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Kinder und Jugendliche schauen täglich 82 Minuten fern

Die Deutschen schauen nach wie vor viel fern und trotz des zunehmenden Streaming-Angebots meist klassisch am Fernseher. Jüngere schauen im Vergleich mehr online und weniger analog, so eine Studie.

© Brilliant Eye / Fotolia

Die Fernsehnutzung in Deutschland wird nach wie vor vom klassischen linearen Fernsehen dominiert: Die durchschnittliche tägliche Sehdauer der Gesamtbevölkerung stieg im Jahr 2015 leicht an auf 223 Minuten. Die Nutzung über Streaming entwickelte sich nicht so stark wie das Angebot. Einer Umfrage zufolge nutzten lediglich 4 Prozent die VoD-Plattform Amazon Video mindestens einmal innerhalb des vergangenen Jahres, Netflix und Maxdome nahmen jeweils rund 2 Prozent der Befragten in Anspruch.

Die Mediatheken der Fernsehsender blieben wie in den Vorjahren beliebt, genaue Daten hierzu werden allerdings erst vorliegen, wenn ab 2016 Angebote in die AGF/ GfK-Forschung integriert werden. Zu den populärsten Sendungen der Mediathek des Ersten Programms gehören „Tatort“ und „Sturm der Liebe“. In der ZDF-Mediathek sind es die „heute-show“ und „Neo Magazin Royale“, bei RTL Now wurde „Der Bachelor“ am häufigsten abgerufen und bei ProSieben „Germany’s Next Topmodel“.

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Fernsehdauer nimmt mit dem Alter zu

Nach wie vor wirkte sich das Alter am stärksten auf die Fernsehgewohnheiten aus: In der jüngsten Altersgruppe (3 bis 13 Jahre) lag die tägliche Nutzung bei 82 Minuten, Personen ab 60 Jahren sahen 2015 pro Tag über fünf Stunden fern. Dazwischen lagen die 30- bis 59-Jährigen (mit knapp vier Stunden Fernsehkonsum täglich) sowie die 14- bis 29-Jährigen, die rund zwei Stunden pro Tag fernsahen. Diese Altersgruppe weist eine sinkende Verweildauer und Tagesreichweite auf, allerdings kommen zur linearen Fernsehnutzung inzwischen rund 12 Minuten Nutzung über das Internet hinzu.

Die meistgesehenen Sender waren 2015 das ZDF (12,5 % Marktanteil), das Erste Programm der ARD (11,6 %) und RTL (9,9 %). Summiert nahmen die Dritten der ARD eine ebenso starke Position wie das ZDF ein. Wie im Vorjahr wuchsen Anzahl und Marktanteile kleinerer Sender an, 2015 entfielen 40 Prozent der gesamten Fernsehnutzung auf diese Sender.

Weitere Informationen und den Artikel zur Studie von Camille Zubayr/Heinz Gerhard zu "Tendenzen im Zuschauerverhalten" finden Sie hier.

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