Aufgabenstellung sowie ihrer grafischen Umsetzung. Militärische Strategiespiele werden für Spieler ab zwölf Jahre und für höhere Altersstufen freigegeben. Ausnahmen bilden Spiele im Comic-Look oder anders stark stilisierte Umsetzungen. Klassische Beispiele für Strategiespiele sind „Age of Empires“ und „Civilization“ und „Anno“.

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