1. Home
  2. News
  3. Kinder beim Fernsehstart begleiten
Schauen

Kinder beim Fernsehstart begleiten

Ob in Videoportalen und Mediatheken oder klassisch vorm TV-Gerät, auch viele Kleinkinder sehen fern. Gerade anfangs sind kindgerechte Angebote und gemeinsames Fernsehen wichtig.

© iStock.com / Dean Mitchell
© iStock.com / Dean Mitchell

Kinder schauen oft schon mit zwei Jahren fern, wie die mini KIM-Studie zeigt. Doch ist es gerade bei Kleinkindern wichtig, dass Eltern auf die richtigen Inhalte und ein gutes Maß achten. Fernsehen will gelernt sein. Sehen Eltern gemeinsam mit ihrem Kind fern, können sie herausfinden, wie ihr Kind auf bestimmte Sendungen reagiert.

Sendungen auswählen

Für Einsteiger sind kurze, kindgerechte und werbefreie Filme und Kinderserien auf DVD oder in den Mediatheken des Kinderprogramms am besten geeignet. Einfache Geschichten mit positiven Botschaften, ruhigem Bildwechsel, verständlicher Sprache und einem guten Ende passen hier besonders gut. Wie Dinge funktionieren, mit denen wir im Alltag zu tun haben, „Großwerden“ und Probleme meistern, Freunde finden und mit ihnen auskommen - all das, was Kindergarten- und Vorschulkinder in ihrem Aufwachsen und im Alltag beschäftigt ist für sie auch in einschlägigen Sendungen  interessant. Bieten Sendungen außerdem Rätsel, Reime oder Lieder und laden zum Mitmachen ein, gewinnen sie für diese Zielgruppe besonders an Attraktivität.

Werbung meiden

Werbung kann kleine Kinder schnell überreizen und verwirren, zumal sie noch nicht zwischen Reklame und Programm unterscheiden können. Daher sind Kinderprogramme und Video-Plattformen mit Werbeunterbrechungen zu meiden. Auch die Rundumvermarktung von Fernsehfiguren sowie der fließende Übergang von Medien- und Spielzeugmarkt wecken Kinderwünsche und stellen Eltern vor Herausforderungen. Bei Geschenken tun Eltern und Verwandte gut daran zu überlegen, ob ein Spielzeug mit Medienbezug wirklich hochwertiger ist als das Konkurrenzprodukt.

Zeiten begrenzen

Gerade junge Kinder erleben Filme besonders intensiv. Deshalb ist es auch wichtig, dass die Fernsehzeit begrenzt ist und Kinder die Möglichkeit haben, das Gesehen für sich zu verarbeiten. Kinder mit drei Jahren sollen nicht länger als 20 Minuten, Vier- und Fünfjährige bis 30 Minuten fernsehen. Danach bietet sich an, dass Eltern mit ihrem Kind über das Gesehene sprechen, es nachspielen, ein Bild dazu malen oder einfach draußen spielen lassen. Fernsehen eignet sich nicht vor dem Schlafengehen, eher eine vorgelesene Gute-Nacht-Geschichte.

Selbst Vorbild sein

Eltern sind die wichtigsten Vorbilder gerade für Kleinkinder, auch beim Fernsehen. Daher ist auch das eigene Fernsehverhalten zu überdenken: Läuft der Fernseher die ganze Zeit im Hintergrund? Wichtig ist, dass sich Familien den Tagesablauf nicht vom Fernsehen vorschreiben lassen und stattdessen Sendungen lieber aufzeichnen oder online anschauen.

Konsequent sein

Kleinkinder sind leicht verängstigt, verstehen das Gezeigte nicht und können es schwer verarbeiten. Je nach Kind können auch Filme ohne Altersbeschränkung und Märchen oder Zeichentrickfilme überfordern. Deshalb ist es so wichtig, dass Eltern dies für das eigene Kind einzuschätzen lernen. Sind Inhalte ungeeignet, erklären Eltern ruhig, warum dies so ist. Eine Fernbedienung gehört nicht in Kinderhände, denn beim Zappen können sie schnell auf ungeeignete Programme stoßen. Auch das Tablet behalten Eltern besser in der Hand und achten auf kindersichere Einstellungen.

Weitere Informationen

Empfehlungen zum TV-Programm finden Eltern unter TV-Tipps, beim Ratgeber flimmo.de und Programmzeitschriften wie tvspielfilm.de/kids-tv, Filmtipps bei kinderfilmwelt.de oder kinofenster.de. Sendungen für Fernsehanfänger bietet der Kinderkanal KiKA mit dem Programmfenster KIKANINCHEN. Auch die Onlineangebote von ARD Checkeins, ZDFtivi und KiKA sind empfehlenswert.

TV-Tipps für Kleinkinder

zur Bildstrecke

Veröffentlicht am