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Musical.ly: die Musik-App mit Star-Potenzial

Musical.ly ist eine Videoplattform zum Erstellen, Teilen und Entdecken von kurzen Musikvideos. In den USA ist die App schon seit einiger Zeit richtig angesagt, jetzt erobert sie auch Deutschland. 

Musical.ly
© musical.ly Inc.

Das neue soziale Netzwerk Musically bzw. Musical.ly erobert gerade deutsche Pausenhöfe. Mit der App können kurze Videoclips selbst erstellt werden, die mit Lieblingssongs unterlegt werden. Doch die App bietet neben der Erstellung eigener Musikvideos auch eine Menge Interaktionsmöglichkeiten. 

So funktioniert das Erstellen eines eigenen Musikvideos

Aus Millionen Songs kann auf dem Smartphone der Lieblings-Song ausgewählt werden. Danach lässt sich ein Playback-Video erstellen. Effekte, wie Filter, Zeitraffer oder Zeitlupe ermöglichen eine einfache kreative Bearbeitung des Videos. Die Clips können, hinterlegt mit dem Lieblingssong, auf Instagram, Facebook, Twitter, Messenger, WhatsApp und Vine geteilt werden. 

Die besten Clips bzw. „Musicals“ werden jeden Tag markiert, so kann man auf der Bestenliste von Musical.ly landen und zum „Star“, im Musical.ly Slang zum erfolgreichen „Muser“, zu werden. 

Netzwerk mit Wettbewerbern und eigenen Stars

Schaut man sich die Charts von Musical.ly an, wird deutlich, dass die am meisten geteilten Musicals hohe Anzahl an „Herzen“, die Likes von Musical.ly, und Followern haben. Unter den erfolgreichsten deutschen Musern ist Lukas Rieger, der Gewinner der Casting-Show „The Voice of Kids“ 2014. Auch Youtuberin Nicole Sto und Joely White verfügen über relevante Reichweiten. 

Der Erfolg der bekanntesten Muser hat scheinbar einfache Gründe: Es kommt nicht darauf an, ein perfektes Musikvideo wie die Vorbilder zu drehen, sondern vor allem authentisch, spontan und locker vor der Kamera zu reagieren. Beim Dreh wird Wert auf komische Grimassen, witzige Ideen, tolle Bewegungen und Spontaneinfälle gelegt. 

Likes und Fans bekommen – so funktioniert es

Es gibt zahlreiche Tipps im Internet zum erfolgreichen Ausbau des eigenen Musical.ly-Accounts. Unter anderem wird geraten, so viele Videos wie möglich zu posten, immer wieder mit neuen Ideen zu überraschen und die Clips spontan zu drehen. Darüber hinaus kann an so genannten „Challenges“, also Wettkämpfen, teilgenommen werden. Hier geht es darum, zu einem bestimmten Thema einen Clip zu kreieren. Die Challenges sind mit Hashtags verbunden, die als Suchfunktion fungieren. 

Privatmodus oder öffentliches Profil?

Profile in der App können auch auf „privat“ gestellt werden bzw. einfach nur zum selbstanschauen gespeichert werden. Bei letztere Version wählt derjenige, der das Video erstellt, selbst, wem er seinen Clip präsentieren möchte.

Im „Privatmodus“ sehen nur Leute, die dem Profil schon folgen bzw. die, die angenommen werden, welche Clips hochgeladen wurden. Da es aber wie in anderen sozialen Netzwerken auch bei Musical.ly vor allem um die Anzahl der Follower geht, raten leider immer wieder beliebte Muser, das Profil öffentlich zu machen und möglichst viel preiszugeben. Im öffentlichen Modus kann allerdings jeder Zuschauer das Video sehen, auch außerhalb der App, z.B. auf Instagram oder Facebook

Vorsicht Falle! Herzen und Fans mit Hack 

Im Internet bieten derzeit einige Seiten Hacks an, die den Nutzern der App mehr Fans versprechen. Dahinter verbergen sich Betrüger und unseriöse Anbieter, deren Angebote Smartphones oder Tablets mit Trojanern oder Viren infizieren. Auch teure Abofallen, die der Nutzer nur schwer stornieren kann, können mit Download der Hack-Programme unfreiwillig abgeschlossen werden.

Achtung: Musical.ly Videos von anderen speichern

Zwar gibt es in der App noch keine direkte Funktion um Videos von anderen Nutzern zu speichern, jedoch erlaubt die Link-Funktion die Videos über andere Websites oder Cloud-Dienste herunterzuladen und zu speichern. Der Link zum Video muss lediglich kopiert werden und kann auf Video-Download-Websites eingesetzt werden. Die Website sorgt nun dafür, dass das Video auf dem Gerät gespeichert wird. Über Cloud-Dienste wird der Link im jeweiligen Dienst (Z.B: Dropbox oder Google-Drive) gespeichert und das Video automatisch in die Cloud geladen. 

Was muss ich beachten?

Die App ist optimal an die Bedürfnisse Jugendlicher zwischen 10 und 13 Jahren angepasst, denn es spricht den sich entfaltenden Charakter der Jugendlichen und ihren Wunsch zur Selbstdarstellung an. Wichtig ist, dass Eltern sich mit der App und der Nutzung durch ihre Kinder vertraut machen und auf Privatsphäre, Datenschutz, Urheberrecht und ungeeignete Inhalte hinweisen.

Jugend- und Datenschutz beachten

Teilnehmer benötigen einen Facebook- oder Twitter-Account bzw. eine E-Mail-Adresse und müssen mindestens 13 Jahre als sein - das Alter wird jedoch nicht geprüft. 

Gerade viele Kinder und Jugendliche geben viel von sich preis, um interessant für Zuschauer zu sein und somit mehr Likes und Fans zu bekommen. Die Musikvideos sind öffentlich zugänglich, die Minderjährigen gehen häufig unbedacht mit ihren Kontaktdaten um, veröffentlichen im Chat oder in ihren Profilen persönliche Daten wie Messenger-IDs, um sich beliebter zu machen. 

Sicherheitsregeln vereinbaren

Wichtig ist, dass Eltern mit ihrem Kind Regeln vereinbaren, damit es Apps verantwortungsbewusst nutzt und ihm signalisieren, dass es sich bei Problemen jederzeit an sie wenden kann. Für Jugendliche gilt es genau zu überlegen, welche Inhalte veröffentlicht werden sollten und auf welche generell verzichtet werden kann, da diese ihnen hinterher unangenehm sein könnten. Zudem sind die Privatsphäreeinstellungen genau zu beachten. Hier können Nutzer einstellen, dass sie ihre Musikvideos nur mit Freunden teilen und auch nur von diesen Clips erhalten möchten.

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Musical.ly – Sicherheit

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