TV & Film

Fernsehen zu Weihnachten: Auf die Auswahl kommt es an

Die TV-Sender bieten zur Weihnachtszeit ein umfassendes Filmangebot. Gerade für Kinder ist an den Festtagen eine sinnvolle Programmwahl wichtig. Am besten schauen Eltern die Filme mit ihren Kindern gemeinsam – und machen das Fernsehen so zum Familienerlebnis.

fotolia/Miredi
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Angebote auswählen

Für jüngere Kinder eignen sich kurze Weihnachtsgeschichten mit einfachen Erzählsträngen, in verständlicher Sprache und mit einem positiven Ausgang. Für fernseherfahrenere Kinder eignen sich Figuren mit denen sie sich identifizieren können, eine interessante Handlung, die nicht durch Effekte überladen ist, sondern durch Fantasie und Witz unterhält. Eine erste Orientierung bieten die Altersfreigaben der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft bzw. der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen, die jedoch nichts über die Qualität aussagen. Hier helfen Empfehlungen von SCHAU HIN!, FLIMMO oder die Kinderseiten von Fernsehzeitschriften wie TV Spielfilm.

Gemeinsam schauen

Eltern können mit ihrem Kind zusammen einen geeigneten Film anschauen und so das Film- zum Familienerlebnis machen. Dabei können Eltern genauer auf die Reaktion ihres Kindes achten, Szenen erklären, wenn sie etwas nicht verstehen und danach darüber sprechen, etwa welche Szenen und Figuren besonders gefallen haben. Gerade mit kleineren Kindern kann man die Filmgeschichte auch weiterspinnen und die eigene Fortsetzung nachspielen oder malen. Schauen Kinder allein, ist es ratsam, dass Eltern sie zumindest im Blick haben, denn auch Kinderfilme können Kinder ängstigen.

Zeiten regeln

Auch wenn die Auswahl manchmal schwerfällt, ist es wichtig, dass Kinder auch in den Ferien nicht zu lange am Stück vor dem Bildschirm verbringen. Als Orientierung helfen gemeinsame Absprachen. SCHAU HIN! empfiehlt etwa für Kinder bis fünf Jahren im Schnitt maximal eine halbe Stunde pro Tag, für Kinder bis neun Jahren bis zu einer Stunde, ab zehn Jahren ein Zeitbudget von etwa neun Stunden pro Woche. Damit lernen Kinder ihre Medienzeit zunehmend selbst einzuteilen. Schaut die Familie an den Feiertagen zusammen einen Weih­nachts­film, sollten Eltern bei den Fernsehzeiten entspannt reagieren und Ausnahmen zulassen: Gemeinsames Fernsehen ist auch Familienzeit.

Selbst entscheiden

Wichtig ist auch, wann Kinder fernsehen. Filme ab 16 Jahren (FSK 16) werden nur ab 22 Uhr gesendet, Filme ab 18 Jahren nach 23 Uhr. Auch ist vom Fernsehen vorm Schlafengehen abzuraten, damit Kinder besser abschalten können. Doch können auch für Kinder weniger geeignete Filme gerade an den Feiertagen tagsüber in der Wiederholung laufen. Statt sich den Ablauf der Feiertage vom Fernsehprogramm diktieren zu lassen, kann man Filme und Sendungen auch auf DVD, in der Mediathek oder auf Streaming-Portalen ansehen und über Festplattenrekorder aufnehmen.

Alternativen anbieten

Kinder freuen sich auch über gemeinsame Spiele, Ausflüge oder Basteln. Wichtiger als starre Zeiten ist, darauf zu achten, dass Hobbys und soziale Kontakte nicht zu kurz kommen.

5 Tipps für bewusstes Fernsehen

1.    Angebote auswählen: Altersfreigaben und Empfehlungen sind gute Anhaltspunkte.

2.    Gemeinsam schauen: Auf Reaktion des Kindes achten und das Gesehene besprechen.

3.    Zeiten regeln: Klare Absprachen über Bildschirmdauer treffen. Nicht vorm Schlafengehen!

4.    Selbst entscheiden wann geschaut wird: Mediatheken oder Festplattenrekorder helfen dabei.

5.    Alternativen anbieten: Auf Abwechslung in der Freizeitgestaltung achten.

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