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Was mach‘ ich, wenn …

... ich nicht sicher bin, ob eigentlich grundsätzlich das Herunterladen von Musik aus dem Netz für mein Kind verboten ist? Gibt es auch legale Wege?

Grundsätzlich fallen Musikwerke unter das Urheberrecht. Das heißt im Klartext: Erwachsene und Kinder dürfen weder das ganze Werk, noch Teile davon besitzen oder weiter verbreiten und aufführen. Das ist ein Schutz für die Künstler, die mit der Musik ihren Lebensunterhalt verdienen. Jede Nutzung durch Dritte muss vom Künstler ausdrücklich erlaubt sein bzw. bezahlt werden.

Es gibt mittlerweile aber auch viele Künstler, die Ihre Musik kostenlos im Netz bereitstellen. Erkennen können Sie das an diesem Zeichen "CC" ("Creative Commons"). Hier erlaubt der Künstler, dass Zuhörer sich seine Musik kostenfrei herunterladen, anhören und für eigene nichtkommerzielle Zwecke einsetzen. Geeignetes Informationsmaterial erhalten Sie zum Beispiel unter www.klicksafe.de oder www.originale-setzen-zeichen.de.

… mein Kind die Smartphonetöne nicht leiser stellen möchte?

Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass man auf andere Rücksicht nimmt. Dazu gehört auch, dass es mit seinem Handy andere Menschen nicht belästigt. Deshalb können Sie darauf hinweisen, dass man mit Handys über den Lautsprecher nicht laut Musik hört, Spiele spielt oder den Klingelton ewig klingeln lässt, dort, wo es andere stört.
In der Schule haben sich die Kinder längst angewöhnt, das Handy lautlos zu stellen. Das kann auch in der Familie gelten. Wenn Sie Ihrem Kind vermitteln, dass es völlig normal ist, Musik oder Videos leise oder über Kopfhörer anzuhören, wird das auch beim Nachwuchs immer üblicher. Bei ganz harten Fällen kann  das Handy auch mal eine Weile eingezogen werden. So können Sie zeigen, dass es Ihnen ernst mit ihrem Wunsch ist.

... mein Kind nie ohne Stöpsel im Ohr aus dem Haus gehen will?

Informieren Sie sich in jedem Falle über gute und schonende Kopfhörer und sprechen Sie mit Ihrem Kind über Vor- und Nachteile von gesundheitsverträglichen Alternativen. Auch Gefährdungen im Straßenverkehr durch Ablenkung oder eingeschränktes Hörvermögen sollten Thema sein. Wenn Sie denken, dass ihr Kind sich selbst gefährdet, vereinbaren Sie "Stöpselzeiten" im häuslichen Bereich. Das provoziert vielleicht zunächst Widerspruch, aber wenn Sie ihren Standpunkt ruhig, aber konsequent vermitteln, spielt es sich schnell ein.

... die Hausaufgaben immer mit einem „Musikteppich“ begleitet werden?

Das muss nicht grundsätzlich schlecht sein, denn eine ruhige, ausgeglichene Klangkulisse kann als angenehm empfunden werden, Konzentration und Lernmotivation können positiv beeinflusst sein. Es gibt zahlreiche Studien zum Lernen bei Hintergrundmusik. Daraus folgt, dass die Musik nicht ablenken darf, etwa durch schnell wiedergegebene Einzeltöne oder Musik mit Gesang, denn unsere Konzentration auf das Lernen und auch das Abspeichern von Gelerntem soll nicht beeinträchtigt werden. Besprechen Sie auch mit ihrem Kind seine Einschätzungen, wie sich Musik auf seine Lernlust auswirkt und wann sie hilft, Gelerntes besser zu behalten.

... das Interesse bei meinem Kind aufkommt, Musik aus dem Netz herunterzuladen?

Bei dieser Frage gilt das Motto: Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt. Wichtig ist in jedem Falle, dass Sie ihr Kind auf das Urheberrecht der Künstler hinweisen, denn das gilt auch für Musikwerke. Das heißt im Klartext: Erwachsene und Kinder dürfen weder das ganze Werk, noch Teile davon besitzen oder weiter verbreiten und aufführen. Wird die Musik jedoch über Dienste angeboten, bei denen für die Nutzung der Musik bezahlt wird, oder handelt es sich um Musik, die von Künstlern kostenfrei zur Verfügung gestellt wird, spricht nichts gegen einen Download. Am besten informieren Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind, wie die Sachlage ist. Weitere Informationen gibt es beim Internet ABC.

... mir auffällt, dass mir die Sprache, die Stimmen oder Geräusche bei Spielen, die mein Kind liebt, völlig unangemessen scheinen?

Hier ist sicherlich zu unterscheiden, ob wir hier über einen Qualitätsaspekt sprechen oder es um unterschiedliche Vorlieben von Kindern und Eltern geht. Für beide Fälle gilt jedoch, dass für die Familie und das Zusammenleben eine Regelung gefunden werden muss, wenn die Spiele genutzt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Ihre Eindrücke, schauen Sie auch nach Alternativen und vereinbaren Sie eine Lösung, z.B. den Ton zeitweilig auszuschalten. Um sicher zu sein, dass Ihr Kind qualitativ gut gestaltete Spiele nutzt, können Sie sich vor der Installation oder dem Kauf am besten mithilfe von Spielebeschreibungen und -empfehlungen informieren, die herstellerunabhängig erstellt werden, wie auf spielbar.de oder spieleratgeber-nrw.de, oder aufgrund von Auszeichnungen ausgesprochen werden, wie beim Deutschen Computerspielpreis oder Gigamaus.

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