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Kinder und Tablets: Nur gemeinsam mit den Eltern

Kinder, die mit Tablets, Smartphones und Co. aufwachsen gelten als sehr medienaffin. Dass sie ein besonderes Interesse an den bunten, blinkenden und geräuschvollen Geräten zeigen, ist ganz normal. Dennoch ist Achtsamkeit geboten, wenn Erwachsene ihren Nachwuchs an diese neue Welt heranführen. Die vielen Bilder und Geräuschen können auch schnell überfordern.

© DURIS Guillaume/ Fotolia

SCHAU HIN! Mediencoach Kristin Langer versucht die Frage nach dem passenden Alter für erste Erfahrungen mit dem Tablet zu beantworten – und betont gleichzeitig, dass das „Wie“ ich meinen Kindern die Medienwelt zeige, viel wichtiger ist. Empfehlenswert bleibt, die digitale Mediennutzung für Kinder unter drei Jahren zu vermeiden. Für ältere Kinder gilt, die Geräte kindersicher einzurichten die Kinder beim Entdecken der Medienwelt zu begleiten, gerade bei Kleinkindern. SCHAU HIN! hat für Sie Empfehlungen für den richtigen Umgang mit Kleinkindern und Tablets zusammengestellt.

1. Aktiv begleiten

Bei den ersten Erfahrungen mit dem Tablet ab einem Alter von drei Jahren ist die Begleitung durch Erwachsene sinnvoll. So erkennen sie, wie ihr Kind reagiert, können die Eindrücke mit dem Kind besprechen und bei inhaltlichen oder technischen Fragen direkt unterstützen.

2. Tablets kindgerecht sichern

Ungeeignete Inhalte und Risiken für den Datenschutz können minimiert werden, indem Eltern Sicherheitseinstellungen aktivieren und eine Jugendschutzsoftware installieren. Wird die Internetverbindung nicht benötigt, sollte diese deaktiviert werden. Das Herunterladen von Programmen ist im Kindesalter ausschließlich Aufgabe der Eltern.

3. Passende Angebote auswählen

Eltern testen Angebote für Kinder erst selbst und schauen, ob diese sich wirklich eignen. Geeignet fürs Tablet sind interaktive Medien wie Bilderbuch-Apps, mit einfachen, überschaubaren Geschich¬ten, die direkt an die Lebenswelt der Kinder anknüpfen. Gute Apps sind intuitiv zu bedienen, vermitteln spielerisch Wissen, sollten werbefrei sein und keine weiterführenden Links enthalten. Medienratgeber wie SCHAU HIN! und Empfehlungsportale wie app-tipps.net oder die Datenbank für Kinder-Apps des Deutschen Jugendinstituts unterstützen bei der Auswahl.

4. Klare Regeln vereinbaren

Hilfreich sind klare Absprachen über eine dosierte Mediennutzung. Kinder sollen nicht überfordert werden und eine bewusste Mediennutzung erfahren. SCHAU HIN! empfiehlt für Kinder bis fünf Jahren maximal eine halbe Stunde, die langsam gesteigert wird. Damit Kinder Medieninhalte verarbeiten können, ist es wichtig, dass vor dem Schlafengehen noch ausreichend Zeit bleibt, um abzuschalten. Achten Eltern auf Abwechslung in der Freizeitgestaltung, können mediale Erlebnisse andere Erfahrungen wie gemeinsames Spielen, Entdeckungen in der Natur und im Sport ergänzen statt diese zu ersetzen.

5. Vorbild sein

Eltern sind Vorbilder – auch bei der Mediennutzung ihrer Kinder. Daher ist es wichtig, dass Erwachsene ihr eigenes Medienverhalten im Blick behalten und „medienfreie“ Zeiten einhalten zum Beispiel beim Abendessen mit der Familie und dem gemeinsamen Fernsehabend. SCHAU HIN! hat einen Onlinetest entwickelt, mit dem Eltern ihren Umgang mit Medien überprüfen können (www.schau-hin.info/mitmachen/elterntest).

Weitere Informationen

Empfehlungen für kindgerechte Apps sowie Hinweise zu Sicherheitseinstellungen für Tablets & Co. finden Sie hier.

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