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Was mach‘ ich, wenn …

... ich nicht immer mithören möchte, wenn mein Kind seine Musik, Geschichten oder Lieder hört. Wie schädlich sind Kopfhörer für Kinder?

In jedem Fall lohnt es sich, Testberichte in Fachzeitschriften, von Verbraucherzentralen oder der Stiftung Warentest zu lesen, um sich über die wichtigsten technischen Punkte klar zu werden. Grundsätzlich gilt für Kinderohren: "Keine Stöpsel in die Ohren", sondern Ohrhörer, die das gesamte Ohr umschließen und gute Filterfunktionen haben. Lautstärke immer niedrig einstellen. Aber: am besten Kopfhörernutzung so lange wie möglich vermeiden.

... das Einschlafen für mein Kind nur mit Hörgeschichten funktioniert, ansonsten ist Geschrei?

Gerade jüngere Kinder fühlen sich sicher, wenn es in Ihrem Tagesablauf wiederkehrende Rituale gibt. Eine Einschlafgeschichte hilft ihnen, mit dem Tagesgeschehen abzuschließen, zur Ruhe zu kommen und mit vertrauten "Begleitern" in den Schlaf hinüberzugleiten. Dass ihre Eltern sie in der Nacht "alleine lassen", fällt den Jüngsten oft leichter, wenn sie sich vorstellen, dass die Figuren aus den Geschichten bei ihnen bleiben. Vom Schlafen abhalten sollte das Hörerlebnis in keinem Falle und insgesamt ist ein entspanntes Schlafumfeld hilfreich. Beunruhigen müssen Sie sich also keinesfalls, wenn Ihr Kind die Vorliebe für Einschlafgeschichten hat. Die Art des Rituals zu variieren, indem Sie persönlich vorlesen oder Musik einsetzen, sind einen Versuch wert.

... ich merke, dass es meinem Kind schwerfällt, Hörspielen oder Hörbüchern länger zuzuhören?

Wenn Sie Hörangebote für Kinder auswählen, ist es besonders wichtig, auf eine pädagogische Altersempfehlung zu achten. Die von uns empfohlenen Webseiten helfen Ihnen dabei. Denn wenn ein Hörspiel oder Hörbuch zu komplex ist, nicht ein Lieblingsthema ihres Kindes trifft oder durch Stimmen und Tonbearbeitung Unwohlsein auslöst, kann dies Grund genug sein, warum ihr Kind das Zuhören immer wieder unterbricht. Manchmal sind jüngere Kinder durch die Ereignisse und Aktivitäten in der Kita oder Schule aber auch zu aufgedreht. Zur Ruhe kommen sie dann besser bei einer Entspannungsmusik - oder auch indem sie Energie abbauen und sich körperlich bewegen. Ob Ihr Kind grundsätzlich Konzentrationsschwächen oder eine Hörbeeinträchtigung hat, können Sie nur durch genaues Beobachten und mithilfe von Experten herausfinden.

... Geschwisterkinder gemeinsam etwas hören wollen?

Dass Geschwisterkinder gemeinsam Hörangebote nutzen wollen, ist eine tolle Sache. Wie gemütlich kann es sein, aneinander gekuschelt den Abenteuern zu lauschen. Wenn's spannend wird, fühlt man sich geborgen und gemeinsames Lachen oder Singen macht doppelt Spaß. Bei der Auswahl ist es jedoch wichtig, die Jüngeren nicht zu überfordern. Komplizierte Sprache oder Sachzusammenhänge, eine Geschichte mit vielen Personen oder erzählt mit Rückblicken, können sich Kinder erst ab dem Schulalter erschließen. Wenn sie sich bei der Auswahl eher am jüngsten Kind orientieren, kann es auch für die älteren spannend sein. Zumindest, wenn sie sich mit Freude an das erinnern, was sie gehört haben, als sie "klein" waren. Jetzt hören sie das Gleiche mitunter ganz anders oder aber freuen sich über ein vertrautes Hörerlebnis.

... mein Kind Dinge aus Radio oder Fernsehen aufschnappt, für die es noch zu jung ist?

Das kann in der Tat leicht passieren, etwa wenn ihr Kind unbemerkt im Auto mithört oder in der Nacht plötzlich wach wird und Stimmen vom Sonntagskrimi oder einem anderen Film für Erwachsene aufschnappt. Eltern kennen ihre Kinder am besten. Beobachten Sie Ihr Kind genau, ob es sich auffällig von Hörerlebnissen zurückzieht. Fragen Sie in jedem Falle nach, ob es einen Anlass oder Grund dafür gibt, damit sie ihr Kind bei der Verarbeitung des Gehörten gut unterstützen können. Wenn Eltern sich vor dem Hören immer die Frage stellen: "Ist das, was wir uns anhören, für Kinderohren bestimmt?" und bei Bedarf den "Aus"-Knopf nutzen, ist das ein sicherer Weg.

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