50 Jahre Internet: So surfen Kinder sicher

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Am „Tag des Internets“ am 29. Oktober feiert das inzwischen wichtigste Kommunikations- und Informationsmedium sein 50-jähriges Jubiläum. Gerade SurfanfängerInnen brauchen online Unterstützung, da sie sich der Möglichkeiten und Risiken des Mediums oftmals noch nicht bewusst sind.

Mutter und ihre Tochter schauen auf einen Laptop
iStock.com/skynesher

Das Internet bietet seit 50 Jahren zahlreiche Möglichkeiten, sich zu informieren, Videos zu schauen und Musik zu streamen. Jedoch birgt das Surfen auch Risiken – vor allem für Kinder. Aufgabe der Eltern ist es deshalb, ihre Kinder in der Online-Welt zu begleiten – so wie sie im analogen Leben auch die Freunde und Interessen der Heranwachsenden kennen und wissen, wo sich ihr Kind zum Spielen trifft. Diese Tipps helfen Eltern, ihre Kinder sicher beim Surfen zu begleiten.

Gemeinsam starten

Auch Vorschulkinder sind schon neugierig auf die Netzwelt, mit dem richtigen Angebot spricht auch nichts gegen eine gemeinsame Entdeckungsreise. Kindgerechte Seiten, die intuitiv aufgebaut, werbefrei sind und mit denen Kinder spielerisch lernen können, bieten gute Möglichkeiten, das Netz zu entdecken. Ältere Kinder surfen schon selbstständiger. Sie finden über Suchmaschinen wie „Blinde Kuh“ altersgerechte Webseiten. Das ZDF bietet in der Reihe „App+on“ informative, kindgerechte Videos zu Netzthemen wie Datenschutz, Hate Speech und Cybergrooming.

Regeln vereinbaren

Wichtig ist, dass Eltern mit ihrem Kind über Risiken beim Surfen reden und gemeinsam vereinbaren, welche Online-Angebote es wie lange und wie oft nutzen darf. Diese Regeln können mit älteren Grundschulkindern auch schriftlich festgehalten werden. Gute Tools dafür finden Eltern bei Surfen ohne Risiko und dem Mediennutzungsvertrag.

Surfzeiten festlegen

Feste Surfzeiten sorgen dafür, dass andere Interessen nicht zu kurz kommen. Als Orientierung bei der Bildschirmzeit gilt: zehn Minuten pro Lebensjahr am Tag oder eine Stunde pro Lebensjahr in der Woche. Für Kinder ab zehn Jahren bietet sich das Wochenkontingent an, das sich Kinder ähnlich wie beim Taschengeld zunehmend selbstständig einteilen können.

Geräte direkt sichern

Es empfiehlt sich, über das Betriebssystem des Computers einen eigenen Account für Heranwachsende einzurichten und dort Funktionen wie die Installation von Programmen oder auch Inhalte je nach Alter einzuschränken. Auch mobile Geräte bieten Möglichkeiten, den Internetzugriff einzugrenzen. Technische Zeitlimitierung können Eltern nutzen, wenn Absprachen nicht eingehalten werden oder spätestens, wenn andere Lebensbereiche vernachlässigt werden. 

Daten schützen

Eltern sollten ihr Kind für einen sorgsamen Umgang mit persönlichen Daten sensibilisieren. Unbedacht weitergegebene Daten bei der Anmeldung für Online-Angebote oder in Gewinnspielen können zu werbezwecken verwendet oder von Fremden genutzt werden, um Kontakt zu den Kindern aufzunehmen. Generell gilt im Umgang mit persönlichen Daten wie Name, Telefon- und Mobilfunknummer, Adresse, Geburtsdatum, aber auch Bildern, Videos, Passwörtern sowie Daten in sozialen Netzwerken (z.B. Standorte) oder Messenger-IDs: Weniger ist mehr.