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Körperkult in den Medien

Geschönte Werbung in Zeitschriften, sexy Selfies von Stars auf Instagram und Magermodels im TV: Der übertriebene Körperkult in den Medien kann Jugendliche unter Druck setzen. Eltern können mit ihrem Kind Inszenierungen reflektieren und ihr Selbstvertrauen stärken, nicht jeden Trend mitzumachen.

justinbieber/mileycyrus via Instagram

Medialer Körperkult kann Selbstzweifel und das Risiko von Essstörungen bei Heranwachsenden fördern. Belege dazu liefert eine aktuelle Studie des IZI-Instituts. Manche Jugendliche setzen sich im Wettbewerb um das schönste Selfie, die größere Aufmerksamkeit und die meisten Likes gegenseitig unter Druck. Das kann auch gesundheitsgefährdendes Verhalten verstärken. Hier sind Eltern gefragt, das Selbstbewusstsein ihres Kindes zu stärken und den medialen Körperkult kritisch zu reflektieren.

Medienangebote prüfen und Köperkult besprechen

Viele Eltern sehen den Körperkult in den Medien wie etwa auch in Model- und Abnehmshows kritisch und sind besorgt, dass dies auch auf das Körpergefühl ihrer Kinder negativ auswirken kann. Generell ist es ratsam, dass sie ihrem jugendlichen Kind empfehlen, TV-Shows, aber auch Online-Angebote genau zu prüfen und sich nicht von überzogenen Inszenierungen, retuschierten Bildern und viel nackter Haut geschmückt von Piercings und Tätowierungen blenden zu lassen. Auch sind Rollenbilder zu hinterfragen, wie die von dürren Frauen oder supermuskulösen Männern. Dies kann zu einem verzerrten Körperideal führen und riskante Trends wie das Hungern für Modelmaße, eine Wespentaille oder schlanke Oberschenkel ("Thigh Gap") verstärken.

Vom Selfie bis zum Fatkini - Körperkult im Internet

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Selbstvertrauen stärken

Stärken Eltern das Selbstvertrauen des Kindes, kann es sich leichter von gefährdenden Inhalten und falschen Vorbildern distanzieren. Denn entscheidend dabei, wie Kinder mediale Einflüsse aufnehmen und ausleben, ist ihr eigenes Körperbild. Mit einem gesunden Selbstvertrauen und einem positiven sozialen Umfeld spricht nichts gegen spaßige Fitness-Wettbewerbe untereinander oder die Teilnahme an "Challenges" auf Facebook & Co.

Vorbilder reflektieren

Oft eifern die Jüngsten ihren Vorbildern nach oder wetteifern mit Gleichaltrigen mit eigenen Bildern in sozialen Netzwerken. "Natürlich setzen Stars Trends. Das ist kein neues Phänomen. Neu ist, dass wir nicht mehr nur ihre Frisuren oder ihren Kleidungsstil nachahmen können, sondern eben auch die Art, wie sie sich online inszenieren", so SCHAU HIN!-Beirat und Medienpsychologin Dr. Astrid Carolus im Interview. Selektive Bildauswahl und nachträgliche Bearbeitung tun ein Übriges. Eltern können ihrem Kind deutlich machen, dass sie sich nicht diesem Rummel um Aufmerksamkeit ausliefern müssen und überlegen, inwiefern manche Stars als persönliche Vorbilder taugen, die sich oft mit einem ganzen Stab an Mitarbeitern selbst medial vermarkten, um im Gespräch zu bleiben.

Risiken benennen

Wichtig ist auch, dass Eltern mit ihrem Kind über Risiken übermäßiger Selbstdarstellung im Netz sprechen. So können Bilder oder Clips nicht nur Likes, sondern auch bösartige Kommentare nach sich ziehen oder von anderen missbraucht werden.

5 Verhaltenstipps für Eltern

1. Medienangebote prüfen: Diskutieren, welche Shows oder Seiten altersgerecht sind.

2. Körperkult besprechen: Schönheitsideale und Inszenierungen kritisch hinterfragen.

3. Selbstvertrauen stärken: Deutlich machen, dass Kinder nicht jedem Trend nacheifern müssen.

4. Vorbilder reflektieren: Stars und ihre Selbstinszenierung thematisieren.

5. Risiken benennen: Achten, wie sich Kinder online präsentieren, und auf Folgen hinweisen.

Vom Selfie bis zum Fatkini - Körperkult im Internet

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Selbstvertrauen stärken

Stärken Eltern das Selbstvertrauen des Kindes, kann es sich leichter von gefährdenden Inhalten und falschen Vorbildern distanzieren. Denn entscheidend dabei, wie Kinder mediale Einflüsse aufnehmen und ausleben, ist ihr eigenes Körperbild. Mit einem gesunden Selbstvertrauen und einem positiven sozialen Umfeld spricht nichts gegen spaßige Fitness-Wettbewerbe untereinander oder die Teilnahme an „Challenges“ auf Facebook & Co.

Stars als Trendsetter reflektieren

Oft eifern die Jüngsten ihren Vorbildern nach oder wetteifern mit Gleichaltrigen mit eigenen Bildern in sozialen Netzwerken. „Natürlich setzen Stars Trends. Das ist kein neues Phänomen. Neu ist, dass wir nicht mehr nur ihre Frisuren oder ihren Kleidungsstil nachahmen können, sondern eben auch die Art, wie sie sich online inszenieren“, so SCHAU HIN!-Beirat Dr. Astrid Carolus, Medienpsychologin an der Universität Würzburg. Selektive Bildauswahl und nachträgliche Bearbeitung tun ein Übriges. Eltern können ihrem Kind deutlich machen, dass sie sich nicht diesem Rummel um Aufmerksamkeit ausliefern müssen und überlegen, inwiefern manche Stars als persönliche Vorbilder taugen, die sich oft mit einem ganzen Stab an Mitarbeitern selbst medial vermarkten, um im Gespräch zu bleiben.

Risiken benennen

Wichtig ist auch, dass Eltern mit ihrem Kind über Risiken übermäßiger Selbstdarstellung im Netz sprechen. So können Bilder oder Clips nicht nur Likes, sondern auch bösartige Kommentare nach sich ziehen oder von anderen missbraucht werden.

5 Verhaltenstipps für Eltern

1.    Medienangebote prüfen: Diskutieren, welche Shows oder Seiten altersgerecht sind.

2.    Körperkult besprechen: Schönheitsideale und Inszenierungen kritisch hinterfragen.

3.    Selbstvertrauen stärken: Deutlich machen, dass Kinder nicht jedem Trend nacheifern müssen.

4.    Vorbilder reflektieren: Stars und ihre Selbstinszenierung thematisieren.

5.    Risiken benennen: Achten, wie sich Kinder online präsentieren, und auf Folgen hinweisen.

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