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Kinder lesen gern - aber jedes fünfte ist allein im Internet unterwegs

Welche Medien konsumieren die 7,17 Millionen Kinder zwischen vier und 13 Jahren in Deutschland? Dieser Frage ist eine Anfang August veröffentlichte Kinder-Medien-Studie nachgegangen. Eins der Ergebnisse: 72 Prozent aller Befragten liest nach wie vor mehrmals die Woche auf Papier. Die digitale Revolution betrifft aber auch Kinderzimmer: 37 Prozent der Sechs- bis Neunjährigen besitzen bereits ein eigenes Smartphone oder Handy. 19 Prozent der Kinder sind unbeaufsichtigt im Internet unterwegs.

SCHAU HIN!

Für die repräsentative Studie der sechs Verlage Blue Ocean Entertainment AG, Egmont Ehapa Media GmbH, Gruner + Jahr, Panini Verlags GmbH, SPIEGEL-Verlag und ZEIT Verlag wurden 2000 Interview zur Frage „Young Digital Natives – wie digital sind sie wirklich?“ befragt. Einige Ergebnisse:

  • 37 Prozent der Sechs- bis Neunjährigen besitzen bereits ein eigenes Smartphone oder Handy. Bei den Zehn- bis 13-Jährigen haben 84 Prozent ihr eigenes mobiles Endgerät.
  • Unabhängig vom eigenen Handy verschicken die meisten Zehn- bis 13-Jährigen SMS (61 Prozent) oder WhatsApp-Nachrichten (68 Prozent), wobei die Nutzung dieser Kommunikationskanäle mit zunehmendem Alter steigt. Auf Social-Media-Plattformen wie Facebook sind bereits  (29 Prozent) der zehn- bis 13-jährigen Kinder in Deutschland vertreten – freigegeben ist das Netzwerk laut AGB erst ab 13 Jahre.
  • Bereits zwölf Prozent der Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren dürfen eigenständig Apps downloaden. Ohne Aufsicht surfen darf fast jedes fünfte Kind der Altersgruppe – 19 Prozent sind selbstständig im Internet unterwegs.
  • Digital ist attraktiv, aber: 72 Prozent aller deutschen Kinder zwischen vier und 13 Jahren lesen auch 2017 privat noch mehrmals pro Woche von Papier.


Zu den Problemen des Internets gehören für Kinder neben Kontaktrisiken, die sich aus der leichtfertigen Preisgabe persönlicher Daten ergeben können, vor allem sie ängstigende oder unzulässige Inhalte – Gewalt, Pornografie, Extremismus. Aber auch Cybermobbing zählt zu den negativen Begleiterscheinungen.

SCHAU HIN! betont: Wichtig ist, dass Eltern sich Zeit nehmen, um die Angebote anfangs gemeinsam mit ihrem Kind zu nutzen und auch später weiterhin Interesse zeigen. Denn so, wie sie in der realen Welt die Interessen, Erlebnisse, Freunde und Treffpunkte ihres Kindes kennen, sollte das auch für jene im Netz gelten. Als Credo gilt dabei: „Verstehen und vertrauen ist besser als verbieten.“ Dafür ist es wichtig, dass Eltern sich über Trends informieren.

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