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Gemeinsame Spielregeln für neue Konsolen

Videospielgeräte wie die neue Xbox One und PlayStation 4 bieten neben dem Spielen viele weitere Funktionen: Sie ermöglichen das Abspielen von Filmen und Musik, den Zugang ins Internet und im Falle der Xbox die Steuerung per Körperbewegung über das Kamerasystem „Kinect“. SCHAU HIN! empfiehlt Eltern, bei diesen Geräten auf Datenschutz und Sicherheitseinstellungen zu achten.

© [OJO Images] / Getty Images

Die „Kinect“ nutzt einen Bewegungssensor, der die Körperbewegungen der Spieler per Kamera erfasst und über eine digitale Spielfigur auf dem Bildschirm abbildet. Das System merkt sich aber auch die Gesichter der Menschen, die vor dem Sensor stehen, und sogar deren Ausdruck beim Spielen. Dies erhöht die Interaktivität, bringt aber Datenschutzprobleme mit sich, wenn Hersteller das Spielverhalten besser beobachten und für Marketingzwecke nutzen. Dies gilt auch, wenn dafür wenn man bei der Anmeldung auf ihren Online-Communitys persönliche Daten preisgibt, über eingebaute Chats verständigt, in Echtzeit zusammen spielt oder Spielstände teilt.

Jugend- und Datenschutz besonders wichtig

Smarte Spielgeräte erfordern neue Regeln in der Mediennutzung. Eltern sollten sich mit den umfangreichen Funktionen von Geräten vertraut machen, mit ihrem Kind die Konsole ausprobieren und es dafür sensibilisieren, dass sie bei jeder Aktion auch Datenspuren hinterlassen, die Hersteller auslesen, um ihr Angebot daran anzupassen. Bei Kindern sind strikte Datenschutzeinstellungen für ungetrübten Spielspaß absolut empfehlenswert. Zudem sollten Kinder nie ihre persönlichen Daten angeben oder mit anderen teilen. Dazu gehören unbedingt auch Bilder und Videos, die mit der Konsolenkamera aufgenommen wurden. Neben einem sensiblen Umgang mit den eigenen Daten ist gerade bei Spielanfängern zu empfehlen, den Internetzugang bei den Konsolen zu begrenzen und auf eine Anmeldung bei den Online-Portalen der Hersteller zu verzichten. Zudem gilt es, bei der Auswahl kindgerechter Spiele darauf zu achten, dass sie dem Alter und der persönlichen Reife entsprechen. Als erste Orientierung für Eltern dienen die Einstufungen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) und die Alterskennzeichnungen „Pan-European Game Information“ (PEGI).

Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen bei den wichtigsten Gerätetypen

Bei der PlayStation lassen sich über das Menü der Spielkonsole Sicherungsstufen auf Basis der PEGI-Kennzeichnung festlegen und mit einem Passwort absichern. Auch die Konsole Xbox bietet Jugendschutzeinstellungen: Eltern können hier ein Kinderkonto anlegen, Inhalte einschränken und auch den Upload von Fotos und Videos blockieren, die mit der „Kinect“ aufgenommen wurden. Ebenfalls erkennt das Gerät, mit welcher USK-Altersfreigabe ein Spiel versehen ist, und gleicht sie mit der festgelegten Altersgrenze ab. Neben den Alterseinstufungen bietet der Menüpunkt „Jugendschutz“ noch einen „Familien-Timer“, mit dem Eltern die Spielzeit ihrer Kinder festlegen. Bei der Konsole Wii U können Eltern in den Systemeinstellungen unter dem Menüpunkt „Altersbeschränkungen“ per Passwort den Zugriff auf Spiele beschränken, die laut USK für die Altersgruppe ihres Kindes freigegeben sind sowie die Online-Funktion teilweise oder ganz sperren.

Weitere Tipps

SCHAU HIN! bietet als weitere Tipps zum Umgang mit (Online-)Games auch die zehn goldene Regeln, eine Spieledatenbank mit pädagogischen Beurteilungen sowie einen Initiativen-Atlas und eine Übersicht von Beratungsstellen für Eltern. Weitere Informationen zum Jugendschutz bei Konsolen erhalten Eltern auch bei Portalen wie spielbar.de, spieleratgeber-nrw.de, klicksafe.de oder bei den Herstellern selbst, z.B. unter www.ps-playsafeonline.com/de.

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