Vermischtes

Gute Vorsätze - auch beim Medienkonsum

Oft vor dem Bildschirm, immer das Gefühl, etwas zu verpassen und wenig Zeit für Familie und Freunde? Gute Vorsätze zum neuen Jahr können auch ein Anlass sein, die Mediennutzung zu überdenken.

© Robert Kneschke / Fotolia

Es ist wichtig, auch mal nicht erreichbar zu sein und von unserem schnelllebigen Alltag und der Fülle an Informationen etwas Abstand zu nehmen. Der Beginn des neuen Jahr kann ein guter Moment sein, um auch darüber nachzudenken welche Medien man wie häufig nutzt und ob man auch für eine gewisse Zeit den Medienkonsum einschränken möchte, am besten gemeinsam in der Familie.

Medienfasten testen

Beim Medienfasten legen alle gemeinsam fest, welche Geräte an welchen Tagen und zu welchen Zeiten Pause haben. Die Regeln sollten klar sein, damit alle wissen, worauf sie sich einlassen. Man kann auch vereinbaren, ein Tagebuch zu führen, um die Eindrücke festzuhalten und anschließend zu besprechen. So wird daraus ein gemeinsames Erlebnis für die ganze Familie.

Eine Auszeit verschafft Kindern die Ruhe, Zeit und Aufmerksamkeit, eigene Fähigkeiten auszu­pro­bieren und Interessen wiederzuentdecken, für die man sich früher mehr Zeit genommen hat und die möglicherweise zu kurz gekommen sind.

Medienzeiten regeln

Generell empfiehlt SCHAU HIN! mit den Kindern klare Regeln bei den Medienzeiten zu vereinbaren. Als Orientierung gilt: Jüngere Kinder bis fünf Jahre sollten nicht länger als eine halbe Stunde, ältere Kinder bis neun Jahre bis zu einer Stunde täglich vor dem Bildschirm verbringen - ob TV, Games oder Internet. Bei Kindern ab zehn Jahren können Eltern auch ein Zeitkontingent pro Woche bis zu neun Stunden vereinbaren, dass sie sich selbstständig einteilen.

Eine weitere Faustregel besagt: Pro Lebensjahr 10 Minuten Medienzeit pro Tag oder 1 Stunde pro Woche sind genung. Ein Mediennutzungsvertrag kann dabei helfen, die Regeln gemeinsam festzulegen.

Vorbild sein

Gerade für jüngere Kinder ist es wichtig, wenn Eltern als Vorbild ihnen einen bewussten Umgang mit Medien vorleben. Dazu zählt etwa, nicht ständig per Handy erreichbar zu sein und dieses bei Gesprächen, während des Essens, beim Spielplatzbesuch oder bei der Autofahrt auszuschalten.

Vor allem können Eltern zeigen, dass sie sich den Alltag nicht von der Mediennutzung bestimmen lassen:Dazu gehört, berufliche Telefonate und Mails nicht während der Freizeit zu beantworten, gerade während man aktiv Zeit mit dem Kind verbringt, und kein Eintakten der Freizeit nach dem Fern­sehprogramm. 

Testen Sie jetzt mit zehn kurzen Fragen, wie Sie selbst Medien nutzen, und erhalten Sie passende Tipps zur Medienerziehung Ihres Kindes.

Natürlich sind auch Eltern nicht perfekt. Unsere Kolumnistin Gerlinde Unverzagt meint: Kinder brauchen gute Vorbilder, doch heißt das nicht, dass Eltern sich auch jederzeit vorbildhaft verhalten müssen.

JOMO statt FOMO

Wir beschäftigen uns in unserem Medienstudio mit der Frage, warum Kinder eigentlich immer am Smartphone hängen und ob Kinder wirklich besser sind.

Zudem bieten wir 7 ultimative Tipps gegen "FOMO", "fear of missing out", also die Angst etwas zu verpassen.

Und wir stellen Apps gegen Handystress vor, um unsere Smartphonenutzung zu überprüfen und einzuschränken.

Veröffentlicht am