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Girls' Day: Ich werd Programmiererin

Mit Kursen und Programmen können Kinder spielerisch Aspekte digitaler Berufe entdecken, für die auch der Girls‘ und der Boys‘ Day begeistern, wie etwa Programmierer/in, Informatiker/in oder App-Entwickler/in.

Code your Life

Girls' Day und Boys' Day werden immer beliebter. Das Angebot für Kinder, in typische Berufe des anderen Geschlechts reinzuschnuppern, ist so groß wie nie zuvor: Seit dem Start 2001 ist die Zahl der Veranstaltungen des Girls' Day auf mehr als 10.000 gestiegen. Mit 6.500 Veranstaltungen beim Boys' Day ist auch das Angebot für Jungs ein Rekord. Insgesamt nehmen an den Aktionstagen rund 100.000 Mädchen und über 30.000 Jungen teil.

Sowohl der Girls' Day als auch der 2011 erstmals initiierte Boys' Day zeigen dabei Auswirkungen auf das Berufswahlverhalten junger Frauen und Männer, wie das Bundesfamilienministerium bekannt gibt. So ist seit Beginn des Girls' Day der Frauenanteil bei den auszubildenden Fahrzeuglackiererinnen von 5,5 Prozent im Jahr 2000 auf 15 Prozent im Jahr 2015 gestiegen. Der Anteil der Männer in der schulischen Ausbildung zum Erzieher hat sich seit Einführung des Boys' Day von 16,8 Prozent (2012) in nur drei Jahren auf 18,6 Prozent erhöht.

Mehr Informatikstudentinnen

Auch im bisweilen männlich dominierten Feld der Computerexperten hat sich in den vergangenen Jahren etwas getan: So ist die Anzahl der Studienanfängerinnen in Informatikstudiengängen innerhalb von vier Jahren um mehr als ein Drittel (36 Prozent) gestiegen. Dennoch ist der Anteil der Frauen mit 8.500 Studentinnen weiter deutlich unterrepräsentiert. Nur jeder vierte Student ist nach Angaben des Digitalverbandes Bitkom in den IT-nahen Fächern weiblich.

Dabei ist es heute bereits im Kindesalter einfach dank interaktiven Medien mit digitalen Berufen in Kontakt zu kommen. So können auch schon Kinder mit leichten Programmen und Apps die Grundtechniken des Programmierens erlernen.

Level 1: Vorlauf

Kinder brauchen ein gewisses Vorwissen und sollten Lesen, Schreiben sowie die Grundrechenarten, also Plus, Minus, Mal und Geteilt bis 100 oder besser bis 1000 können. Das ist ungefähr ab der dritten Klasse, also etwa mit 8 Jahren der Fall. Wichtig sind auch Konzentration, logisches Denken, Geduld und vor allem Neugier. Eltern können mit ihrem Kind Grundtechniken trainieren, die man für das Programmieren benötigt.

Hilfreich ist dazu diese Übung: Mutter oder Vater stellen sich an eine Wand im Raum. Das Kind bekommt die Aufgabe die Eltern zu „programmieren“ und mit drei Befehlen zur nächsten Wand zu lotsen: geradeaus, links und rechts.

Level 2: Einstieg

Möchte ihr Kind lernen, wie Websites oder Apps entstehen, können Eltern ihr Kind gut begleiten, indem sie passende Angebote und Kurse auswählen, diese an der Schule ihres Kindes anregen sowie bei Problemen zur Seite stehen. Programmieren kann man lernen wie Rechnen, Schreiben oder eine Fremdsprache.

Für Kinder und Jugendliche gibt es eigens entwickelte Programmiersprachen, die einfach über grafische Elemente zu bedienen und lizenzfrei sind, wie KTurtle, Logo, Scratch oder Alice. Hier bieten sich auch kindgerechte Apps für den Einstieg an, etwa "Robertas Roboter" für iOS und Android (Stiftung Haus der kleinen Forscher) oder "ScratchJr" für iOS und Android (Scratch Foundation).

Praktisch sind auch betreute Workshops und Webinare für Kinder wie etwa  "Junge Tüftler", "Jugend hackt" oder "IT for kids" und "Code your Life" (für Schulen).

Level 3: Bonus

Haben Jugendliche nachhaltiges Interesse an diesen Techniken gefunden und können sich dies auch als Beruf vorstellen, können Eltern dies durch weitere Informationsangebote wie berufe.tv, berufenet.arbeitsagentur.de, dasbringtmichweiter.de, planet-beruf.de oder einen Besuch beim Berufsinformationszentrums unterstützen.

Große Programme für kleine Programmierer

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