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Digitale Bildung braucht auch digitale Kompetenz

Je moderater und zielgerichteter digitale Technologien im Unterricht genutzt werden, desto größer ist der schulische Erfolg. Das zeigt eine neue Pisa-Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in 31 Ländern zur digitalen Bildung.

© contrastwerkstatt / Fotolia

Lernerfolg und Nutzungsdauer stehen im umgekehrten Verhältnis zueinander. Entscheidend sei, dass die Schüler eine Recherche planten, wichtige von unwichtigen Informationen unterscheiden könnten und die Glaubwürdigkeit einer Quelle einschätzen könnten. Die Vorteile digitaler Bildung an Schulen sind laut Studie der spielerische Zugang zu Wissen, die personalisierte Ausbildung und das kooperative Lernen.

Nutzung unterscheidet sich nach Schicht

Sozial privilegierte Schichten nutzten neue Technologien eher, um Informationen, Nachrichten und praktische Informationen zu suchen, sozial Benachteiligte suchten hauptsächlich Unterhaltung. In Deutschland nutzen Schüler aus bessergestellten Schichten das Internet mehr zur Informationsbeschaffung als sozial benachteiligte Jugendliche. Dort dienen Computer, um Videos zu schauen, online zu spielen oder zu chatten. Die Daten für Deutschland basieren laut OECD auf nationalen Erhebungen nur zu digitaler Lesekompetenz und computer-basierten mathematischen Fähigkeiten. Die für andere Länder weitergehende Studie umfasst auch Rechercheverhalten der 15-Jährigen im Netz.

4,2 Schüler in Deutschland teilen sich einen PC

Spitzenwerte bei der digitalen Lesekompetenz und beim Rechercheverhalten im Netz erzielten Länder wie Singapur, Korea, Japan, Kanada, die Vereinigten Staaten und Australien. Zu den Schlusslichter gehören Spanien, Russland, Brasilien und Kolumbien.

Der Zugang zu digitaler Bildung variiert stark. 96 Prozent der befragten Schüler haben danach einen Computer zu Hause, 72 Prozent gebrauchen diese Technik in der Schule. Im Durchschnitt nutzten die Testpersonen mindestens zwei Stunden täglich das Internet. Wird diese Dauer etwa mit sechs Stunden täglich weit überschritten, zieht das laut OECD schulische Misserfolge nach sich.Statistisch müssen sich 4,2 Schüler in Deutschland einen Rechner teilen. Damit liegt das Land auf Platz 28 unter den 34 OECD-Ländern.

Weitere Informationen

Bei der OECD finden Sie weitere Ergebnisse der Studie u.a. auf Englisch und Französich. Unser Service-Bereich bietet zudem weitere Studien zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen.

Lesen Sie in unser Interview mit Experten für digitale Bildung, wie diese die Schule verändert.

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