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Identitätsdiebstahl im Netz

Ein Themenabend der ARD zeigt mit dem Film „Im Netz“ und der anschließenden Dokumentation „Die Spur der Datendiebe“ was passieren kann, wenn Hacker persönliche Daten für kriminelle Zwecke nutzen. SCHAU HIN! beleuchtet den Hintergrund dazu und gibt Tipps, wie man sich vor Datendieben schützen kann.

Die Handlung

Der Film „Im Netz“ wird am 27. März 2013 um 20.15 Uhr ausgestrahlt und handelt von der Unternehmensberaterin Juliane Schubert (Caroline Peters), die mitten in der Nacht von einem Sondereinsatzkommando aus dem Bett gerissen und von der Polizei abgeführt wird. In der Untersuchungshaft nehmen sie die Kommissare Theissen (Ulrike Krumbiegel) und Hinrichs (Stefan Ruppe) gleich ins Verhör. Die Beweise sind erdrückend: Angeblich soll Schubert Wohnungen und Autos angemietet haben, die zur Vorbereitung eines terroristischen Anschlags dienen. Hat sich jemand Zugang zu den digitalen Daten der Geschäftsfrau verschafft, ihre virtuelle Identität gestohlen und für kriminelle Zwecke missbraucht? Wie konnte es gelingen, dass jemand ihre gesamten Konten leer räumte, ohne dass die Bank misstrauisch wurde? Julianes gesamte Existenz wird auf den Kopf gestellt.

Stimmen zum Thema

Die Drehbuchautorin hat für den Film intensiv recherchiert und meint: „Identitätsdiebstahl ist ein Problem, das an Brisanz rapide zunimmt und viel zu gerne verdrängt wird. Dabei ist es eine ernst zu nehmende Gefahr, welche die Grundfeste unserer Existenz zu erschüttern vermag, wie der Film zeigt.“ Schauspieler Stefan Ruppe meint aus seiner persönlichen Sicht: „Identität ist ein großes Wort. In Systemen wie dem Internet wird die Identität eines Nutzers anhand weniger persönlicher Angaben, Nummern und Kennwörter überprüft. Derer kann auch ein anderer Mensch habhaft werden. Ich nutze soziale Netze, Online Banking sowie auch Paypal. Ein gewisses Bewusstsein für die Gefahren im Netz habe ich, aber eigentlich hoffe ich immer irgendwie, dass sich jemand hinreichend Gedanken gemacht hat, was die Sicherheit angeht.

Die Dokumentation

Die anschließende MDR-Dokumentation liefert quasi die Fakten zur Fiktion: Ständig werden auf der Welt Schadprogramme entwickelt, um in Besitz von sensiblen Daten wie Kontoverbindungen zu gelangen. 2011 gab es alleine in Deutschland 60.000 gemeldete Fälle von Internetkriminalität. Jeder achte Deutsche wurde bereits beim Einkauf im Netz betrogen. Quer durchs Internet liefern sich Fahnder wie Kriminelle einen Wettlauf und rüsten ständig mit Hard- und Software auf. Die Reportage folgt den Spuren der Datendiebe, begleitet Ermittler bei ihrer Arbeit und erzählt die Geschichten von Personen, deren Daten gestohlen wurden.

Tipps von SCHAU HIN!

Generell gilt: Weniger ist mehr! Eltern sollten ihre Kinder dafür sensibilisieren, möglichst keine persönlichen Daten wie Name, Telefonnummer, Adresse oder Geburtsdatum im Netz anzugeben. Eine E-Mailadresse sollte beispielsweise nicht den vollständigen Namen, sondern z.B. einen Spitznamen oder allgemeine Begriffe enthalten, zum Beispiel statt anna.mueller@internet.de eine allgemeine E-Mail-Adresse wie hallo123@internet.de.
Um möglichst wenig Spuren beim Surfen zu hinterlassen, empfiehlt es sich bei den Einstellungen im Browser sogenannte Cookies auszuschalten, die Zugriffsinformationen von Nutzern wie IP-Adresse, Datum und Uhrzeit speichern. Wer verhindern will, dass Mitbenutzer des PCs nachvollziehen, welche Seiten man selbst angesteuert hat, muss die im Cache gespeicherten Seiten löschen, nachdem er seine Arbeit im Internet beendet hat. Die meisten Browser lassen sich auch so einstellen, dass abgerufene Seiten gar nicht erst im Cache auf der lokalen Festplatte gespeichert werden.
Besondere Vorsicht gilt beim Umgang mit persönlichen Daten in sozialen Netzwerken. SCHAU HIN! rät dazu, dass Eltern zusammen mit ihren Kindern das Profil einrichten und nur die nötigsten Daten angeben. Die private Wohnanschrift, Telefon- oder Handynummer gehören nicht in Profile sozialer Netzwerke. Eltern sollten vorher in den Datenschutzhinweisen oder den AGB nachsehen, was mit den Daten gemacht wird. Wichtig ist, die Einstellungen bei den Privatsphäreeinstellungen genau zu prüfen und auf ein Minimum zu beschränken. Dies gilt vor allem für Einstellungen wie die Auffindbarkeit des Profils, die Möglichkeit, von Fremden kontaktiert zu werden und das Ausmaß der Sichtbarkeit von Daten innerhalb der Community. Zu empfehlen sind kindgerechte soziale Netzwerke. Die Anmeldung erfordert die Erlaubnis der Eltern und verzichtet auf sensible Daten.

Weitere Informationen zum Thema gibt SCHAU HIN! unter folgenden Links:

Tipps zur Sicherheit in sozialen Netzwerken
Webseite zum Themenabend

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