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Was mach‘ ich, wenn …

… ich ein schlechtes Gewissen habe, weil andere Kinder angeblich viel mehr fernsehen dürfen als meine Kinder?

Haben Sie kein schlechtes Gewissen, weil andere Kinder angeblich mehr dürfen. Entscheidend ist, dass Sie gegenüber Ihrem Kind ihren eigenen Standpunkt vermitteln und durchsetzen. Dabei sollten Sie sich nicht davon leiten lassen, was andere Kinder angeblich zu Hause dürfen oder nicht. Vereinbaren Sie klare Regeln, wann, wie lange und was Ihr Kind im Fernsehen ansehen darf. Die festgelegten Zeiten können Sie dann in den SCHAU HIN! TV-Stundenplan eintragen.

… ich selbst nicht auf meine Lieblingssendung verzichten will?

Eltern sind die wichtigsten Vorbilder für Kinder, dieser Rolle sollten sie sich bewusst sein. Dazu zählt auch ein ehrlicher Umgang miteinander. Fernsehen gehört für die meisten Menschen zum Leben. Tatsächlich ist es so, dass Kinder lernen müssen, damit umzugehen, dass sie nicht alles dürfen, was Erwachsene dürfen. Daher: Schauen Sie ruhig Ihre Lieblingssendung. Erklären Sie Ihren Kindern, dass Sie meinen, dass sie für diese spezielle Sendung noch zu jung  sind. Sie müssen sich dann in dieser Zeit mit sich selbst oder mit jemand anderem beschäftigen. Dabei lernen Kinder auch, dass Eltern sich die Sendungen bewusst aussuchen, die sie sehen wollen, und dass sie danach den Fernseher wieder ausmachen. Sie lernen also, wie richtige Mediennutzung aussehen kann. Manchmal kann es auch sinnvoll sein, Sendungen aufzunehmen und anzuschauen, wenn die Kinder im Bett sind. Wenn es sich nicht um aktuelle Sendungen handelt, bietet sich diese Lösung an.

… mein Kind gerne vor dem Fernseher essen möchte?

Essen und Fernsehen sollten getrennt werden. Essen ist Familienzeit, in der man sich unterhalten und über die Ereignisse des Tages austauschen kann. Und die sollte wichtiger sein als jedes Fernsehprogramm. Für Kinder ist es außerdem ein wichtiges Ritual. Als Ausnahme kann das Essen vor dem Fernseher mal am Wochenende als Ereignis gestaltet werden. Ein DVD-Abend mit der ganzen Familie, mit leckeren Snacks oder den Lieblingsgetränken der Kinder, macht das Fernsehen zu einem Gemeinschaftserlebnis.

… es abends, vor dem Schlafengehen, Streit gibt, wenn der Fernseher oder der Computer ausgeschaltet wird?

Kein Fernsehen direkt vor dem zu Bett gehen – gerade die jüngeren Kinder bleiben dann durch die Bild- und Tonreize zu aufgedreht.

Schaffen Sie  zum Abschluss des Tages festen Ablauf, bei dem der Fernseher keine Rolle spielt. Das kann das Vorlesen, das Erzählen über die Erlebnisse des Tages oder eine Hörgeschichte sein. Kinder freuen sich auf solche Rituale und akzeptieren dann auch leichter, dass der Fernseher ausgeschaltet wird.

… bei Freunden andere Fernsehregeln gelten als zu Hause?

Eltern sollten das Problem bei den Eltern der Freunde direkt ansprechen. Sie sollten deutlich machen, dass Sie nicht möchten, dass die Kinder zu  lange fernsehen. Wichtig ist, dass Sie einen klaren Standpunkt haben, den Sie auch vertreten. Sie können Ihre Kinder bitten, die Freunde zu sich nach Hause einzuladen. Dann können Sie mitentscheiden, was angeschaut wird und wie lange der Fernseher läuft. Wenn Absprachen nicht helfen, sollten Eltern das sogar zur Bedingung machen.

… wenn alle Kinder ein Handy, Konsole oder Fernseher haben, nur meine Kinder nicht?

