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EU-Datenschutzreform: Neues Mindestalter für Facebook und Co.

Die Europäische Union hat sich diese Woche auf einheitliche Datenschutzregelungen geeinigt. Dies betrifft auch das Mindestalter für das Nutzen von Online-Diensten. Unabhängig vom Alter empfiehlt SCHAU HIN!, Kinder und Jugendliche aktiv bei der ersten Verwendung von sozialen Netzwerken und Nachrichtendienste zu begleiten sowie früh über Privatsphäre und Datensicherheit zu sprechen.

Die neuen Regelungen sehen vor, dass Kindern unter 16 Jahren das Nutzen von Netzwerken wie Whatsapp und Facebook nur mit Zustimmung der Eltern erlaubt sei. Einzelne EU-Nationen können diese Grenze für ihre Länder alledings weiter senken. Kindern unter 13 Jahren soll die Nutzung gänzlich verboten werden. Noch steht die formale Absegnung durch EU-Ministerrat und EU-Parlament aus, danach sollen die Regeln Anfang 2018 in Kraft treten.

Kinder müssen Umgang mit Daten von Eltern lernen

Aufgrund des schwachen Umgangs von Online-Diensten mit Daten- und Jugendschutz sind Online-Dienste für Kinder ohnehin ungeeignet, da ihnen meist noch das Verständnis für die Sensibilität ihrer Daten fehlt. Trauen Eltern ihren Kindern jedoch den vertrauensvollen Umgang mit Snapchat , Instagram und ähnlichen Portalen zu, sollten sie das Einrichten des Profils begleiten und dabei genau auf die Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen achten. Tipps und genaue Anleitungen hierfür finden Eltern im Bereich „Sicherheit“ auf den Seiten von SCHAU HIN! zu sozialen Netzwerken und mobilen Geräten.

Online gilt es möglichst keine privaten Daten preiszugeben und das Profil und Beiträge nur Freunden zugänglich zu machen. Hierzu müssen Kinder lernen, online auch nur „richtige Freunde“ zu ihrem Netzwerk hinzuzufügen und auf Anfragen von Fremden nicht zu reagieren oder diese zu blocken. Beiträge von Anderen, auf denen ihr Kind markiert ist, sollte es vorher prüfen dürfen. Dies können Sie in der Regel in den Einstellungen festlegen.

Kindgerechte Alternativen

Der Vorteil von Online-Communitys speziell für Kinder liegt im weitgehenden Verzicht auf die Abfrage sensibler Daten. So benötigen die Portale etwa auch nicht den vollen Vor- und Zunamen. Außerdem werden die Communitys von Moderatoren begleitet, die notfalls in die Diskussion eingreifen können. Beispiele für solche Portale sind tivi Treff, Knipsclub, Juki (alle ab 8 Jahren) oder Mein Kika [https://www.mein-kika.de/startseite.html] (ab 10 Jahren). Eine Beurteilung der Eignung einzelner Netzwerke für Kinder bietet auch der Netzwerkatlas von SCHAU HIN!.

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