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Kindersuchmaschine fragFINN feiert 10. Geburtstag - bald kommt TV-Serie

10 Jahre fragFINN - so lange ist die Internetsuchmaschine schon online. 10 Jahre, in denen Kinder sich selbstständig im Internet informieren können, ohne dass Eltern Sorge haben müssen, dass sie dabei auf unpassenden Inhalt stoßen. In Berlin wurde der erste runde Geburtstag gefeiert. Besonderes Präsent dabei an die Fans der Seite: Die Raupe Finn bekommt mit Laus Lotte nicht nur eine Freundin, sondern auch eine Fernsehserie.

© Scherer

Diese wird am 27. November auf Super RTL starten. In den 12 kurzen Serienfolgen trifft Schauspielerin Esther Brandt auf Finn - gemeinsam erleben sie Abenteuer und lösen wichtige Fragen. Dass die Geschichte von fragFINN einen solchen Verlauf nimmt, war nicht abzusehen, als die Seite ans Netz ging. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte den Startschuss gegeben und im Kanzleramt den "roten Knopf" gedrückt, der die Seite für die Nutzer freischaltete. Heute hat die Seite im Monat 350.000 Suchanfragen, 200.000 verschiedene Nutzer werden jährlich gezählt.

Geschäftsführerin Anke Meinders hatte zum Geburtstagfest in der Bertelsmann-Repräsentanz Unter den Linden in Berlin auch eine passende Anekdote. Sie bekäme ja viele Fragen von Kindern, erklärte sie. Neulich hatte sie eine aber wirklich erheitert: "Eine Junge schrieb uns, ob eigentlich auch ein Mann Kanzler werden kann." Erheiterung beim Publikum aus Förderern, Vereinsmitgliedern und anwesenden Kinderreportern, die auch eingeladen waren.

Berlins Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, betonte die Bedeutung der Suchmaschine mit einem Vergleich - sie zog das Märchen Hänsel und Gretel heran, bei dem sich die Kinder im Wald verlaufen und bei einer bösen Hexe landen. "Wären Hänsel und Gretel in der digitalen Welt, im Internet, unterwegs, hätten sie sich sicher auch verlaufen. Anders als im Märchen gehen solche Geschichten in der Wirklichkeit aber nicht gut aus." Denn wenn die Kinder unpassendene Inhalte erst einmal gefunden hätten, wäre es zu spät. "Medienkompetenz sollte heute eine Selbstverständlichkeit sein, allein schon deshalb, weil mittlerweile die meisten Haushalte mit Kindern in Deutschland über einen Internetanschluss verfügen. Sie ist vor allem auch dann gefordert, wenn es darum geht, zwischen Fakten und ‚fake news‘ zu unterscheiden. Für die demokratische Meinungsbildung spielt Medienkompetenz daher eine Schlüsselrolle.", mahnte sie.

Der Vorstandsvorsitzende Claude Schmit: „Auf die erfolgreichen zehn Jahre können wir mit Stolz zurückblicken. Durch das Engagement zahlreicher namhafter Unternehmen hat fragFINN sich hervorragend entwickelt und wird auch in Zukunft die Medienkompetenz der Heranwachsenden prägen und fördern.“ Nun blicken alle Beteiligten gespannt auf die nächsten zehn Jahre. Zum Start gab es keine Influencer, Social Media war kein Thema. Entsprechend könne niemand absehen, was sich in Zukunft neu entwickele. 

fragFINN ist Teil der Initiative "Ein Netz für Kinder", die im Jahr 2007 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Bundesfamilienministerium, Einrichtungen des Jugendmedienschutzes und der Wirtschaft ins Leben gerufen und von Bundeskanzlerin Angela Merkel freigeschaltet wurde. Die Kindersuchmaschine startete zunächst als Projekt der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimediadiensteanbieter e.V. und wurde im Jahr 2009 in einen eigenständigen gemeinnützigen Verein überführt. Kernstück des Angebots ist die Whitelist, eine Liste von kindgeeigneten Websites, die sich stetig vergrößert und mittlerweile mehrere tausend Online-Angebote umfasst.

Auch die Europäische Kommission hebt die Bedeutung der Kindersuchmaschine in Zeiten der rasch fortschreitenden Digitalisierung hervor. Deputy Director General Claire Bury: "Kinder online zu schützen genießt höchste Priorität bei der Europäischen Kommission. Deshalb freut mich die positive Entwicklung von fragFINN umso mehr.”

Besuchen Sie www.fragfinn.de hier.

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