Bloß weil alle anderen Kinder angeblich schon einen Nintendo haben, müssen Eltern sich nicht verpflichtet fühlen, ihren Kindern auch so ein Gerät zu kaufen. Das gilt auch für andere Spielkonsolen, Handys und Fernseher. Eltern sind auch nicht geizig, wenn sie nicht möchten, dass so ein Gerät ins Haus kommt oder wenn ihnen das Gerät zu teuer ist. Eltern sind für ihre Kinder verantwortlich. Deshalb müssen sie einverstanden sein, wenn ein neues Gerät gekauft werden soll. Das gilt auch für den Fall, dass Kinder sich das Geld für das Gerät selbst zusammensparen.
Gut finden wir die Idee, sich von Freunden ein Gerät für ein paar Tage zu leihen. Eltern können dann sehen, ob und wie das neue Gerät den Familienalltag verändert und bereits vor dem Kauf Verabredungen zur Nutzung des Geräts mit ihren Kindern treffen.
Sobald Eltern und Kinder beginnen, gemeinsam nach (machbaren) Lösungen zu suchen, geht es um sehr viel mehr, als nur um den Einkauf von Technik. Es entsteht eine Gemeinsamkeit und ein Miteinander zu einem Thema, das die ganze Familie betrifft und sicher alle interessiert – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

… mein Kind krank ist und Langeweile hat?

Fernsehen nimmt Ihre Kinder auch körperlich in Anspruch. Deshalb sollten Eltern sehr genau hinschauen und prüfen, ob der Fernseher bei Krankheit nicht besser aus bleibt. Das hängt auch von der Krankheit selbst ab. Hat sich das Kind beispielsweise ein Bein gebrochen oder ist einfach erkältet und kann deswegen nicht zum Spielen rausgehen, kann das Fernsehen helfen, die Langeweile zu vertreiben.
Gerade wenn Kinder Fieber haben oder einen Infekt, braucht der Körper Ruhe und Entspannung, um wieder gesund zu werden. Wenn das Ärgste überstanden ist, können Kinder auch wieder fernsehen. Eltern sollten dann mit kurzen Sendungen oder Ausschnitten einer DVD anfangen und beobachten, wie ihre Kinder reagieren. Bei Krankheit sind natürlich Mal- und Ratespiele, Vorlesen, Hörspiele oder der Besuch von lieben Menschen ein geeigneter Zeitvertreib.

… ich einen Babysitter brauche, aber nur der Fernseher oder das Computerspiel zur Verfügung stehen?

Tatsächlich sollten gerade jüngere Kinder unter zehn Jahren nicht alleine fernsehen oder am Computer spielen. Es kann immer sein, dass Kinder auf das Gesehene anders reagieren, als man das erwartet. Aber manchmal scheint es keine andere Lösung zu geben. Dann sollten Sie darauf achten, dass das eine Ausnahme bleibt und Ihr Kind möglichst kurze Zeit alleine bleibt. Außerdem sollten Sie eine bestimmte Sendung verabreden. Gut gefällt uns die Lösung, die Geschwister gemeinsam schauen zu lassen. Welche Sendungen für Kinder in Frage kommen, können Sie auf www.flimmo.de nachlesen.
Ältere Kinder möchten auch mal alleine sein und nicht das Gefühl haben, beobachtet und kontrolliert zu werden. Sie können das ruhig zulassen, wenn Ihre Kinder zehn Jahre und älter sind. Sie können Ihren Kindern signalisieren: „Ich muss mich jetzt um meine Angelegenheiten kümmern. Du kannst so lange fernsehen. Ich vertraue Dir, dass Du keinen Blödsinn machst“. Sie sollten Ihren Kindern aber zugleich signalisieren, dass Sie danach wieder etwas gemeinsam unternehmen.

… die Hausaufgaben wegen Fernsehen oder PC zu kurz kommen?

Wenn Kinder angefangen haben, eine Serie zu sehen, möchten sie oft wissen, wie diese weitergeht. Aber auch Kinder haben Pflichten. Und Hausaufgaben gehören dazu. Wenn Kinder beginnen, sich für eine bestimmte Serie zu interessieren, empfehlen wir, von Anfang an mit ihnen darüber zu reden, wie das in den Tagesablauf passt. Das Ergebnis dieses Gesprächs sollten klare Verabredungen sein, wann und wie lange die Kinder fernsehen dürfen und wann die Hausaufgaben gemacht werden. Wenn das konsequent umgesetzt wird, lernen Kinder, dass sie sich auf die Abmachungen verlassen können, und es kann helfen, Streit zu vermeiden. Der SCHAU HIN! Fernsehstundenplan kann dabei helfen. Eine Auswahl an kindgerechten TV-Angebote gibt es unter www.flimmo.de.

