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Facebook umwirbt jetzt auch Kinder

Bisher war das Soziale Netzwerk Facebook ab 13 Jahre freigegeben. Das bleibt auch vorerst so - trotzdem buhlt der amerikanische Konzern um jüngere Nutzer. In den USA erscheint jetzt die App "Messenger Kids", die jungen Nutzern ein sicheres Chat-Umfeld bieten soll. Die Veröffentlichung in weiteren Ländern ist eine Frage der Zeit.

© Screenshot messengerkids.com

Facebook wird unbeliebter, jüngere Nutzer setzen vor allem auf Instagram und Snapchat. Das hat erst kürzlich die JIM-Studie 2017 belegt. Deshalb will Facebook die junge Generation für sich gewinnen. Ein Ansatz ist die gerade vorgestellte App "Messenger Kids". Zuerst erscheint sie in den USA - wohl als Test, wie bereit Eltern sind, ihre Jüngsten mit einer Chatsoftware des Social-Network-Riesens auszustatten. Wahlweise kann sie auf den Endgeräten der Eltern installiert werden oder auf jenen der Kinder, wenn diese schon eigene Geräte haben.

Damit ein sicheres Chatten gewährleistet ist, bekommen die Erziehenden in der App viel Mitbestimmungsrecht. Nur Eltern können Kontaktanfragen bestätigen und so sichergehen, dass der Dienst, der neben Text- auch Videochats ermöglicht, nicht von Fremden missbraucht wird, die Kontakt zu Kindern suchen. Ein weiteres Feature ist, dass Nachrichten nicht gelöscht werden können. Damit haben Eltern die Möglichkeit, Chatverläufe einzusehen, ohne, dass ihnen Informationen vorenthalten werden.

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Erwachsene können sich direkt aus der klassischen Messenger-App mit der Kids-Version verbinden und benötigen keine zusätzliche App. Gechattet werden kann nicht nur mit einem, sondern auch mit mehreren Gespärchspartnern. Filter, GIFs und Sticker sollen Kinder begeistern. Auf der Internetseite betont Facebook, dass für die jungen Nutzer kein klassisches Profil angelegt wird, es keine Werbung und keine In-App-Käufe gibt. Damit verdient Facebook zwar kein Geld an Messenger Kids - dafür werden die Kinder bereits früh mit der Marke vertraut gemacht.

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