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Dislike! Eine Runde Mitleid von Facebook

Nutzer fordern seit Jahren einen "Gefällt mir nicht"-Knopf. Nun soll es eine Alternative zum "Like"-Button geben, um seine Empathie besser auszudrücken.

Facebook arbeitet nach langem Zögern doch an einer Art "Gefällt mir nicht"-Knopf, wie Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei der Fragerunde #AskMark am Dienstag mitteilte. Demnach arbeite Facebook intensiv daran und stehe kurz vor dem Beginn eines Tests.

Gefühle per Klick

Gerade bei traurigen Ereignissen wie einer Flüchtlingskrise oder dem Tod eines Familienmitglieds sei es schwierig, einen "Gefällt mir"-Button zu drücken. Dies könnte falsch verstanden werden. Deshalb sei es wichtig, den Nutzern mehr Optionen zu geben. Das ist nonverbal bislang nur durch Emojis möglich.

Zuckerberg meinte, sein Unternehmen habe für diesen Button eine Weile gebraucht, weil man Facebook nicht in ein Forum verwandeln wolle, in dem Leute über die Einträge anderer Leute abstimmen. Das größte soziale Netzwerk hatte bisher erklärt, man sehe keinen Bedarf an einem universell einsetzbarem "Dislike"-Knopf - weil das für viel negative Stimmung sorgen könnte.

Manchmal muss man sich die Mühe machen, passende Worte zu finden.

Tatsächlich könnte ein "Gefällt mir nicht"-Knopf auch für Cybermobbing verwendet werden, wie es etwa auch bei Youtube oft der Fall ist. Hier können Nutzer Clips anderer mit einem Daumen hoch oder runter bewerten. Hilfreicher wäre also ein Button, der "Tut mir leid" oder neutral "Interessant" ausdrückt . Zudem ist generell fraglich, ob man seine Gefühle einfach per schematischem Klick ausdrücken kann. Manchmal muss man sich dafür vielleicht doch die Mühe machen, um passende Worte zu finden.

Kritik an Beschwerdemanagement

Zuletzt kam die Frage in Deutschland unter anderem im Zusammenhang mit fremdenfeindlichen Kommentaren auf. Facebook wurde kritisiert, dass es nicht genügend auf entsprechende Posts reagiere. Nun möchte das Unternehmen eine gemeinsame Taskforce gegen Hassbotschaften bilden, um das Beschwerdemanagement zu verbessern und strafbaren Äußerungen konsequenter nachzugehen.

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