Apple: Neue Kontrollmöglichkeiten mit Systemupdate

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Mit dem Update auf das Betriebssystem iOS 12 wird Apple den NutzerInnen des iPhones neue Möglichkeiten einräumen. Spannend für Eltern: Screen Time ermöglicht, die Nutzungsdauer von Apps zu überprüfen, zu beschränken und so zu regulieren, wie lange ihre Kinder zum Beispiel in Sozialen Netzwerken unterwegs sind. Gleichzeitig soll es dem Digital-Detox der Eltern dienen. Kürzlich hatte Google eine App vorgestellt, die mehr Kontrolle ermöglichen soll.

Eine Frau haelt ein Smartphone in der Hand
Tirachard Kumtanom/Pexels

Die neue Software ist zu Testzwecken vorerst einem exklusiven Kreis vorenthalten, umfassend verfügbar wird sie wohl ab September sein. Das neue Feature Screen Time ist eine offensichtliche Reaktion auf zwei Entwicklungen, die die enorme Popularität der Smartphones mit sich gebracht hat: Viele bemerken, dass sie am iPhone viel Zeit verschwenden, indem sie durch allerlei Newsfeeds und Netzwerke scrollen. Zudem haben immer mehr Kinder und Jugendliche die mobilen Geräte in der Tasche – und entziehen sich oft der elterlichen Kontrolle, wenn es um Nutzungszeiten geht.

Screen Time soll nun Abhilfe schaffen. Festgelegte Limits für bestimmte Zeiträume zwingen Eltern und Kinder, sich die Zeit, die sie für bestimmte Apps nutzen, einzuteilen.

Gerade für Erziehende interessant: Fast alle Funtkionen lassen sich mit der neuen Option auch für bestimmte Zeiträume – etwa die Schlafenszeit – sperren. Wer Apps öffnen will, für die das Zeitbudget aufgebraucht ist, bekommt eine Einblendung zu sehen, dass dies nicht mehr möglich ist. Statistiken zeigen zudem, was wann und wie oft aufgrufen worden ist.

Kinder nicht überwachen

Inwiefern das Feature zur Überwachung der Kinder eingesetzt wird, liegt im Ermessen der Eltern. SCHAU HIN! empfiehlt, Nutzungszeiten mit Kindern festzulegen. Wird ein Kind von vorneherein zu heftig kontrolliert, kann dies das Vertrauen erheblich negativ beeinflussen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Medien ist auch davon abhängig, was Eltern vorleben. Entsprechend ist es sinnvoll, dass diese ihre eigenen Mediennutzungsverhalten immer wieder hinterfragen.

Die Sicherheit von Kindern im Netz und die Kontrollmöglichkeiten für Eltern sind inzwischen ein wichtiges (und werbewirksames) Thema für die großen Technikkonzerne. Mit der App "Family Link" bemüht sich etwa Google darum, die konzerneigenen Angebote sicherer für junge NutzerInnen zu machen.

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