... beim Essen ständig Handy, Nintendo oder Fernseher im Einsatz sind?

Das gemeinsame Essen ist für Kinder ein wichtiges Familienerlebnis. Sie erleben dabei Geborgenheit und können sich mit Geschwistern und Familie austauschen. Halten Sie die gemeinsamen Mahlzeiten als Familienzeit aufrecht.
„Störer“ wie das Handy, die Spielkonsole oder der Fernseher sollten dabei ausgeschaltet bleiben. Das gilt für Kinder wie für Eltern. Wenn beim Essen das Telefon klingelt, sollten Sie Vorbild sein. Sie können die Anrufer bitten, zu einem späteren Zeitpunkt noch mal anzurufen oder einfach gleich den Anrufbeantworter einschalten und nach dem Essen abhören. Je konsequenter Sie sich an diese Regel halten, desto besser können Sie diese auch gegenüber Ihren Kindern durchsetzen – was Sie unbedingt tun sollten.

… mein Kind bei schlechtem Wetter den ganzen Tag fernsehen oder am PC spielen will?

Dass Fernseher oder PC bei schlechtem Wetter ausnahmsweise mal eine halbe oder (bei älteren Kindern) ganze Stunde länger laufen, ist ok, wenn auch dem Kind deutlich gemacht wird: Heute ist eine Ausnahme, Regen bedeutet nicht automatisch mehr Medienzeit. Aber auch das sollte in Maßen geschehen, und Sie sollten versuchen, daraus ein Familienerlebnis zu machen. Wenn es sich alle gemeinsam vor dem Fernseher gemütlich machen und einen spannenden Film sehen, ist die Gemeinsamkeit wichtiger als das Geschehen auf dem Bildschirm.
Überlegen Sie sich für verregnete Wochenenden aber auch geeignete Alternativen. Beispielsweise gemeinsame Brettspiele, ein Vorlese-Nachmittag, gemeinsames Backen oder Kochen, Freunde einladen ... Es gibt genügend andere Möglichkeiten, Schlecht-Wetter-Zeiten zu gestalten.

… ich mein Kind am Wochenende morgens fernsehen lassen möchte, damit ich noch schlafen kann?

Gerade kleinere Kinder sollten überhaupt nicht alleine fernsehen. Hier sind beispielsweise Hörbücher, malen oder mit Legosteinen spielen sicher die sinnvollere Alternative. Wenn Kinder etwas älter sind (etwa acht) und eine Sendung schon kennen, und wenn Sie wissen, wie Ihr Kind auf die Sendung reagiert, können Sie am Sonntagmorgen auch mal eine halbe Stunde alleine fernsehen. Sie sollten aber in der Nähe sein, damit Sie sofort mitbekommen, wenn Ihr Kind anders reagiert als sonst.

… mein Kind Sendungen schauen möchte, die nicht für sein Alter geeignet sind?

Gerade bei kleineren Kindern sollten Sie darauf achten, dass die Sendungen Probleme und Erfahrungen aufgreifen, die auch Kinder in diesem Alter beschäftigen. Versuchen Sie Ihr Kind an Sendungen heranzuführen, die für die Altersstufe geeignet sind. Sendungen können ruhig in einer anderen Welt spielen, wie z.B. Zeichentrickserien. Die Hauptdarsteller sollten sich aber mit Themen beschäftigen, die auch kleine Kinder betreffen. Wenn Ihr Kind von einer Sendung besonders fasziniert ist, versuchen Sie durch interessierte Fragen herauszubekommen, was das Besondere an der Geschichte oder dem Charakter ist. Auf diese Weise erfahren Sie, welche Themen Ihr Kind beschäftigt, z.B. Freundschaft, Verarbeitung von Konflikten, „selber groß und stark sein wollen“ etc..
Wenn Sie Sendungen für nicht geeignet halten, sollten sie diese auch konsequent verbieten und lieber eine altersgerechte Alternative anbieten. Sicherlich gibt es dann am Anfang Konflikte, aber in der Regel geht das Interesse der Kinder schnell zu anderen Dingen über.
Tipps für kindgerechte Sendungen finden Sie täglich auf der SCHAU HIN! Website sowie unter www.tivi.de und www.kika.de. Auch www.flimmo.de und www.checkeins.de zeigen, welche Sendungen sich für Kinder eignen.

