Facebook feiert seine "Friends"

Facebook feiert seinen heutigen dreizehnten Geburtstag mit dem "Friends Day" und einem Clip mit Bildern eigener Freunde auf Facebook und lockt damit wie beim "Jahresrückblick" zum Teilen privater Informationen.

Die Zahl der aktiven Nutzer auf Facebook ist mittlerweile auf 1,86 Milliarden monatlich aktive Nutzer angestiegen, berichtet das soziale Netzwerk stolz. Wer Facebook heute nutzt, kennt jeden anderen Nutzer über maximal 3,57 andere User. Im Jahr 2011 sollen es noch 3,74 Ecken gewesen sein. Die (Facebook-)Welt rückt also näher zusammen.

Als Feature für den "Friends Day" stellt Facebook ein individuelles Video breiten, das besondere Momente zeigen soll, die man auf Facebook mit "Freunden" verbracht hat. Das Video lässt wie der Clip zum Jahresrückblick anpassen und teilen. 

Geschicktes Marketing

Doch sollten Nutzer dabei bedenken, dass sie so nicht nur an andere private Informationen weitergeben, sondern natürlich auch an Facebook selbst. Dazu kommentiert Frank Patalong bei Spiegel Online: "Wenn hier jemand aktiv wird, freut das am Ende auch Facebook, weil das Netzwerk anschließend genauer als vorher weiß, wer einem wie wichtig ist. Der Freudentänzer entpuppt sich so am Ende als ziemlich cleveres, wenn auch perfides Instrument, dessen Hauptzweck es sein dürfte, Daten über uns zu sammeln."

Tipps, wie man es Facebook nicht ganz so leicht macht, finden Sie in unseren Hintergrundartikel zu  Datenschutz und Facebook sowie in den konkreten Hinweisen zu Sicherheitseinstellungen und persönlichen Informationen im derzeit (noch!) größten sozialen Netzwerk.

Follower sind nicht gleich Freunde

Laut JIM-Studie 2014 haben Jugendliche in Deutschland im Schnitt 256 "Freunde". Eine Studie der Oxford Universität zählte 2016 durchschnittlich 155 Freunden bei Facebook-Nutzern in Großbritannien. Weiblichen Nutzer liegen mit 166 Freunden noch leicht über den männlichen Nutzern mit 145. Außerdem offenbarte die Forschung, dass die Facebook-Nutzer nur 28 Prozent ihrer Freunde im sozialen Netzwerk als wahre Freunde ansehen, und bei echten Problemen nur vier von ihnen um Hilfe bitten würden.

Erfreulich ist dabei, dass Jugendliche auch viel mehr Zeit mit echten Freunden verbringen: Laut JIM-Studie 2016 verabreden sich 73 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen regelmäßig (täglich/mehrmals pro Woche) persönlich mit Freunden oder Bekannten.

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