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E-Sport: Daddeln als Sport?

Geh doch mal nach draußen oder mach etwas Sport! Viele Eltern wissen nicht dass Daddeln heutzutage auch schon zu Sport gehört, mit dem man durchaus seine Brötchen verdienen kann.

Der sogenannte E-Sport erfreut sich an einer äußerst großen Fan-Gemeinschaft, die sich als ihre Lieblingscharaktere verkleiden und zu den Conventions oder E-Sport Events pilgern. Erst letztens wurde die Mercedes-Benz Arena in Berlin von 12.000 E-Sport Fans überrannt, als dort die „League of Legends“ Weltmeisterschaft ausgetragen wurde. Dieses Onlinespiel, welches der Kategorie Moba (Multiplayer Online Battle Arena) zugehörig ist, zählt weltweit 67 Millionen Spieler.

Der wahrscheinlich Beste unter ihnen ist der 19 jährige Lee Sang-Hyeok, der mit seinem Team die Weltmeisterschaft gewann und ein Preisgeld von 1 Million Dollar erhielt. Mit ohrenbetäubendem Jubeln wurde er gefeiert, was man eher auf einem Konzert von Justin Bieber erwarten würde.

Was ist E-Sport?

E-Sport beschreibt, ähnlich wie bei einer Lan-Party oder einem Online-Match, den sportlichen Wettkampf mehrerer Teams in einem bestimmten Computerspiel.

Kleines Gamer-Glossar für Einsteiger

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Dabei werden den Spieler je nach Genre verschiedene Fähigkeiten, wie zum Beispiel Teamplay, eine gute Hand-Augenkoordination, eine schnelle Reaktionszeit, Taktik usw. abverlangt. Diese Eigenschaften werden als sogenannte „Skills“ bezeichnet. Je höher der Skill eines Spielers ist, desto leichter sollte es ihm fallen sich bei dieser Art von Wettkampf zu behaupten. Inzwischen wurde der E-Sport in wenigen Ländern schon als echte Sportart anerkannt und wird von Sportverbänden unterstützt.

Sogar einige große Marken, wie zum Beispiel Coca Cola haben das wachsende Potential des E-Sports entdeckt und sponsern T-Shirts, die von den Profi-Gamern getragen werden.

Faszination E-Sport

Für viele Laien bzw. Eltern dürfte es als unvorstellbar vorkommen, das bleiche, schmächtige und zum Teil schüchterne Teenies wie Rockstars gefeiert werden und dabei noch beachtliche Summen mit nach Hause nehmen könnten. Doch für viele Jugendliche sind diese Wettkämpfe das Event des Jahres schlechthin.

Dieser Hype schwappte langsam nach Europa rüber und findet seinen Ursprung in Südkorea, wo der E-Sport schon fester Bestandteil der Kultur geworden ist. Dort werden die Gamer als Stars verehrt und dürfen sogar zugunsten ihrer „Karriere“ den Militärdienst verschieben.

Inwieweit der E-Sport die Medienlandschaft in Deutschland verändern wird, ist noch unklar. Vom Deutschen Olympischen Sportverband wurde der E-Sport noch nicht als Disziplin anerkannt, dennoch wurde in Berlin gezeigt, dass der E-Sport langsam aber sicher auf dem Vormarsch ist.

Tipps für Eltern

Um ein großes Maß an Skills zu erlangen, um zu den Profi-Gamern zu gehören ist nicht nur Talent, sondern auch regelmäßiges und intensives Training mit seinem Team vonnöten. Dies würde bedeuten, dass ihr Kind lange Zeit vor dem Computer oder der Konsole verbringen muss. Durch die hohen Gewinnbeträge, den Ansporn der Gemeinschaft und den Ehrgeiz einer der Besten zu werden, entsteht ein Risiko des exzessiven Spielens. Eltern reden am besten mit ihrem Kind darüber und machen klare Zeiten aus, damit es lernt Prioritäten richtig zu setzen. Wichtig ist auch, dass Eltern darauf achten, was gespielt wird, auf Altersfreigaben achten und bei so genannten Killerspielen konsequent sind.

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