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Fernsehen ohne Ende?

Radio und TV sind die beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen und die mit Abstand meistgenutzten Medien. Gleichzeitig wächst die Bedeutung von Audio- und Video-on-Demand, Smart-Radio, Smart-TV und mobilen Angeboten. Das zeigt die Mediennutzungsanalyse 2015 des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien. Wir stellen die Ergebnisse kurz vor.

© iStock.com/IS_ImageSource
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Insgesamt verbrachten die Deutschen täglich über 10 Stunden mit der Nutzung von Medien, wovon mit 70 Prozent der mit Abstand größte Anteil auf die Nutzung von Fernsehen und Radio entfiel. Alle audiovisuellen Medien gemeinsam stehen für fast 80 Prozent der täglichen Mediennutzung.

Im durchschnittlichen Tagesverlauf ist Radio von morgens bis in die frühen Abendstunden das meist genutzte Medium, das Fernsehen hat seine höchste Reichweite am Abend. Relativ stabil ist die Internetnutzung im Tagesverlauf.

Fernsehen

Pro Tag sah die deutsche Bevölkerung (ab 3 Jahren) 2015 im Durchschnitt 3 Stunden und 43 Minuten fern. Die Sehdauer stieg damit seit 1990 von 147 auf 223 Minuten. Kinder im Alter von 3-13 Jahren verbrachten 2015 im Durchschnitt 82 Minuten pro Tag mit Fernsehen. Die Verweildauer vor dem Fernseher liegt sogar bei 331 Minuten, also über 5 1/2 Stunden.

Hier finden Sie Tipps für Fernsehanfänger.

Radio

Mit Radio hören verbrachten die Deutschen (ab 10 Jahren) 2015 werktäglich 3 Stunden und 10 Minuten. Der weiteste Hörerkreis lag 2015 bei 92,1 Prozent der Bevölkerung, werktäglich erreichte Radio 77,4 Prozent.

Hier finden Sie Tipps zu Hörmedien für Kinder.

Online und Mobile

74,6 Prozent der Deutschen ab 14 Jahre sind monatlich online, 54,6 Prozent gehen mobil ins Internet. Die Deutschen (ab 14 Jahren) verbrachten 2015 113 Minuten im Internet, davon 51 Minuten mit Kommunikation, 62 Minuten mit eigentlichem Surfen, darunter die Nutzung von Online-Video und Musikstreaming mit 20 Minuten.

Hier finden Sie Tipps zum sicheren Surfen und der Handynutzung von Kindern.

Die Studie finden Sie hier zum Download.

Vorbild sein, auch bei der Mediennutzung

Medienkompetenz von Kindern wird nicht nur durch Worte und Regeln, sondern durch eigenes Verhalten und eigene Haltungen beeinflusst. Wichtig ist, dass Eltern sich ihrer Vorbildrolle und ihrem Einfluss auch in der Medienerziehung bewusst sind, ihre Mediennutzung reflektieren und mit gutem Beispiel vorangehen, sich über aktuelle Entwicklungen informieren, um ihr Kind kompetent begleiten zu können. Gemeinsame Regeln sollten nicht nur gut begründet, sondern bestenfalls gemeinsam gelebt werden, damit Kinder diese nachvollziehen können und sich auch daran halten.

Am besten beobachten sich Eltern selbst, wie oft sie welche Medien wozu nutzen. Gehen sie beim Essen oder bei Gesprächen ans Handy? Läuft der Fernseher bei anderen Freizeitaktivitäten? Sind Computer oder mobile Geräte ständig auf Empfang? Unser Online-Test für Eltern hilft dabei. Ein Weg zu einer bewussteren Mediennutzung kann ein gemeinsames Medienfasten sein.

Wir bieten weitere Tipps zu Medienzeiten und Eltern als Vorbild bei der Medienerziehung.

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