Goldene Regeln für Kinder von 7 bis 10 Jahren

 

 

  • 1Informieren Sie sich über die Spiele

    Suchen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern nach passenden Spielen und machen Sie sich selbst ein Bild von den Inhalten. Nutzen Sie auch das Wissen von Experten, die Spiele testen und eine Altersempfehlung vergeben. Spielempfehlungen für jedes Alter finden Sie z.B. auf spielbar.de, seitenstark.de, fragfinn.de, internet-abc.de. Auszeichnungen von www.gigamaus.de und tommi.de geben zusätzlich Orientierung.

  • 2Beobachten Sie die Reaktionen Ihres Kindes

    Beobachten Sie, wie oft und welche Spiele Ihr Kind nutzt. Jedes Kind reagiert unterschiedlich auf die Darstellungen oder die Anforderungen, die das Spiel stellt. Sprechen Sie Ihr Kind darauf an, wenn Sie Veränderungen in seinem Verhalten feststellen. Behalten Sie bei Onlinegames im Auge, mit wem Ihr Kind im Internet spielt.

  • 3Spielen Sie gemeinsam

    Ihr Kind weiß mehr über Computerspiele als Sie selbst? - nutzen Sie dies und versuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen Einblick in die Spielwelten zu bekommen. Durch das gemeinsame Spielen können Sie die Faszination eines Spiels nachvollziehen und viel eher erkennen, ob es für Ihr Kind geeignet ist.

  • 4Begrenzen Sie die Zeit vor dem Bildschirm

    Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind klare Regeln und Zeiten zur Nutzung von elektronischen Spielen. Achten Sie auf die Einhaltung dieser Abmachung und berücksichtigen Sie auch die Zeit, die Ihr Kind zusätzlich mit anderen Medien (z.B. vor dem TV) verbringt.
    Zur Orientierung:
    6 bis 9 Jahre: nicht mehr als eine Stunde pro Tag.
    Für Kinder ab 10 Jahren bietet sich ein Wochenkontingent an. Dieses sollte etwa neun Stunden die Woche nicht überschreiten.
    Ihr Kind geht inzwischen verantwortungsvoll mit den verabredeten Zeiteinheiten um? Dann spricht nichts dagegen, dass Ihr Kind mit Ihnen vereinbart, wie es sich seine Medienzeit über eine gesamte Woche einteilt.

  • 5Überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen

    Computer, Konsolen und Tablets müssen kindersicher gemacht werden. Achten Sie darauf, dass auf Ihrem Gerät eine Filtersoftware installiert ist und auch bei Spielkonsolen die richtigen Einstellungen vorgenommen werden, bevor das Kind
    damit spielt. Anleitungen finden Sie hier:
    Sicherheitseinstellungen für Games
    Sicherheitseinstellungen für mobile Geräte
    Sicherheitseinstellungen für den Computer
    Ebenso empfehlenswert sind spezielle Jugendschutzprogramme oder entsprechende Apps wie Meine-Startseite. Für die Installation solcher Anwendungen sind grundsätzlich die Eltern zuständig. Aber: Neben allen technischen Hilfen ist genauso wichtig, dass Sie Ihr Kind nicht längere Zeit unbeaufsichtigt Games spielen lassen.

  • 6Schützen Sie persönliche Daten

    Ihr Kind interessiert sich für Onlinegames? Informieren Sie sich vor der endgültigen Anmeldung, ob und wie die Daten Ihres Kindes weiterverarbeitet werden. Bieten die Spiele keine Informationen dazu oder werden auch Daten wie Adresse oder Telefonnummer abgefragt, ist das Spiel nicht zu empfehlen. Bei Onlinegames mit Spielpartnern im Netz unbedingt darauf achten, dass Ihr Kind keine persönlichen Daten an Fremde weitergibt.

  • 7Achten Sie auf Kosten(fallen)

    Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch über Kosten von Spielesoftware und eventuellen Kostenfallen bei Onlinespielen, die z.B. beim Kauf von Erweiterungen oder beim Abschluss von Abos anfallen können. Dass jüngere Kinder z.B. zusätzliche Ausrüstung für Ihre Spielfigur nicht alleine kaufen, liegt auf der Hand. Sobald Ihr Kind in einem Alter ist, in dem es sein Taschengeld selbst verwaltet, eignet sich ein Prepaid-Betrag, den viele Onlinegames bereits anbieten. So bleiben die Kosten überschaubar.

  • 8Games sind kein Erziehungsinstrument

    Benutzen Sie elektronische Spiele nicht als Belohnungs- oder Bestrafungsmittel und missbrauchen Sie sie nicht als Babysitter. Die Spiele bekommen sonst eine viel zu große Bedeutung für Ihr Kind. Wenn Sie zudem für körperlichen Ausgleich ergänzend zur Computernutzung sorgen und ihr Kind zu attraktiven Alternativen oder gemeinsamen Aktivitäten anregen, stimmt die Balance. Die SCHAU HIN! App hält hier wertvolle Tipps für Sie bereit.

  • 9Vorsicht bei Spielen mit exzessiver Gewalt

    Bei Kindern ab etwa dem Grundschulalter werden actionreiche Spiele beliebt. Doch Vorsicht: Vieles, was vor allem Jungs attraktiv erscheint, kann drastische Gewalt enthalten. Militärische Strategiespiele, Action-Adventures oder Shooter-Spiele sind meist erst ab 12, 16 oder 18 Jahren freigegeben. Action und Tempo werden aber auch unter anderem bei Sport- oder Rennspielen geboten. Vergleichen sie unterschiedliche Spieltitel und wählen sie den Inhalt altersgerecht aus.

  • 10Sorgen Sie für Abwechslung

    Achten Sie von Anfang an darauf, dass Computerspiele nicht das einzige Hobby Ihres Kindes sind. Seien Sie besonders beim Gebrauch von Tablets und Smartphones Vorbild, indem Sie auch Ihre eigenen Nutzungszeiten im Blick haben. Bedenken Sie, dass digitale Spiele in jedem Falle eine Ergänzung, keinesfalls aber als Ersatz oder „moderner“ Nachfolger von konventionellen Spiel-, Beschäftigungs- und Lernmöglichkeiten gelten. Nur eine Vielfalt von Lernerfahrungen fördert Ihr Kind in seiner Entwicklung.