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30 Jahre E-Mails: Mailkonten kindgerecht einrichten

Am 3. August 1984 wurde in Deutschland die erste E-Mail versendet. Heute werden täglich unzählige E-Mails verschickt – auch von Kindern und Jugendlichen. Wir empfehlen Eltern, zusammen mit ihrem Kind ein Mailkonto einzurichten und dabei einige Sicherheitsregeln zu vereinbaren.

Familie vor Computer
© OJO Images / Getty Images

Unternehmen Kinder die ersten Schritte im Netz und können schon lesen und schreiben, möchten sie
sich meist auch per E-Mail mit Freunden austauschen. Richten Eltern mit ihrem Kind eine E-Mail-
Adresse ein, sollte sie nicht den vollständigen Namen, sondern zum Beispiel einen Spitznamen oder
allgemeine Begriffe enthalten, zum Beispiel hallo123@internet.de. Eltern können ihrem Kind
erklären, dass es diese Adresse nur an Freunde weitergeben und nicht online veröffentlichen soll,
damit nicht Fremde an diese persönlichen Daten gelangen und etwa für Werbung nutzen können.

Keine vertraulichen Informationen und Vorsicht bei fremden Absendern

Wichtig ist auch, mit den Kindern einige Regeln im sicheren Umgang mit E-Mails zu vereinbaren. So
sollten Kinder wissen, dass der Inhalt einer E-Mail nicht sicher vor den Blicken Unbefugter ist.
Außerdem passiert es auch geübten Usern immer wieder, dass eine E-Mail aus Versehen an den
falschen Empfänger abgeschickt wird. Grundregel: Dazu gehört nur ein Klick auf die falsche Adresse
oder eine verwechselte E-Mail-Endung. Deshalb gehören in eine E-Mail nur Informationen, die Kinder
auch auf eine Postkarte schreiben würden. Das Schreiben und Abschicken einer E-Mail geht sehr viel
schneller, als einen Brief mit der Hand anzufertigen. Am besten halten Eltern ihre Kinder dazu an,
eine E-Mail mindestens zweimal durchzulesen, bevor es sie losschickt.

Vorsicht gilt auch beim Empfang von E-Mails mit unbekanntem Absender. Denn immer wieder
werden massenweise Werbemails, sogenannte „Spam“, verschickt, die oft nicht kindgerechte
Werbeangebote oder gar Viren enthalten. Eltern üben daher am besten mit ihrem Kind das
Überprüfen der Absenderadresse und vereinbaren mit ihm, keine unbekannten Anhänge in einer
E-Mail zu öffnen. Gerade die verbergen oft gefährliche Spionageprogramme, die unbemerkt im
Hintergrund ausgeführt werden und die Daten des Rechners zerstören können.

Konten gemeinsam einrichten und Daten schützen

Generell gilt im Umgang mit persönlichen Daten: Weniger ist mehr. Eltern sollen Kinder darauf
hinweisen, welche Datenfallen es gerade bei Onlinegewinnspielen oder in der Onlinekommunikation
gibt. Oft werden diese Daten nämlich zu Werbezwecken verwendet oder an Dritte weitergegeben.
Eltern sollten vor der Anmeldung in den Datenschutzhinweisen oder Allgemeinen
Geschäftsbedingungen nachsehen, wofür die Daten verwendet werden. Eltern können ihr Kind dazu ermuntern, nervige Werbung oder unseriöse E-Mails, die zur Eingabe persönliche Daten nicht zu öffnen und Stellen wie "I-Kiz", "jugendschutz.net" oder der "Internetbeschwerdestelle" zu melden.

Dieses Thema veranschaulicht auch der Tutorialfilm „Mamas Passwort“. Weitere Informationen bietet auch das Extrathema „Datenschutz“.

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