… mein Kind (9) Galileo sehen möchte? (Pro Sieben, 19:00-20:15 Uhr) Ist das altersgerecht?

Dass ein Neunjähriger eine Sendung interessant findet, in der Wissen über alltägliche Zusammenhänge vermittelt wird, ist altersgerecht und nicht ungewöhnlich. Allerdings hängt die Auswahl der Sendung sehr davon ab, welche TV-Erfahrung Ihr Kind bereits hat und wie Ihr Sohn bestimmte Inhalte verarbeitet. Galileo hat mit seiner späten Sendezeit Erwachsene und eher Kinder ab 12 Jahren im Blick. Dies lässt sich sowohl daraus ableiten, dass die Erläuterungen sprachlich nicht unmittelbar auf jüngere Kinder abgestimmt sind. Ebenso wird vorausgesetzt, dass die Zuschauer bereits erfahren sind im Umgang mit Fernsehen. Bei der von Ihnen genannten Sendung ist das wichtig, weil in den Beiträgen nicht nur sachlich informiert wird, sondern zudem unterhaltende und Spannung steigernde Elemente ergänzt werden. Das soll die Zuschauer an die Sendung binden und sie neugierig machen. Je nach Darstellung können diese Bilder Kinder verängstigen oder verunsichern, weil Dinge vielleicht anders dargestellt werden, als sie ihnen bislang in der Familie vermittelt wurden. In jedem Fall brauchen Kinder hier Gesprächspartner und Begleitung. Nach einer solchen Sendung, - z.B. am Folgetag - kann es Spaß machen, sich weiter mit einem Thema zu beschäftigen. Sammeln Sie gemeinsam Informationen auch aus anderen Quellen und vergleichen Sie diese mit dem Sendeinhalt. So lernt Ihr Kind aktiv, Wissen kritisch zu prüfen.

… mein Sohn sehr gerne nach der Schule, am Nachmittag, fernsieht? Hausaufgaben macht er abends, da ist er leistungsfähiger. Das bringt das ganze Familienleben durcheinander, soll ich das hinnehmen?

Kinder haben unterschiedliche Tagesrhythmen. Manche sind abends eben fitter und Kinder nutzen das Fernsehen am Nachmittag gerne, weil sie dann nichts tun müssen. Ihrem Kind tut es gut, wenn Sie das zulassen können und schauen, wie sich das Familienleben auf diesen Rhythmus einstellen kann.

… die Medien über Katastrophen berichten, bei denen viele Menschen sterben?

Wenn in der Welt etwas Schreckliches geschieht, bekommen Kinder das mit. Sie können Ihrem Kind helfen, schreckliche Nachrichten zu verarbeiten. Schauen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam Sendungen wie logo! oder minitz (für Kinder von acht bis zwölf). Das sind Nachrichtensendungen speziell für Kinder, die diese Themen kindgerecht aufbereiten.

Eine sehr gute Idee ist das Malen, denn Kinder nutzen gern Gelegenheiten, ihre Eindrücke durch eigenes Tun zu verarbeiten. Sie können beim gemeinsamen Fernsehen oder beim Malen ein Gespräch ganz einfach damit beginnen, dass Sie Ihrem Kind Ihre eigene Betroffenheit vermitteln. Zum Beispiel indem Sie ihm sagen, dass Sie das Gesehene traurig macht, dass Sie an die betroffenen Menschen denken müssen. Kinder können dann antworten. Das macht es für sie einfach, ihre eigenen Gedanken auszusprechen.

… TV-Nachrichten mein Kind überfordern?

Nicht jedes Kind reagiert auf Nachrichtenmeldungen und vor allem auf Bilder gleich. Manche Kinder verstecken sich, andere werden aggressiv oder unruhig, so dass sie Schwierigkeiten beim Einschlafen haben. Sind Kinder verängstigt oder machen sich Sorgen, dass in ihrem Umfeld etwas Ähnliches passiert, fragen sie möglicherweise mehr als sonst. Werden Kinder anhänglicher oder suchen Schutz bei den Eltern, kann auch das ein Zeichen dafür sein, dass sie sich intensiv mit dem Gesehenen beschäftigen.

