Welches Smartphone eignet sich für mein Kind?

Kinder und Jugendliche sind mit dem neuesten Markengerät nicht gleich richtig ausgestattet. Wichtiger ist, dass es zu ihren Bedürfnissen passt und sie damit gut umgehen können.

Ein kleines Mädchen schaut konzentriert auf ein Smartphone
iStock.com/GOLFX

Der Wunsch nach einem eigenen Smartphone ist bei vielen Kindern groß. Laut Kinder-Medien-Studie 2018 wünschen sich 41 Prozent der vier bis 13-Jährigen ein Smartphone.
Für Kinder und besonders Jugendliche sind Marken und neue Modelle wichtig. Vor allem für den Einstieg sind solche Geräte jedoch nicht geeignet. Beim Kauf der ersten Smartphones für jüngere Kinder sollten für Eltern andere Kriterien wichtig sein.

Sicherheit

Der Sicherheitsaspekt sollte für Eltern immer an erster Stelle stehen. Smartphones bieten viele Möglichkeiten – Kinder können ins Internet, über Messenger chatten, spielen und vieles mehr. Diese Angebote bergen jedoch auch Risiken. Besonders jüngere Kinder müssen beim Einstieg in die Smartphonenutzung davor geschützt werden. Die verschiedenen Modelle und Hersteller bieten dafür unterschiedliche Einstellungen. Auch Jugendschutz-Apps laufen zum Teil nur auf ausgewählten Systemen. Am besten informieren Eltern sich vorab über die Möglichkeiten der Modelle, welche wichtigen Sicherheitseinstellungen auf dem Smartphone direkt vorgenommen werden können und welche Apps für mehr Jugendschutz angeboten werden.

Funktionalität

Kinder wachsen heute mit Medien auf – sie können Smartphones meist schon in sehr jungem Alter bedienen. Doch nur, weil sie Apps und Seiten aufrufen können und Spiele schnell beherrschen, durchschauen sie die gesamte Funktionalität eines Geräts nicht zur Gänze. Ob ein Kind das Smartphone alleine zuverlässig bedienen kann, können Eltern zum Beispiel am eigenen Gerät testen oder eventuell ein älteres Smartphone von Freunden und Bekannten leihen. Einen Überblick über die grundlegenden Daten verschiedener Betriebssysteme bietet die EU-Initiative klicksafe.

Preis

Auch die Kosten eines Smartphones beeinflussen, ob es für ein Kind geeignet ist. Zum einen können Eltern besonders ältere Kinder zum Teil an Anschaffung und Vertragskosten beteiligen. So lernen sie, dass so ein Gerät Geld kostet und auch die Ausgaben wie Telefonieren, Datenvolumen oder In-App-Käufe je nach Vertrag mit Kosten verbunden sein können. Je teurer der Kauf des Smartphones ist, desto höher ist in der Regel der Anteil, den die Eltern übernehmen müssen.

Ein weiterer Aspekt ist die Verantwortung, die einem Kind mit dem Besitz eines so teuren Geräts wie einem Smartphone übertragen wird. Grade jüngere Kinder kann es unter Druck setzen, wenn ihnen immer wieder eingeschärft wird, gut darauf aufzupassen. Geht das Smartphone verloren oder zu Bruch, können die Schuldgefühle das Kind stark belasten.

Besonders für den Einstieg bietet sich ein günstiges, vielleicht gebrauchtes Modell an, dessen Verlust keinen großen Schaden anrichtet.

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