Goldene Regeln für Kinder von 3 bis 6 Jahren

 

 

  • 1Schauen sie gemeinsam

    Der Fernseher eignet sich nicht als Babysitter. Schauen Sie, sooft es geht, gemeinsam mit Ihrem Kind fern. Vor allem Vorschul- und Grundschulkinder benötigen unsere Begleitung. Bekannte Formate und Videos, von denen Sie wissen, dass Ihr Kind damit gut zurechtkommt, kann Ihr Kind gelegentlich auch alleine anschauen.

  • 2Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das Gesehene

    Achten Sie auf die Signale Ihres Kindes beim Fernsehen und gehen Sie darauf ein. Und seien Sie nicht irritiert, wenn Ihr Kind beim Fernsehen spricht oder im Zimmer umherläuft. Hierdurch verarbeitet es die Fernseherlebnisse. Regen Sie Ihr Kind an, das Gesehene aktiv umzusetzen. Gemeinsam singen, spielen oder malen ist ein guter Weg, die Fernsehinhalte zu verarbeiten.

  • 3Wählen Sie altersgerechte Sendungen und Filme

    Kleine Kinder sind Fernsehanfänger und brauchen altersgerechte Sendungen. Informieren Sie sich über Serien und Filme, die für 3-6-Jährige geeignet sind. Die Sendung sollte aus kurzen Geschichten mit wenigen Figuren bestehen, die eine einfache Handlung ohne große Spannungsmomente beinhalten. Besonders wichtig ist ein gutes Ende.

  • 4Vereinbaren Sie klare Nutzungszeiten

    Vereinbaren Sie mit Ihren Kindern klare Regeln, wann, wie lange und was sie im Fernsehen anschauen dürfen und achten Sie auf die Einhaltung der Vereinbarung. Schon aus diesem Grund gehört ein Fernseher nicht ins Kinderzimmer, denn dann ist Kontrolle kaum noch möglich. Wichtig ist aber in jedem Fall eine Richtlinie, die Sie Ihrem Kind mit auf den Weg geben. Berechnen Sie auch die Nutzungszeiten von anderen Medien mit ein.
    Zur Orientierung:
    3 bis 5 Jahre: nicht länger als eine halbe Stunde pro Tag.
    6 bis 7 Jahre: nicht länger als eine Stunde pro Tag.

  • 5TV in kleinen Portionen

    Kinder im Vorschulalter haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne und benötigen ausreichend Zeit um das Gesehene zu verarbeiten. Deshalb kommen ihnen kurze Geschichten entgegen. Eine Lieblingsgeschichte, die auf Video oder DVD aufgezeichnet wurde, kann in kleinen Stücken angeschaut werden – und bei Bedarf auch mehrmals.

  • 6Vor Überforderungen schützen

    Zu aufregende Sendungen sind für Vorschulkinder ungeeignet. Aber auch bei kindgerechten Sendungen können einzelne Szenen den Fernsehanfängern zu viel zumuten. Hier ist es wichtig, dass Sie auf die Signale Ihres Kindes reagieren und ihm bei Bedarf mit Erklärungen oder Trost zur Seite zu stehen.

  • 7Fernsehen ist kein Druckmittel

    Das Fernsehen sollte nicht als Mittel für Belohnung und Strafe eingesetzt werden. Dem Medium wird dabei eine Bedeutung verliehen, die mit dem eigentlichen Grund der Bestrafung (z.B. das Zimmer wurde nicht aufgeräumt) nichts zu tun hat. Das Interesse am Fernsehen wird durch das Verbot noch gesteigert.

  • 8Kein schlechtes Gewissen

    Kinder mögen das Fernsehen genauso wie Erwachsene: Um sich zu informieren und zu lernen, um abzuschalten und um sich unterhalten zu lassen. Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Ihr Kind nicht nur "pädagogisch wertvolle" Sendungen guckt. Oder dass es überhaupt fernsieht, anstatt mit anderen Kindern "sinnvoll" zu spielen. Natürlich nur so lange der Inhalt altersgerecht ist.

  • 9Seien Sie selbst ein Vorbild

    Überdenken Sie als Vorbild für Ihre Kinder Ihr eigenes Fernsehverhalten. Zappen Sie oberflächlich oder wählen Sie Programme bewusst aus? Lassen Sie den Fernseher oft nebenbei laufen? Besser ist es, den Fernseher nur zu einer bestimmten Sendung einzuschalten und danach wieder abzuschalten.

  • 10Auch mal abschalten

    Fernsehen gemeinsam mit der Familie ist gerade für die Jüngsten ein schönes Erlebnis. Aber Zeit für gemeinsame Spiele drinnen und draußen oder für ein Treffen mit Freunden oder Verwandten ist ebenso wichtig. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, zwischen den Aktivitäten mit und ohne Medien die richtige Balance zu finden. So lernt es am besten sich in einer Welt zurechtzufinden, in der Medien eine große Rolle spielen. Finden Sie das richtige Mittelmaß: Verteufeln Sie das Fernsehen nicht, aber haben Sie auch ein Auge darauf, was sich Ihr Kind anschaut.