Snapchat einfach erklärt

Snapchat hat sich immer mehr zu einer ausgereiften Foto- und Messenger-App entwickelt und macht WhatsApp, Facebook und Instagram Konkurrenz. Laut JIM-Studie 2016 nutzt fast die Hälfte der befragten Jugendlichen Snapchat mindestens mehrmals pro Woche.

Einfach erklärt: Snapchat
Montage: SCHAU HIN!

Die App Snapchat wird bei Kindern und Jugendlichen immer beliebter. Mit ihr lassen sich Bilder und Clips einfach bearbeiten und versenden, die wieder verschwinden können. Mittlerweile hat die App aber ihre Funktionen erheblich erweitert und verändert. Es ist daher wichtig, dass Eltern diese Funktionen kennen, mit ihrem Kind über damit verbundene Risiken sprechen und gemeinsame Regeln vereinbaren.

Funktionen

Snappen

NutzerInnen können Fotos und Videos („Snaps“) mit Filtern, Text und Emojis versehen, herunterladen und auf anderen Netzwerken wie Instagram oder Facebook teilen. In der App verschwinden diese Snaps - je nach Einstellung - innerhalb von bis zu zehn Sekunden. Werden Bilder zum "Story" genannten Profil hinzugefügt sind sie bis zu 24 Stunden sichtbar.

Chatten

NutzerInnen können einander direkt anrufen, kurze Video-Botschaften, Nachrichten, Fotos und Sticker schicken. Auch Gruppenchats mit bis zu 16 TeilnehmerInnen sind möglich. Snapchat wird dadurch zum Messenger, wohl auch um WhatsApp und dem Chat-Dienst von Facebook Konkurrenz zu machen.

Mit Freundschafts-Emojis bewertet Snapchat den Austausch zwischen zwei NutzerInnen. Besonders das Flammensymbol (oder: Snapstreak) weckt den spielerischen Ehrgeiz der NutzerInnen: Es bedeutet, dass zwei FreundInnen mindestens drei Tage am Stück jeweils innerhalb von 24 Stunden Snaps ausgetauscht haben; die Zahl neben der Flamme dokumentiert die Anzahl der Tage mit regelmäßigem Kontakt.

Erinnern

Mit der Funktion Memories kann man Aufnahmen abspeichern, neu zusammenstellen und auch Geofilter nachträglich hinzufügen. Damit hat sich das Format der App fundamental gewandelt: von einer App für spontane Bilder hin zu einer Anwendung mit der man Bilder aufwändig bearbeiten kann.

Lokalisieren

Snap Map ermöglicht den Snapchat-NutzerInnen, den aktuellen Standort ihrer Kontakte auf einer Karte zu sehen und den eigenen zu teilen. Die eigene Sichtbarkeit kann in drei Stufen eingestellt werden: Es kann gewählt werden zwischen allen oder ausgewählten FreundInnen und dem Geistmodus. Wenn dieser aktiviert ist, wird der eigene Standort nicht geteilt – die Standorte seiner Kontakte sieht der Nutzer oder die Nutzerin trotzdem. Wie lange man sich im Geistmodus befindet, kann ebenfalls ausgewählt werden: Entweder drei Stunden, 24 Stunden oder bis zur Deaktivierung.

Auf einer Umgebungskarte sind die FreundInnen als Avatare an ihrer letzten gemeldeten Position zu sehen. Der/die NutzerIn sieht auch, wann die Snap Map den Standort erfasst hat. Denn der Standort aktualisiert sich solange, wie die App geöffnet ist. Wird Snapchat geschlossen, erscheint eine Zeitangabe mit der seitdem vergangenen Zeit. Dem/der NutzerIn muss bewusst sein, dass sein Standort bei jedem erneuten Öffnen der App auf der Karte erscheint, ob er/sie sie selbst nutzt oder nicht.

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