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Was mach‘ ich, wenn …

… ich einen Babysitter brauche, aber nur Computerspiele zur Verfügung stehen?

Jüngere Kinder unter zehn Jahren spielen am besten nicht allein an Computer, Tablet, Konsole oder Smartphone. Es kann immer sein, dass das Spiel Reaktionen bei Ihrem Kind auslöst, die Sie nicht erwarten. Wenn es keine andere Lösung gibt? Dann achten Sie darauf, dass das eine Ausnahme bleibt und Ihr Kind möglichst nur kurze Zeit alleine bleibt. Außerdem verabreden Sie am besten ein bestimmtes Spiel das Ihrem Kind vertraut ist. Eine gute Lösung ist auch, wenn Geschwister gemeinsam spielen.

… mein Kind bei schlechtem Wetter den ganzen Tag Computerspiele spielen will?

Dass der PC oder die Konsole bei schlechtem Wetter ausnahmsweise mal eine halbe Stunde länger läuft, ist ok, wenn auch dem Kind deutlich gemacht wird: Heute ist eine Ausnahme. Es sollte nicht zur Gewohnheit werden, dass Regen automatisch mehr Medienzeit bedeutet. Überlegen Sie mit Ihrem Kind (am besten schon vorab) für verregnete Wochenenden geeignete Alternativen. Gemeinsame Brettspiele, ein Vorlese-Nachmittag, gemeinsames Backen oder Kochen, Freunde einladen ... Es gibt genügend andere Möglichkeiten, Schlecht-Wetter-Zeiten zu gestalten. Sicher erinnert sich Ihr Kind auch an Spielmöglichkeiten, die es gerne ganz für sich alleine genießt: eine Modellbahn für Züge oder Autos in Ruhe aufbauen, Bausätze für Flugzeuge, Schiffe o.Ä. fertig stellen oder ein Besuch bei Freunden oder Verwandten kann gemütlich sein.

… ich die Computerspiele meiner Kinder geschmacklos finde?

Bei der Erziehung geht es auch um die Weitergabe von Werten. Daher ist es völlig richtig, wenn Sie darauf achten, welche Inhalte und Werte in den Spielen vermittelt werden, die ihre Kinder spielen. Sie sollten bei der Auswahl der Spiele Ihrer Kinder mitreden. Nicht alles, was den Kindern gefällt, muss auch Ihnen gefallen. Aber es darf Ihren Werten, die sie an die Kinder weitergeben wollen, nicht widersprechen. Wenn das der Fall ist, ist es richtig, diese Spiele zu verbieten und zu begründen, warum.

… zwischen meinen Kindern durch das Spielen von Games erbitterte Konkurrenzkämpfe entstehen?

Bei digitalen Spielen gelten die gleichen Regeln wie bei anderen Spielen: Verlieren muss genauso gelernt werden wie die Anerkennung, dass jeder unterschiedliche Spielstärken mitbringt. Die Palette der (digitalen) Spielangebote ist so breit gefächert, dass jeder Spielertyp etwas Passendes finden kann. Bei Konkurrenzkämpfen könnten Sie zum einen durch einen Spieleparcour (z.B. fünf völlig unterschiedliche Spiele die Geschick, Strategie, Schnelligkeit, Teamgeist oder Kreativität herausfordern) mit Ihren Kindern feststellen, was wem liegt und was nicht. Zum anderen sollten Ihre Kinder Fairness kennen lernen und die Spielsituation nicht auf das übrige Leben übertragen. Wenn erst einmal gar nichts nutzt: Spielpause für eine längere Zeit!

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