Sprungbrett ins Netz: So suchen Kinder sicher

Das Internet bietet unendlich viele Informationen. Doch wo finden Eltern altersgerechte Angebote für ihr Kind? SCHAU HIN! zeigt, wie Kinder sicher im Internet stöbern, welche Suchmaschinen und Seiten bis zehn Jahre geeignet sind und worauf ältere Kinder beim Surfen am besten achten.

Ein Kind mit einer gelben Jacke springt in eine Pfütze.
Neonbrand/Unsplash

Schnell mal etwas für die Hausaufgaben recherchieren, herausfinden, wo der größte Berg der Erde steht oder was "Eichhörnchen" auf Englisch heißt: All das geht leicht über das Internet. Egal, was man eingibt – es öffnen sich immer neue Seiten und man kann sich den lieben langen Tag durch die ganze Welt klicken. Diese schier unerschöpflich sprudelnde Quelle müssen Kinder erst zu nutzen lernen, damit sie von den Informationsfluten nicht überschwemmt werden und sicher zu den Antworten auf ihre Fragen kommen. Gerade die jüngsten InternetnutzerInnen können Risiken und Gefahren noch nicht so gut erkennen und wissen oft nicht, worauf sie achten sollen. Deshalb gibt es für Kinder geschützte Räume, in denen sie spielen, ausprobieren, erkunden und lernen können. Suchmaschinen für Kinder sorgen dafür, dass Mädchen und Jungen nur geeignete Treffer erhalten. Kindersuchmaschinen durchsuchen das Web nicht automatisch, sondern mithilfe eines Webkatalogs, der redaktionell geprüft und betreut wird.

Gerade anfangs brauchen Kinder noch Unterstützung bei der Recherche. Eltern suchen deshalb am besten zusammen mit ihrem Kind im Internet. Dann sehen sie, wie der Nachwuchs dabei vorgeht und wo sie helfen können – etwa beim Anlegen von Favoriten oder Lesezeichen. Angebote wie "Internet ABC" oder "Internauten" helfen ihm dabei, zum Beispiel indem es einen "Surfschein" macht.

Such-Tipps für Eltern

Was gibt es bei der Suche zu beachten, um möglichst auch genau die Information zu bekommen, die Kinder suchen? Wir haben fünf Tipps zusammengestellt, was Eltern ihren Kindern empfehlen können:

  • Einfache und eindeutige Suchbegriffe wählen
  • Richtige Schreibweise beachten
  • Statt mit ganzen Sätzen sucht es sich besser mit wenigen Hauptwörtern
  • Überschrift und Textausschnitt geben erste Aussicht auf den Inhalt
  • Der erste Treffer ist nicht immer der beste. 
Weitere Seiten anklicken, um Informationen zu vergleichen.

Bis zehn Jahre: Kindersuchmaschinen

Kinder bis etwa zehn Jahren brauchen verständliche Informationen und geeignete Inhalte. Sucht ein Kind auf Suchmaschinen wie Google, Bing & Co. Informationen etwa zu Afrika, bekommt es auf einen Schlag eine Vielzahl an Treffern. Das kann das Kind überfordern und auch mit ungeeigneten Inhalten konfrontieren, wie etwa Fotos von Kriegen oder Katastrophen. ExpertInnen empfehlen daher Kindersuchmaschinen wie "Blinde Kuh", "fragFINN" und "Helles Köpfchen". Diese leiten Kinder zu pädagogisch geprüften Angeboten weiter, die altersgerechte und verständliche Informationen enthalten.

Schnell fündig wird der Nachwuchs auch auf altersgerechten Wissensseiten. Hier gibt es meist aktuelle Nachrichten, interessante Themen, aber zur Abwechslung auch Spiel und Spaß. Diese Angebote können Eltern mit ihren Kindern gemeinsam entdecken und als Favoriten oder Lesezeichen im Browser speichern. Eine weitere Möglichkeit: Die Kinderstartseite "Meine Startseite" einfügen, die individuell angepasst und ganz leicht genutzt werden kann.

Blinde Kuh

Die Topadresse im Netz im Punkt "Suchmaschinen für Kinder" ist "Blinde Kuh". Die Kindersuchmaschine sichtet, sammelt, vernetzt und verlinkt geeignete Seiten für Kinder. Unter dem jeweiligen Suchbegriff werden nur geprüfte Kinderseiten angezeigt. So gelangen Kinder auf keine Seiten, die unangebrachte Inhalte enthalten.

fragFINN

Ebenfalls sicher suchen können Kinder bei fragFINN.de. Außerdem gibt es spannende Surf-Tipps, Videos und News. Die Kindersuchmaschine gibt es auch als kostenlose Browser-App für Smartphone oder Tablet.

Helles Köpfchen

Für ältere Kinder zwischen acht und 16 Jahren eignet sich die Seite "Helles Köpfchen". Hier gibt es Wissen, Nachrichten, eine moderierte Community sowie Spiele und Basteltipps.

Ab zehn Jahre: Suchen für fortgeschrittene SurferInnen

Sind die Kinder schon älter und haben die nötige Surferfahrung gesammelt, können sie auch auf Suchmaschinen für Erwachsene wechseln. Hier lassen sich Filter wie "Google SafeSearch" in den Sucheinstellungen aktivieren. Aber: Kein Filter garantiert einen völligen Schutz vor unerwünschten Seiten. Am besten sprechen Eltern mit ihrem Kind darüber, dass es sich immer an sie wenden kann, wenn es etwas nicht versteht, Unterstützung braucht oder auf Seiten stößt, die es verunsichern.

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