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Cybermobbing in der Familie thematisieren

Das Thema Cybermobbing steht beim diesjährigen Safer Internet Day am 7. Februar im Fokus. So können Eltern ihr Kind für einem respektvollen Umgang im Netz sensibilisieren.

© fotolia/highwaystarz
© fotolia/highwaystarz

Oft tragen Heranwachsende Konflikte im Internet, in Chats oder Messengern, aus. Sie beschimpfen oder beleidigen sich, verbreiten Gerüchte, peinliche Bilder oder Clips – oft gezielt und dauerhaft. Laut JIM-Studie 2016 kennt jeder Dritte zwischen zwölf und 19 Jahren jemanden, der online gemobbt wurde, 8 Prozent waren selbst schon einmal betroffen.

Vertrauen aufbauen und Haltung entwickeln

Es ist wichtig, dass Eltern wissen, wo sich ihr Kind online austauscht und mit wem, aber auch welche Themen gerade angesagt sind. Wenn Eltern ein offenes Ohr haben, werden Kinder sich bei Problemen auch an sie wenden. Dabei hilft eine gemeinsame Haltung in der Familie und an der Schule für mehr Respekt – auch im Netz. Denn: Hinter jedem Nutzer stehen Menschen mit Gefühlen, die auf Verletzungen empfindsam reagieren.

Zeichen setzen und sich engagieren

Eltern sollten ihr Kind ermutigen, sich für Betroffene einzusetzen. Sie können gemeinsam beleidigende Beiträge oder Nutzer melden, sich öffentlich mit den Betroffenen solidarisieren und die Täter auffordern, das Mobben einzustellen.

Fälle ernst nehmen und gemeinsam Schritte überlegen

Ist das eigene Kind betroffen, ist es wichtig, dass Eltern sensibel nachhaken, um die Zusammenhänge zu verstehen. Hilfreich ist, den Vorfall mit den Eltern der Beteiligten zu besprechen, sofern diese bekannt sind. Im Fokus steht dabei nicht, Schuldige zu bestrafen, sondern das Mobbing zu beenden. Sind Mitschüler beteiligt, ist es sinnvoll das Thema in der Schule des Kindes zu besprechen, etwa bei einem Elternabend oder im Unterricht mit geeigneten Materialien. Denn oft werden Kinder sowohl auf dem Schulhof, als auch im Netz gemobbt. Wenn Eltern konkrete Schritte unternehmen, besprechen sie diese mit dem Kind und beziehen es in ihre Lösungssuche ein.

Mobbt ihr Kind selbst, sollten Eltern versuchen die Gründe zu ermitteln. Ursachen können darin liegen, dass sie unzufrieden sind, Anerkennung suchen oder sich wehren, da sie selbst gemobbt wurden. Wichtig ist, dem Kind die Situation des Opfers sowie die rechtliche Lage zu verdeutlichen sowie alternative Wege zur Konfliktlösung zu nennen. Stellt das Kind das Mobbing nicht ein, können Eltern Sanktionen aussprechen, wie etwa eine Surf- oder Chatpause.

5 Tipps gegen Cybermobbing

Eltern können ihrem Kind fünf Punkte zum sicheren Chatten und Umgang mit Störern vermitteln:

  1. Respekt zeigen. Auch online respektvoll sein. Streitigkeiten lieber persönlich klären.

  2. Persönliches schützen. Private Daten und Fotos für sich behalten, gerade weil diese auch gegen einen verwendet werden können.

  3. Störer ignorieren und blockieren. Auf Beleidigungen nicht reagieren.

  4. Sich mitteilen. Schwere Beleidigungen den Eltern mitteilen, die sich an den Betreiber, einen Anwalt oder die Polizei wenden können. Wenn der Kummer nicht mit den Eltern besprochen werden kann, helfen Beratungsstellen wie juuuport.de oder jugend.support.

  5. Betroffene unterstützen. Sich nicht an Mobbing beteiligen und Solidarität zeigen.

Weitere Tipps und Informationen

...finden sich im Extrathema „Cybermobbing“. Klicksafe bietet eine App sowie ein Unterrichtspaket zu (Cyber)Mobbing und ruft zu einer #StopMobbingWoche vom 7. bis 14. Februar auf. Seitenstark.de bündelt Kinderseiten zu Cybermobbing und Datenschutz. Auf zdftivi.de gibt es ab 3. Februar den Video-Blog „App+on“ mit einem Chat am 7. Februar, 19 bis 20 Uhr. „logo!“ bietet Tipps gegen Cybermobbing und zeigt das Porträt einer jungen Frau, die Cybermobbing überwunden hat (6./7. Februar, jeweils 19:50 Uhr, KiKA).

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