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Kirchentag, Lutherjahr und Ramadan: Kinder über Religionen informieren

Der evangelische Kirchentag, 500 Jahre Reformation und der Beginn des Fastenmonats Ramadan bieten einen tollen Anlass, um mit Kindern und Jugendlichen über die verschiedenen Religionen zu sprechen und diese zu reflektieren. Wir stellen dazu altersgerechte Informationsangebote vor.

religionen-entdecken.de
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Gerade in der heutigen Zeit kursieren sehr viele Vorteile gegenüber anderen Religionen. Denkrichtungen, Werte und Verhaltensweisen Andersgläubiger sind vielen Menschen fremd. Auch in einer multikulturellen Gesellschaft wie bei uns. Nicht selten führt Unwissen zu Unsicherheit, Ausgrenzung, verbaler und sogar Gewalt. Damit Kinder und Jugendliche andere Religionen kennenlernen, verstehen und tolerieren können Eltern mit ihrem Kind passende Kinderseiten nutzen. Dabei können sie auch viele Gebräuche, Feste und Rituale, Heilige Schriften und Gebäude entdecken.

Sich auf Neues einlassen

Wichtig ist eine gewisse Neugier, eine Offenheit sowie ein respektvolles Verhalten gegenüber anderen Kulturen. Dazu empfiehlt ein Leitfaden von Barbara Wolf-Krause folgende einfache Grundsätze:

  • Wir wissen nicht alles und wollen vom anderen etwas lernen.
  • Wir hören einander zu und lassen einander ausreden. Denn sonst erfahren wir nichts über den anderen.
  • Wir vermeiden Verallgemeinerungen. Denn es gibt nicht die Christen, die Muslime oder die Juden.
  • Wir vergleichen nur, was man auch miteinander vergleichen kann. Also Regeln mit Regeln. Oder das tägliche Leben des einen mit dem täglichen Leben des anderen.
  • Wir sprechen der anderen Person nicht den Glauben ab. Denn jeder darf seinen Glauben leben.
  • Wir suchen nach Gemeinsamkeiten, aber achten die Unterschiede.
  • Wir nehmen den anderen ernst mit dem, was er sagt.
  • Wir vertreten zwar überzeugend unsere Meinung, sind aber nicht überheblich. Wir lassen die Meinung des anderen genau so gelten wie unsere eigene.

Unser Extrathema Migration und Medien zeigt, wie sich Familien über Geflüchtete informieren und wie Medien das Sprachenlernen unterstützen können.

Gemeinsamkeiten sichtbar machen

Medien eröffnen dabei spannende Einblicke in andere Kulturen und Lebenswelten. Wichtig ist, dass die Informationen altersgerecht und für Kinder verständlich sind. Am besten begleiten Eltern ihre Kinder dabei, um aufkommende Fragen beantworten zu können. Dabei können Kinder bestimmt auch manche Gemeinsamkeit feststellen. Denn für Empathie ist es wichtig, andere als einem selbst ähnlich wahrzunehmen, um so ein Verständnis zu entwickeln. Ein offener und neugieriger Umgang mit anderen Religionen führt so zu mehr Toleranz.

Gemeinsam andere Kulturen entdecken

Religionen-entdecken.de etwa ist eine Kinderseite für mehr Respekt und Toleranz. Mit der Vermittlung von Wissen über verschiedene Religionen will das Projekt Berührungsängste abbauen und einen Beitrag leisten zu einer spannenden wie entspannten interreligiösen Verständigung. Betreute Foren und Mitmachtools bringen Kinder und Jugendlichen verschiedener Glaubensrichtungen spielerisch miteinander in Kontakt. In 27 neuen Frage-Antwort-Spielen kann man sein Wissen zu allen sieben Weltreligionen testen. Filme widmen sich anschaulich einzelnen Themen wie Essen, Kleidung und dem Beten. Unter Tipps sind Bücher, Brettspiele und Games zu einzelnen Religionen aufgelistet

„Wie heißt dein Gott eigentlich mit Nachnamen?“ heißt das Buch zur Webseite. Rund 70 solcher Fragen und Antworten sind in diesem Buch nachzulesen. Der Fotokünstler Jan von Holleben hat das Buch gestaltet.

In der Spielbibel-App für iOS und Android können Kinder zwölf Geschichten aus dem Ersten und dem Zweiten Testament anschauen, anhören und selbst mitmachen. Dazu sucht man sich Figuren aus und schiebt sie hin und her.

Religiopolis - Weltreligionen erleben ist ein Computerspiel ab 12 Jahren. Spieler können sich frei durch diese Stadt bewegen und so vieles über die Religionen Buddhismus, Chistentum, Hinduismus, Islam und Judentum erfahren. Dabei kann man einen Blick in eine Moschee, einen Tempel oder eine jüdische Wohnung werfen.

Das Jesus-Pergament ist ein Game ab 8 Jahren: Wir befinden uns in der Zeit rund 70 Jahre nach Christi Geburt. Silas lebt in einer kleinen Stadt in Galiläa, nicht weit entfernt von Jerusalem. Per Zufall kommt Silas dort eines Tages mit Christengemeinden in Berührung. Ein Mann ist auf der Flucht vor den Römern. Er steckt Silas ein Päckchen zu und bittet ihn, es in Sicherheit zu bringen. In sechs Leveln muss Silas verschiedene Aufgaben lösen und dabei aufpassen, den Römern nicht in die Hände zu fallen. Dabei erfährt man eine Menge über die ersten Christen, die damalige Zeit und über die Entstehung des Neuen Testaments. Die Website bietet didaktisches Begleitmaterial für den Religionsunterricht.

Das Grab des Mose ist ein Adventure für Kinder ab 12 Jahren: Wo ist Professor Fog und wo das Grab des Mose? Kurz nachdem der Archäologe Professor Fog den Fund vom Grab des Mose gemeldet hat, ist er plötzlich spurlos verschwunden. Die Mission beginnt: Man hat sieben Level Zeit, das Geheimnis um den sensationellen Fund des Grabes zu lüften und das Verschwinden des Professors aufzuklären. Die Recherchen führen an historische Orte wie die Wüstenstadt Petra oder das Katharinenkloster am Sinai.

kirche-entdecken.de, die Seite der evangelischen Kirche für Kinder beantwortet mit der Elster Kira Fragen von Kinder. Mit dabei ist das Lutherspiel, mit dem man Martin Luthers Abenteuer erleben kann.

Kira möchte versuchen, ein paar Fragen zu beantworten, die du dir vielleicht immer schon einmal gestellt hast. Dafür hat sie sich Hilfe von der Religionslehrerin Hanna Bogdan geholt.

Wer sich für die Geschichte von Religionen interessiert, dem sei ein Trip in der Kinderzeitmaschine empfohlen. Damit kann man durch die Jahrtausende reisen und mehr über den Wandel etwa des Christentums erfahren.

Religionen - für Kinder erklärt

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