… ich es durch eine Fernsehnachricht selbst mit der Angst zu tun bekomme und meine Kinder das mitkriegen?

Eltern können nicht immer stark sein und Gefühle können auch Sie einfach umhauen. Ihre Kinder haben dies in anderen Situationen – beim Tod eines Menschen, bei wichtigen Entscheidungen, bei Ärger und Wut - sicherlich auch schon einmal mit Ihnen erlebt und wissen das. Den ersten Schreckmoment überwinden und sich regelmäßig über die weitere Entwicklung beispielsweise in einem Katastrophengebiet informieren kann Ihnen (und Ihrem Kind) helfen, die Ereignisse zu begreifen und sich wieder sicherer zu fühlen. Tauschen Sie sich mit anderen Eltern aus. Beraten Sie sich mit anderen, wie sie im Alltag mit ihren Kindern umgehen und wie Sie Ihrer eigenen Angst gerecht werden.

… ich meine, dass Nachrichten immer nur einen kleinen Ausschnitt ganz verkürzt darstellen. Überfordere ich mein Kind, wenn ich ihm beibringen will, mehr zu erfahren?

Eine Nachricht als Anlass zu nehmen, mit Kindern Zusammenhänge genauer zu ergründen und ergänzende Informationen zu sammeln, ist eine absolut altersgerechte Sache.
Sie können dabei voneinander lernen, sei es, dass Ihnen manchmal völlig unterschiedliche Fragen wichtig sind oder, dass Sie möglicherweise gleiche Interessen und Ideen teilen.
Auch unterschiedliche Nachrichtenformen können Kinder und Eltern entdecken: wie schreiben Zeitungen, was berichten Zeitschriften und welche Informationen finde ich im Internet?

… mein Kind bei den Großeltern mehr fernsehen darf als mir recht ist?

Gerade bei kleinen Kindern lohnt es sich, mit den Großeltern von Beginn an darüber zu sprechen, wie mit dem Fernsehen umgegangen werden soll. Machen Sie Ihren Eltern oder Schwiegereltern deutlich, dass Sie konkrete Vorstellungen haben, welchen Umgang Ihr Kind mit elektronischen Medien erlernt. Sie möchten mitbekommen, wie Ihr Kind das, was es im Fernsehen sieht, erlebt und aufnimmt. Wenn Ihr Kind beginnt, erste Sendungen zu sehen, wollen natürlich auch die Großeltern erfahren, wie die Enkel das Geschehen im Fernsehen erleben. Geben Sie Ihnen die Möglichkeit dazu, vereinbaren Sie aber feste Zeiten und Sendungen, die sie mit ihren Enkeln anschauen dürfen.

… mein Kind bereits „werbesüchtig“ ist, weil es von Klein auf Fernsehprogramme mit Werbeunterbrechungen gesehen hat?

Dann wäre es jetzt an der Zeit, mit Ihrem Kind über Werbestrategien und Konsumverhalten zu sprechen. Wichtig ist, dass Kinder verstehen, was Werbung bewirken soll. Das Gefühl, sich nicht austricksen zu lassen, schlau zu sein und auch einem verlockenden Angebot zu widerstehen, macht sie stolz. Schließlich haben sie ihr neues Wissen richtig angewandt.

… mein Kind ständig Werbemelodien trällert – kann das schädlich sein?

Nein, wenn es um die Melodiefolgen und den Spaß an der Musik geht, ist das kein Problem. Daraus lässt sich sogar in der Familie ein kleines Wettspiel machen: wer erkennt welchen Jingle – im Radio oder im Fernsehen.

… andere Kinder im Fernsehen beworbene Lebensmittel wie bestimmte Puddings und Schokoriegel als Pausensnack mit in die Schule nehmen und mein Kind das unbedingt auch möchte?

Prüfen Sie zunächst die Angebote für sich und schätzen Sie ein, was sie davon halten. In Sachen Ernährung, aber auch bei der Anschaffung von Spielzeugen, Anziehsachen oder Mediengeräten, hat jede Familie ihre eigenen Einstellungen und Meinungen. Wenn nichts dagegen spricht, auch mal eine Kostprobe der begehrten Snacks zu nehmen, ist der Wunsch schnell erfüllt und kann sogar unwichtig werden.

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