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Jedes Computerspiel ist ein Lernspiel

Gastbeitrag von der Stiftung Digitale Spielkultur zur Fachkonferenz "Digitale Spiele in Kinderhänden"

© Juice Images / Fotolia

Kinder lernen spielend die Welt kennen. Manche Spielformen sind universell, man denke an das Versteckspiel. Andere Spiele werden vom kulturellen Kontext und von verfügbaren Technologien bestimmt. Die zunehmende Digitalisierung verändert das kindliche Spielen und Lernen. Ein Touchscreen ist für viele Kinder so selbstverständlich wie eine Buchseite, Laptops werden zum Lernen benutzt, digitale Spiele gehören vielerorts zum Familienalltag.

Manche Experten sagen, jedes Computerspiel sei ein Lernspiel. Trotzdem gibt es natürlich Spiele, deren eigentliches Ziel die Vermittlung von Wissen ist. Manche sogar nach Lehrplan wie das österreichische Physikspiel Ludwig. Die Fachkonferenz fokussiert mit einem von vier Workshops das Thema digitale Spiele im Lernkontext. Wir möchten wissen: Wie lernen Kinder mit Spielen? Wie motivieren wiederum Spiele Kinder zum Lernen? Funktioniert der Wissenstransfer vom Spiel ins "echte Leben"? Müssen Spiele Spaß machen? Wie können Computerspiele im Allgemeinen und Lernspiele insbesondere zur Erziehung genutzt werden? Wie kann man mit Computerspielen vermitteltes Wissen ideal verfestigen?

Der Workshop wird von erfahrenen Tutoren unterstützt. Thomas Schmidt von der Initiative Schlaumäuse verfügt über Expertise bei digitalen Lernanwendungen für Tablet & Co. im frühkindlichen Bereich. Jan von Meppen, Geschäftsführer von LudInc, hat mit "Professor S." ein transmediales Lehrkonzept erfolgreich an deutsche Schulen gebracht, dass in Zusammenarbeit mit Berliner Schulen entwickelt wurde.

Mit der Fachkonferenz "Digitale Spiele in Kinderhänden" erörtert die Stiftung Digitale Spielekultur Handlungsempfehlungen für Eltern und Pädagogen im Umgang mit digitalen Spielformen für Kinder im Alter zwischen 3 und 7 Jahren in verschiedensten Bereichen des frühkindlichen digitalen Spielens. Der Ansatz der Konferenz ist interdisziplinär und ergebnisorientiert. Eingeladen sind Experten aus der Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung, Politik, Erziehung, Kunst und Kultur. Die Impulsvorträge und Workshops liefern das Material für einen Guide — einen Ratgeber für alle, die sich für die Zukunft des kindlichen Lernens und Spielens interessieren.

Niels Boehnke, Projektmanager Stiftung Digitale Spielekultur

Die Stiftung Digitale Spielekultur hat das Ziel, die Akzeptanz und Relevanz von digitalen Spielen in der Gesellschaft zu steigern. Die Stiftung möchte mit ihrer Arbeit fachkundig über die unterschiedlichen Facetten digitaler Spiele aufklären und versteht sich als begeisterter und kritischer Förderer der digitalen Spielekultur. Die Stiftung geht auf eine gemeinsame Initiative der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der beiden Verbände der Computerspielewirtschaft zurück.

Weitere Informationen zur Fachkonferenz hier.

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