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20 Jahre Klicken im Netz: Kinder brauchen geschützte Surfräume

Das Internet, wie wir es heute kennen, feiert 20-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass erklärt SCHAU HIN! worauf Eltern achten sollten, um ihren Kindern einen guten Start ins weltweite Netz zu ermöglichen.

© jonas ginter / Fotolia

Vor zwanzig Jahren machte ein Browser namens „Mosaic“ das World Wide Web auch für Laien nutzbar. Dieser ermöglichte erstmals das Anzeigen von Grafiken und das Navigieren im Internet per Mausklick über sogenannte Hyperlinks. Heute besteht das WWW aus zumindest 14 Milliarden Websites, zweieinhalb Milliarden Menschen sind weltweit online. In Deutschland sind es rund 55 Millionen. Auch für Kinder und Jugendliche wird die Nutzung immer selbstverständlicher, jedoch oft verbunden mit dem Risiko auf jugendgefährdende Inhalte zu stoßen oder in Kostenfallen zu tappen.

Sicher vom ersten Klick an

Welche Seiten im Netz interessieren Kinder besonders? Eltern sollten dies wissen, sich mit den Seiten beschäftigen und mit dem Nachwuchs notwendige Sicherheitsregeln durchsprechen. Am besten richten Eltern mit ihrem Kind eine kindgerechte Startseite wie www.meine-startseite.de ein und speichern weitere Lieblingsseiten ihrer Kinder als Favoriten. So erreichen Kinder diese auf einen Klick ohne wahllos im Internet suchen zu müssen. Sinnvoll ist es außerdem, einen eigenen Benutzerzugang für Kinder anzulegen, damit sie nicht auf Seiten surfen, die ihre Eltern nutzen. Gerade bei Kindern empfiehlt SCHAU HIN! geschützte Surfräume, die dafür sorgen, dass Kinder auf Seiten surfen, die vorab von Medienpädagogen geprüft wurden.

Es ist wichtig, dass Eltern über technische Möglichkeiten Bescheid wissen, mit denen sie den Zugang ins Netz für ihre Kinder absichern können. Doch ersetzt diese Technik keinesfalls die aktive Medienbegleitung durch Vater oder Mutter. Erziehende sollten daher mit ihrem Kind über problematische Inhalte auf Webseiten reden und gemeinsame Vereinbarungen treffen. So sollten Eltern darauf achten, welche Inhalte ihr Kind im Netz nutzt, verbreitet oder herunterlädt. Hilfreich ist es zudem, feste Medienzeiten zu vereinbaren und Kindern zu vermitteln, dass sie sich bei Fragen oder, wenn sie doch auf nicht kindgerechte Inhalte stoßen, jederzeit an ihre Eltern wenden können.

Schutz an Bedürfnisse des Kindes anpassen

Jüngere Kinder brauchen besonderen Schutz. Hier bietet sich eine Positivliste mit von Pädagogen geprüften Kinderseiten an. Ältere Kinder ab 12 Jahren haben andere Ansprüche und brauchen größere Bewegungsfreiräume. Eine Jugendschutzsoftware ist hier eine sinnvolle Unterstützung, wenn sie richtig verwendet und altersgerecht eingestellt wird. Die Inhalte im Netz werden unterschiedlich gefiltert: Redaktionell gepflegte Dienste sortieren geeignete Inhalte auf eine Positivliste und bieten damit einen geschützten Surfraum, der gerade für Surfanfänger geeignet ist. Jugendschutzfilter sortieren an stationären Geräten problematische Seiten aus und bieten Jugendlichen mehr Spielraum, aber auch weniger Schutz beim Surfen. Dies gilt gerade auch für automatische Einordnungen anhand von Schlagworten, die oft durchlässig sind.

Auch mobil sicher surfen

Wichtig ist auch, den Schutz für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets zu aktivieren. SCHAU HIN! bietet Eltern konkrete Hinweise zu den Sicherheitseinstellungen im Netz. Kostenlose Angebote finden Eltern auch bei „Klick-Tipps“, „Blinde Kuh“, "Seitenstark" oder "Helles Köpfchen". Ungeeignete Inhalte können Eltern und Kinder dem Zentrum für Kinderschutz im Internet „I-Kiz“ melden und erhalten hier zudem Hilfe sowie Beratung.

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