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Kinder und E-Mails - Darauf sollten Sie achten

Ob in der Schule oder für die Anmeldung bei Facebook - Emails gehören auch bei Kindern heute zum Alltag. Wie Eltern zusammen mit ihrem Kind ein Konto einrichten und die wichtigsten Sicherheitsregeln beachten, zeigen wir hier.

© WavebreakMediaMicro / Fotolia
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Ein E-Mail Konto ist für viele Erwachsene unentbehrlich. Um sich etwa auf sozialen Netzwerken zu registrieren, benötigt man eine E-Mail Adresse. Und auch Kinder, die gerade lesen und schreiben gelernt haben, möchten ihre Fähigkeiten im digitalen Raum anwenden und E-Mails schreiben. Doch was ist dabei zu beachten? 

Kindgerechte Anbieter

Das Internet ist kein geschützter Raum, in dem sich Kinder im Grundschulalter frei bewegen sollten. Auch ein herkömmliches E-Mail Konto kann Gefahren mit sich bringen: Kinder sehen ungefilterte Spam-Inhalte, die Werbung, Gewalt oder Pornographie enthalten können. Kindergerechte Anbieter sind Mail4kidz und Grundschulpost. Das fängt schon bei der Anmeldung an, bei der Eltern oder Lehrer anwesend sein müssen. Außerdem filtern die Anbieter Spam und Viren aus den E-Mails. Nachrichten können nur von registrierten Kontakten aus der Freundesliste (Mail4kidz) oder dem Adressbuch (Grundschulpost) zugestellt werden.

Datenschutz

Grundsätzlich gehen beide Anbieter sensibel mit persönlichen Daten um. Zusätzlich sollten Eltern darauf achten, dass die E-Mail Adresse nicht auf persönliche Daten ihres Kindes schließen lässt. Eher eignen sich Fantasienamen, wie "Tabaluga 100". 

Google Problematik

Konventionelle Anbieter sind für die Kindernutzung dagegen eher problematisch. Google etwa verpflichtet Nutzer, verschiedene Anwendungen zu einem Konto zu verknüpfen. So können Android Smartphone-Nutzer nur durch eine Registrierung bei Gmail Apps im Google Playstore laden. Ähnlich ist es bei der Anmeldung auf YouTube oder Google +. Das Mindestalter für eine Google-Anmeldung beträgt in Deutschland 13 Jahre. Eine kinderfreundliche Version des Mail-Kontos existiert bislang nicht. Besitzt ein Kind unter 13 Jahre ein Android Smartphone, empfehlen wir Eltern, ein Zweit-Konto einzurichten und es zu betreuen. So können Eltern einerseits das Laden von Apps verwalten und andererseits ihr Kind vor nichtgerechten Inhalten wie Spam schützen. 

Auf Werbezwecke hinweisen

Empfehlenswert ist auch, Kinder darauf hinzuweisen, welche Datenfallen es gerade bei Onlinegewinnspielen oder in der Onlinekommunikation gibt. Oft werden diese Daten nämlich zu Werbezwecken verwendet oder an Dritte weitergegeben. Eltern sollten vor der Anmeldung in den Datenschutzhinweisen oder Allgemeinen Geschäftsbedingungen nachsehen, wofür die Daten verwendet werden. Eltern können ihr Kind dazu ermuntern, nervige Werbung oder unseriöse E-Mails, die zur Eingabe persönliche Daten nicht zu öffnen und Stellen wie "I-Kiz", "jugendschutz.net" oder der "Internetbeschwerdestelle" zu melden.

Wichtig ist auch, mit den Kindern einige Regeln im sicheren Umgang mit E-Mails zu vereinbaren. So
sollten Kinder wissen, dass der Inhalt einer E-Mail nicht sicher vor den Blicken Unbefugter ist.

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