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Bei Konsolen auf Jugend- und Datenschutz achten

Kinder und Jugendliche können mit Konsolen nicht nur spielen, sondern auch Filme und Musik abspielen, surfen und zum Teil Bilder oder Videos aufnehmen. Wir empfehlen, Geräte altersgerecht einzustellen und bietet dazu einen Konsolen-Guide.

Vater mit Kind vor Konsole
© wavebreakmediaMicro / Fotolia

Wir empfehlen Eltern bestimmte Funktionen für jüngere Kinder einzuschränken, um sie vor unpassenden Inhalten oder ungewollten Kontakten zu schützen. Gerade bei Spielanfängern ist der Zugang zum Internet und zu bestimmten Spielen zu begrenzen und auf eine Anmeldung bei den Online-Portalen der Hersteller zu verzichten. Stationäre Konsolen sind bei Kindern bis zwölf Jahren besser im Familienzimmer aufgehoben, damit Eltern im Blick haben, wie lange ihr Kind diese nutzt und vor allem wofür.

Start: Geräte einstellen

Wichtig ist, dass Eltern die Geräte selbst einrichten und sich dabei mit den verschiedenen Funktionen vertraut machen. Der Medienratgeber für Familien bietet dazu in Kooperation mit jugendschutz.net einen Konsolen-Guide mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die drei bekanntesten Modelle Xbox One, Playstation 4 und Nintendo Wii U.

Level 1: Daten schützen

Um Spam oder ungewollte Kontakte zu vermeiden, sensibilisieren Eltern ihr Kind am besten auch dafür, möglichst keine persönlichen Daten in Spielprofilen oder begleitenden Chats anzugeben. Solche Angebote sind nur zu aktivieren, wenn das Kind schon genügend Chaterfahrung hat und es die Möglichkeiten gibt, unpassende Inhalte zu melden oder nervende Nutzer zu blockieren.

Level 2: Spiele gut auswählen

Bei der Auswahl kindgerechter Spiele gilt es darauf zu achten, dass sie dem Alter und der persönlichen Reife entsprechen. Als erste Orientierung für Eltern dienen die Alterseinstufungen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) und der „PanEuropean Game Information" (PEGI). Weitere Informationen erhalten Eltern bei der Spielesuche, bei der sie geeignete Spiele sortiert nach Genre, empfohlenem Alter und Gerät finden. Hilfreich sind auch Portale wie www.spielbar.de, www.spieleratgeber-nrw.de oder die Broschüre des Bundesfamilienministeriums "Spiel- und Lernsoftware pädagogisch beurteilt". Am besten testen Eltern das Spiel zusammen mit ihrem Kind. So bekommen sie ein Gefühl dafür, was an der Konsole passiert und welche Spiele sie für geeignet halten.

Level 3: Zeiten begrenzen

Gerade Konsolen verlocken als Multimedia-Center dazu, viel Zeit damit zu verbringen, gerade auch wenn man mit anderen spielt, ob zusammen auf der Couch oder online. Hier helfen Zeitvorgaben seitens der Eltern. SCHAU HIN! empfiehlt bei Kindern von sechs bis neun Jahren maximal eine Stunde am Tag, bei älteren Kindern Wochenkontingente von etwa neun Stunden vor dem Bildschirm. Eine gute Orientierung bietet auch die Daumenregel pro Lebensjahr zehn Minuten Medienzeit am Tag bzw. eine Stunde pro Woche zu vereinbaren. Falls sich ihr Kind wiederholt nicht an diese Vereinbarungen hält, können Eltern die Spielzeiten auch über einen automatischen Timer begrenzen. Hier ist darauf zu achten, dass Spielstände automatisch gespeichert werden, um nicht als Spielverderber dazustehen.

Bonuslevel

SCHAU HIN! bietet weitere Informationen zum Umgang mit Games, darunter Wissenswertes zur Spielewahl und zu Alterseinstufungen, zehn goldene Regeln, Antworten auf Elternfragen sowie einen Initiativen-Atlas mit Links zu Beratungsstellen. Weitere Informationen zum Jugendschutz bei Konsolen erhalten Eltern auch bei den Herstellern, etwa Playstation, Xbox oder Nintendo.

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