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Buch-Tipp: iRules - Was Eltern über Selfies, Sexting und Gaming wissen müssen

Alles fing damit an, dass Janell Burley Hofmann mit ihrem Sohn ein Vertrag schloss, als sie ihm ein iphone schenkte. Daraus entstand das Buch "iRules", das nun auf Deutsch erschienen ist.

Die Medienexpertin und fünffache Mutter Janell Burley Hofmann stellte sich - wie die meisten Eltern - zahlreiche Fragen und beantwortete sie mit einem Vertrag: Als ihr dreizehnjähriger Sohn zu Weihnachten ein iPhone bekam, unterschrieb er diesen.

18 iRules

Der Vertrag enthält 18 klare Regeln, die „iRules". Sie verbreiten sich im Internet wie ein Lauffeuer - besonders bei Eltern, die vor ähnlichen Problemen stehen.

1. Es ist mein Smartphone. Ich habe es gekauft. Ich zahle dafür. Ich leihe es dir. Bin ich nicht die Beste?

2. Ich will immer das Passwort wissen.

3. Wenn es klingelt, geh auch ran. Es ist schließlich ein Telefon. Sag "Hallo" und zeige deine guten Manieren. Ignoriere nie den Anruf, wenn er "Mama" oder "Papa" im Display anzeigt. Niemals.

4. Gib das iPhone unter der Woche jeden Abend um 19:30 Uhr und an den Wochenenden um 21:00 Uhr an einen von uns ab. Nachts wird es ausgeschaltet und morgens um 07:30 Uhr wieder angemacht. Wenn es dir nicht recht ist, irgendjemanden auf dem Festnetz anzurufen, weil die Eltern rangehen könnten, dann melde dich gar nicht erst. Andere Familien wollen auch respektiert werden.

5. Es kommt nicht mit in die No linkhandler TypoScript configuration found for key tx_news_news... Unterhalte dich lieber persönlich mit den Leuten, mit denen du sonst texten würdest. Damit lernst du etwas für’s Leben. *Hitzefrei, Klassenfahrten und Co. müssen gesondert vereinbart werden.

6. Wenn das iPhone in die Toilette fällt, auf dem Boden zerschmettert oder sich einfach in Luft auflöst, No linkhandler TypoScript configuration found for key tx_news_news... Mähe rasen, spiele den Babysitter oder spare einfach dein Geburtagsgeld, denn es wird garantiert etwas passieren. Sei also besser vorbereitet.

7. Benutze die Technik nie, um andere Menschen zu belügen oder zu täuschen. Außerdem solltest du dich nicht an irgendwelchen Unterhaltungen beteiligen, die andere verletzen könnten. Sei ein guter Freund und halte dich aus Streitigkeiten raus.

8. Schreibe keine SMS oder Email mit einem Text, den du dich nicht auch persönlich zu sagen trauen würdest.

9. Schicke nichts per SMS oder Email, was du dich nicht auch zu den entsprechenden Eltern sagen trauen würdest. Zensiere dich selbst!

10. Keine Pornografie. Wenn du zu irgendetwas eine Frage hast, recherchiere im Netz oder frage jemanden – am besten deinen Vater oder mich.

11. Mach es aus, schalte es stumm oder steck es weg, wenn du dich an einem öffentlichen Ort befindest. Das gilt besonders für Restaurants und Kinos - besonders, wenn du dich gerade unterhältst. Alles andere wäre unhöflich. Lass nicht zu, dass das iPhone Dich dazu macht.

12. Verschicke keine Fotos deiner Geschlechtsteile und lass dir auch keine Geschlechtsteile von irgendjemandem schicken. Lach nicht. Eines Tages wirst Du in Versuchung geraten, das zu tun, trotz Deiner hohen Intelligenz. Es ist riskant und könnte dein Leben als Erwachsener ruinieren. Das ist einfach immer eine schlechte Idee. Das Web ist riesig und sehr viel stärker als du. Und es ist schwierig, irgendetwas diesen Ausmaßes verschwinden zu lassen – inklusive eines schlechten Rufes.

13. Mache bitte keine Million von Bildern und Videos. Man muss nicht alles sekündlich dokumentieren. LEBE deine Erfahrungen. Für deren Erhalt ist deine Erinnerung verantwortlich.

14. Du kannst dein Telefon ruhig manchmal zu Hause lassen und dich dabei sicher fühlen. Es ist nicht lebendig oder ein Teil von Dir. Lerne, auch ohne zu leben. Sei stärker als die Angst, etwas zu verpassen.

15. Lade dir Musik runter, die nicht in den Charts läuft. Klassiker oder irgendwas anderes als das immer gleiche Zeug, das sich Millionen Deiner Altersgenossen anhören Deine Generation hat den Vorteil des unbegrenzten Zugangs. Nutze dieses Geschenk und erweitere deinen Horizont.

16. Spiel ab und an auch mal ein Spiel mit Puzzeln, Wörtern oder Denkaufgaben.

17. Halte deine Augen offen. Sieh die Welt um dich herum. Starre aus dem Fenster. Hör den Vögeln zu. Geh spazieren. Sprich mit Fremden. Frage dich etwas, ohne alles zu googlen.

18. Du wirst es vermasseln. Ich werde dir das Telefon daraufhin wegnehmen. Wir werden uns hinsetzen, darüber reden und von vorn anfangen. Wir lernen voneinander. Wir spielen im selben Team.

Eigene Regeln finden

Nun erschien im Bananenblau Verlag das deutschsprachige Buch dazu. Es umfasst 300 Seiten und bietet Eltern viele praktische Tipps. Es hilft Familien, ihre eigenen „iRules" zu vereinbaren, um sich sicher im Internet zu bewegen. Dabei helfen etwa auch Bausteine wie bei mediennutzungsvertrag.de. Leicht verständlich und mit viel Humor beschreibt Janell Burley Hofmann den nicht immer leichten Umgang mit Smartphone, Tablet & Co. Sie erläutert dabei, wie Eltern ihre Kinder zu verantwortlichen, kreativen und sozial kompetenten Persönlichkeiten in Zeiten des Internets erziehen können.

Janell Burley Hofmann ist Elternberaterin und Journalistin. Sie lebt und arbeitet in den USA. Die Herausgeberin Antje Bostelmann ist Geschäftsführerin der Klax-Gruppe sowie Herausgeberin und Autorin zahlreicher pädagogischer Sachbücher. 2010 gründete sie den Bananenblau Verlag. Antje Bostelmann ist Expertin für den Umgang von Kleinkindern mit digitalen Medien. Ihr Buch "Digital Genial: Ersten Schritte mit Neuen Medien im Kindergarten" erschien 2014.

Infos in Kürze

  •      IRULES. Was Eltern über Selfies, Sexting und Gaming wissen müssen
  •      Janell Burley Hofmann, 300 Seiten, Bananenblau 2016
  •      Preis: 16,80 EUR (D) / 17,30 EUR (A)
  •      ISBN 978-3-934333-72-3

Weitere Informationen finden Sie hier.

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