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"Homevideo" - Cybermobbing als Schulthema

Zum Film "Homevideo", der anhand der Geschichte von Jakob das Thema Cybermobbing behandelt, ist nun auch das Buch im Carlsen Verlag erschienen. Wir verlosen zehn Exemplare.

Carlsen

Die Handlung

Der 15-jährige Jakob Moormann steckt mitten in der Pubertät und leidet unter der Trennung seiner Eltern. Unbedacht verleiht Jakobs Mutter seine Videokamera an seine Mitschüler Henry und Erik. Auf der Speicherkarte der Kamera finden die beiden private Aufnahmen von Jakobs Familie und eine Szene, in der Jakob Hannah seine Liebe gesteht und anschließend masturbiert.

In kürzester Zeit verbreiten sich die Szenen im Internet und in der ganzen Schule. Jakob wird ausgelacht, angemacht, gemobbt. Seine Freundin zieht sich von ihm zurück. Lehrer und Eltern wissen kaum, wie sie mit der Sache umgehen sollen. Keiner traut sich zu helfen, keiner kann die Hassbotschaften stoppen. Und das Unglück nimmt seinen Lauf...

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Das Thema

Das Fachportal kinofenster.de verweist in der Rezension zum Film auf die vielfältigen Bezugspunkte, gerade auch für den Unterricht: "Der Film macht deutlich, welche Risiken die Neuen Medien in sich bergen: Nach wenigen Klicks befindet sich Jakobs Videotagebuch im Internet und erfährt durch die sozialen Netzwerke eine schnelle Verbreitung. [...]. Die anonymen Kommentare, die Jakob als "krank" und "pervers" abwerten, verdeutlichen, dass der Voyeurismus in Verbindung mit anonymer Gehässigkeit unter Jugendlichen verbreitet ist. In diesem Zusammenhang sollte diskutiert werden, welche Daten Schüler bedenkenlos im Internet teilen können und in welchen Fällen Vorsicht geboten ist. Dabei sollte auch das Recht am eigenen Bild erörtert werden. Dass Henry Jakob im Netz bloßstellt, hat schließlich sogar eine strafrechtliche Relevanz. Denn das Grundgesetz garantiert den Schutz der persönlichen Ehre im Rahmen des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts."

Buch und Begleitmaterial zum Film

"Homevideo" von Regisseur Kilian Riedhof behandelt das hochaktuelle Thema "Cybermobbing". 2011 wurde der Fernsehfilm mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Sparte Bester Fernsehfilm und im Folgejahr mit dem Grimme-Preis und der Rose d’Or ausgezeichnet.

Seit diesem Jahr ist nun auch das Buch zum Film im Carlsen Verlag erschienen, das ab 14 Jahren empfohlen wird. Begleitendes Unterrichtsmaterialien für den fächerübergreifenden Unterricht in Deutsch, Religion, Ethik, Sachkunde, Sozial- und Gemeinschaftskunde greifen unter anderem diese Aspekte auf: Hintergründe zu Buch und Film, Wissenswertes über Cybermobbing, Privatspäre - was ist das?!, Kleine Gesetzeskunde.

Registrierten Mitgliedern stehen im Lehrerclub der Stiftung Lesen zusätzlich drei interaktive Arbeitsblätter zur Verfügung. Auf ihnen können Schüler direkt an Filmausschnitten arbeiten und sich in interaktiven Übungen mit verschiedenen inhaltlichen und filmsprachlichen Aspekten beschäftigen. Dabei schulen sie auf lebendige und spielerische Art und Weise ihre Medienkompetenz und werden zur Auseinandersetzung mit unterrichtsrelevanten Themen angeregt.

Die Verlosung

Wir verlosen zehn Exemplare unter allen, die uns die Autoren des Buches nennen und uns hierzu bis 15. April 2016 eine Mail an service(at)schau-hin.info mit Name und Adresse zusenden.

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