Goldene Regeln für Kinder von 3 bis 6 Jahren

 

 

  • 1Nicht zu früh beginnen

    Gerade Kleinkinder brauchen ganzheitliche Erfahrungen wie gemeinsame Spiele in der Familie, Entdeckungen in der Natur und Sport. Dazu können auch Medien gehören, wenn sie begleitet, die Geräte gesichert und die Inhalte gut ausgewählt sind. Das elterliche Smartphone oder Tablet darf Ihr Kind erkunden, insofern es auch von Ihnen gewünscht ist. Natürlich immer altersgerecht. Orientieren Sie sich an Altersangaben von Experten oder dem App-Store, testen Sie die Anwendungen aber auch selbst auf die Tauglichkeit für Ihr Kind. Manche Anwendungen können Ihr Kind überfordern.

  • 2Entdecken Sie die Geräte gemeinsam

    Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht unbeaufsichtigt Ihr Smartphone oder das Tablet nutzt. Nehmen Sie Anteil an diesem Erlebnis und vermitteln Sie es als eine „besondere Sache“, die Ihr Kind nicht jeden Tag macht. Nicht vergessen: Ein Smartphone ist ein wertvolles Gerät, auch das sollte Ihr Kind lernen. Zeigen Sie ihm, wie es sorgfältig damit umgeht.

  • 3Vereinbaren Sie feste Zeiten

    Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind feste Zeiten, die es mit den mobilen Geräten verbringen. Achten Sie darauf, dass diese eingehalten werden. Berücksichtigen Sie bei der Festlegung der Zeiten auch die Nutzung von anderen Medien wie Fernsehen oder Spielkonsole.
    Zur Orientierung:
    3 bis 5 Jahre: nicht länger als eine halbe Stunde pro Tag.
    6 bis 7 Jahre: nicht länger als eine Stunde pro Tag.

  • 4Wie gefährlich ist die Strahlung eines Handys?

    Es gibt bislang keine wissenschaftlichen Studien, die eine gesundheitsschädigende Wirkung von elektromagnetischen Feldern eindeutig nachweisen. Wenn Sie sicher gehen möchten: Bei der Auswahl eines Handys können Sie auf den sogenannten SAR-Wert des Handys achten, der möglichst gering sein sollte. Praktisch schützen Sie sich und Ihr Kind vor Strahlungseinflüssen, indem Sie unnötige Verbindungen ausstellen. Wichtig außerdem: Kopfhörer wählen, die das Gehör gut schützen.

  • 5Wählen Sie kindgerechte Apps

    Für Kindergarten- und Schulkinder gibt es eine große Auswahl an Lern- und Spiele-Apps, die altersgerecht aufbereitet sind und spielerisch beim Lesen, Schreiben oder Rechnen unterstützen. Gute Apps für Kinder sind einfach aufgebaut, wirken nicht überladen, sind werbefrei und haben einen Lerneffekt. Nehmen Sie sich Zeit, die App selbst mit Ihrem Kind zu testen.

  • 6Achten Sie auf Sicherheit!

    Sichern Sie Ihr Gerät, um zu vermeiden, dass Kinder Apps und Internetseiten öffnen, die nicht für sie geeignet sind. Bei den technischen Einstellungen des Smartphones mit iOS lassen sich Programm-Downloads nach Alter des Kindes einstellen, dafür unter Systemeinstellungen/Allgemein/Einschränkungen/Apps, die Altersgruppe des Kindes auswählen (4+, 9+, 12+ und 17+ Jahre). Auch der sogenannte „geführte Zugriff“ kann bei den Geräten als Kindersicherung genutzt werden, beispielsweise, um das Verlassen einer App zu verhindern oder automatische Zeitbegrenzungen einzurichten.

    In den Einstellungen bei Google Play (Android) lassen sich eine Authentifizierung (Passwort) für Käufe einstellen sowie passwortgeschützte Jugendschutzeinstellungen vornehmen, die das Anzeigen nicht altersgemäßer Apps, Filme oder Musik verhindert. Diese Einstellungen lassen sich allerdings durch das Zurücksetzen der Play Store-App auch ohne Passwort wieder ausschalt

  • 7Achten Sie auf Kosten- und Werbefallen!

    Vorsicht bei Apps und Spielen fürs Handy! Vor allem in Gratisangeboten gibt es oft In-App-Käufe oder viel Werbung. Informieren Sie sich genau, was kostenlose Apps und Spiele bieten und welche Sicherheitseinstellungen im Gerät und beim Anbieter Kosten vermeiden helfen.

  • 8Vermitteln Sie Benimm-Regeln

    Sprechen Sie mit Ihrem Kind schon frühzeitig über „handyfreie Zeiten“ und gehen sie mit gutem Beispiel voran. Urlaubsfahrten, Familienfeiern, gemeinsame Essensrunden oder Unternehmungen zählen unbedingt dazu. Laute Musik und Spielesounds können Mitmenschen stören. Leiten Sie Ihr Kind dazu an, mit dem Smartphone oder Tablet im Zusammensein mit anderen rücksichtsvoll zu sein.

  • 9Gehen Sie mit guten Beispiel voran

    Eltern sind Vorbilder für ihre Kinder. Daher sollten auch Sie sich an gewisse Regeln halten und das Smartphone oder den Tablet-PC nicht ständig in Gegenwart ihrer Kinder nutzen. Ihr Kind lernt von Ihnen, wie es richtig geht und baut sich sein Handlungsmuster auf.

  • 10Schaffen Sie "medienfreie" Alternativen

    Handy/Smartphone und Tablet-PCs können Kinder faszinieren und eröffnen ihnen neue Welten. Wichtig ist, dass Kinder neben den Medien auch andere, spannende Aktivitäten kennenlernen die sie herausfordern. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Kind die Medienzeit durch ausreichend Bewegung und Spielen – sei es allein, mit Gleichaltrigen oder in der Familie - ergänzen kann.