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Facebook startet Infoportal für Eltern

Vieles, was in sozialen Medien passiert, verwirrt Kinder und macht ihnen Angst. Facebook gibt Eltern nun Hinweise für die Plattformnutzung und reagiert damit auch auf immer lauter werdende Kritik.

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Ob derbe Sprache, falsche Nachrichten oder anstößige Bilder – in Sozialen Medien gibt es vieles, das Kinder und Jugendlich verwirrt und beängstigt. Eltern wissen oft nicht, was ihre Kinder im Netz treiben und wie sie das Problem angehen können. Mit einem neuen Informationsportal möchte das größte soziale Netzwerk der Welt, Facebook, Eltern bei der Nutzung der Plattform helfen.

Das Unternehmen hat dazu eine Seite eingerichtet, auf der Eltern die Grundlagen von Facebook erlernen und nachlesen können, wie sie etwa ein Konto anlegen, ein sicheres Passwort wählen oder gefährliche Inhalte melden. Darüber hinaus, hat Facebook Hinweise zusammen getragen, wie Eltern Kinder beim sicheren Umgang unterstützen. „Erkläre deinem Kind, dass online die gleichen Regeln gelten wie offline“, schreibt die Plattform. Dabei könnten Eltern so vorgehen wie bei der Erklärung, dass man vor dem Überqueren einer Straße nach rechts und links blicke oder beim Fahrradfahren einen Helm aufsetze. Das Netzwerk rät Eltern auch, sich auf Seiten, wie der „Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia“, zu verbinden.

"Mache Facebook zu deinem Facebook"

Facebook reagiert damit auch auf die immer lauter werdende Kritik zu ungeprüften Inhalten, die Nutzer auf der Seite verbreiten. So bemängeln Experten, dass das Unternehmen "Hasskommentare" oder falsche Nachrichten auf ihrer Plattform nicht oder nicht schnell genug entfernt. Facebook hingegen appelliert an die Selbstkontrolle der Nutzer. „Mache Facebook zu deinem Facebook“, heißt es dazu in einer aktuellen Kampagne, die auf sozialen Medien, wie Youtube oder auch an Bushaltestellen als Plakatwerbung zu sehen ist. Nutzer sollten demnach darauf achten, mit wem sie etwa Fotos ihrer Kinder teilen oder ungewollte Inhalte löschen.

Facebook gehört bei Jugendlichen zu den am häufigsten genutzten Online-Diensten. Laut der aktuellen JIM-Studie 2016 nutzen 43 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland die Plattform regelmäßig. Dennoch hat das Unternehmen seinen Stellenwert unter den wichtigsten Internetdiensten in den vergangenen Jahren eingebüßt und liegt damit weit hinter Youtube und WhatsApp.

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