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Downloadportale kindgerecht einrichten

Das Streamen und Herunterladen von Musik z.B. für Hörspaß im Sommer wird gerade für Kinder und Jugendliche immer selbstverständlicher, kann aber rechtlich bedenklich sein. SCHAU HIN! rät Eltern den Zugang zu solchen Angeboten kindgerecht einzurichten und Alternativen zu nutzen.

© iStock.com / iconogenic

Die neusten Songs sind im Internet oft nur ein paar Mausklicks entfernt. Downloadportale wie „iTunes“ nutzen auch viele Kinder und Jugendliche, die sich hierüber Musik herunterladen. Es ist wichtig, dass Eltern im Auge behalten, was ihr Nachwuchs sich woher beschafft. Wenn Eltern ihre Kinder schon früh beim Surfen begleiten, dann macht sich das auch bei der Auswahl von Lieblingsmusik bezahlt. Eltern nutzen ihre Vertrauensbasis und vermitteln ihren Kindern gleichzeitig die wichtigsten Grundregeln für die Musikbeschaffung. Wenn Eltern darauf achten, dass ihre Kinder in Downloadportalen nur Zugang zu altersgerechten Angeboten haben, ist dies ein guter Einstieg. Kinder sollten den Kauf dann in der Höhe von Taschengeld-Guthaben oder mit Geschenkgutscheinen realisieren. So können Eltern den Überblick darüber behalten, welche Dateien ihr Kind beziehen möchte. Wichtig ist es auch, Kindern deutlich zu machen, dass viele Wege an Musik zu gelangen oder diese anzubieten, wie zum Beispiel über Tauschbörsen, oft illegal oder zumindest rechtlich bedenklich sind.

Alternativen nutzen

Als Alternative können Eltern auch nicht-kommerzielle Angebote nutzen. Medien mit einer sogenannten Creative-Commons-Lizenz sind mit einem Siegel gekennzeichnet und können frei heruntergeladen und genutzt werden. Creative Commons ist eine gemeinnützige Organisation, die verschiedene Standard-Lizenzen veröffentlicht, mit denen ein Autor der Öffentlichkeit auf einfache Weise Nutzungsrechte an seinen Werken einräumen kann. Dabei können Autoren entscheiden, ob sie die Nennung des Urhebers vorschreiben, die kommerzielle Nutzung oder Veränderungen am Werk erlauben. Kostenlos sind auch digitale Aufnahmen von Radiosendern im Netz.

Kinderschutz einstellen

Eltern sollten auch entsprechende Sicherheitseinstellungen aktivieren. So bietet beispielsweise der iTunes-Store einen Elternleitfaden und eine Kindersicherung, um den Zugang zu einzelnen Bereichen zu deaktivieren und die Bewertungsstufen von medialen Inhalten festzulegen. Zudem können Eltern auf einzelnen Geräten unter „Einstellungen“ direkt Einschränkungen vornehmen oder die Kindersicherung aktivieren bzw. anpassen, um zu verhindern, dass Kinder auf bestimmte Funktionen oder Inhalte zugreifen. Android bietet ebenfalls im Appstore „Google Play“ unter Einstellungen einen Filter an. Im Musicstore von „Google Play“ kann man unter den Einstellungen zudem angewähen, dass sexuelle explizite Titel blockiert werden. SCHAU HIN! bietet Eltern zudem konkrete Anleitungen zur Aktivierung der Sicherheitseinstellungen für stationäre Computer, Tablets oder Smartphones. Jugendschutzfilter lassen den Zugang zu solchen Plattformen gar nicht erst zu, ersetzen jedoch nicht eine aktive Medienerziehung seitens der Eltern.

Medien kreativ einsetzen

Statt Medien nur zu konsumieren, können Kinder auch selbst Inhalte erstellen, am besten gemeinsam in der Familie. Mit einfachen Programmen entstehen so leicht eigene Texte, Bilder, Clips oder Musikstücke. Geeignet sind kindgerechte und kostenlose Portale wie die Kinder-Video-Plattformen „juki“ und „TricKINO“ oder die Hörportale „Auditorix“ und „Ohrka“. Auch hier ist es wichtig, dass Eltern ihr Kind an die Nutzung heranführen.

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